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Bauchspeicheldrüsenkrebs: Krankheit, Symptome und Heilungschancen

Neue Methode zur Früherkennung soll Chancen auf Heilung erhöhen

bauchspeicheldrüsenkrebs

Bauchspeicheldrüsenkrebs gehört zu den gefährlichsten Krebserkrankungen, da er meist erst im fortgeschrittenen Stadium entdeckt wird. Je später das Pankreaskarzinom entdeckt wird, desto unwahrscheinlicher die Heilung. In den meisten Fällen findet die Diagnose jedoch zu spät statt. Eine Methode zur Früherkennung könnte dementsprechend einige Leben retten. Wissenschaftler aus Schweden, Dänemark und USA wollen nun eine gefunden haben.

Was macht die Bauchspeicheldrüse?

Die Bauchspeicheldrüse ist circa 15 bis 20 Zentimeter groß und liegt zwischen Magen und Wirbelsäule. Dort produziert sie Verdauungssäfte, die normalerweise in den Zwölffingerdarm abfließen und die Hormone Insulin und Glukagon, welche im Blut den Zuckerspiel regulieren.

Kaum Chancen auf Heilung

In Deutschland erkranken circa 16.000 Menschen pro Jahr an Bauchspeicheldrüsenkrebs. Das sind zwar „nur“ zwei bis drei Prozent aller Krebserkrankungen, jedoch ist die Krebsart besonders aggressiv. Sie gehört neben Lungen- und Leberkrebs zu den drei gefährlichsten Krebsarten. Die Überlebenschance innerhalb der ersten fünf Jahre liegt bei unter zehn Prozent. Das liegt unter anderem daran, dass der Bauchspeicheldrüsenkrebs, auch Pankreaskarzinom genannt, meist zu spät entdeckt entdeckt wird. Denn die Symptome ähneln denen anderer Krankheiten. Im Frühstadium fehlen sie oftmals gänzlich.

Symptome bei Bauchspeicheldrüsenkrebs
  • Gelbsucht
  • dunkler Urin
  • heller Stuhl
  • Juckreiz
  • Übelkeit, Erbrechen
  • Appetitverlust
  • Verdauungsstörungen
  • Gewichtsverlust
  • Schmerzen im oberen oder mittleren Bauchbereich
  • neu aufgetretene Diabetes
  • Rückenschmerzen

Methode zur Früherkennung gibt Hoffnung

Forscher aus Schweden, Dänemark und den USA haben nun gemeinsam eine Methode zur Früherkennung entwickelt. Mit Hilfe eines Bluttests soll der Bauchspeicheldrüsenkrebs schon in einem sehr frühen Stadium zu erkennen sein. Anhand von Hunderten Probanden ist es den Wissenschaftlern gelungen, die Entstehung des Tumors mit einer Genauigkeit von 96 Prozent in den Stadien I und II zu entdecken. Bei einer Erkennung in diesen Frühstadien wäre ein operativer Eingriff mit Heilungschancen noch möglich.

Um die Verlässlichkeit des Verfahrens garantieren zu können, bedürfe es jedoch noch weiterer klinischer Studien und Entwicklungsarbeit. Erst dann kann es für potenzielle Betroffene freigegeben werden und damit hoffentlich Leben retten.

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