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Bauernregeln – ein Stück Geschichte in unserem Alltag

Wer kennt sie nicht, die eine oder andere Bauernregel? Bauernregeln sind ein Stück Geschichte, denn sie sind entstanden aus vielen Jahren der Beobachtung von immer wiederkehrenden Umständen. Dieses gesammelte Wissen wurde über Generationen weitergegeben. Wir sind der Meinung, dass dieses Generationenwissen noch heute für uns interessant ist und einen Mehrwert bietet. Deshalb haben wir einige interessant Bauernregeln für Sie gesammelt.

Oftmals drehen sich Bauernregeln um das Wetter und Vorhersagen über kommende Ereignisse. Zumeist müssen sie im Zusammenhang mit der Region, in der sie entstanden sind, gesehen werden und sind somit nicht immer zu verallgemeinern. Aber es gibt auch Ausnahmen, die mittlerweile überregional angewandt werden.

Wissenswertes für den Februar

Für viele Menschen sind Brauchtum und Tradition noch immer wichtig. Und das ist auch gut so! Es wäre schade, wenn das alte Wissen verloren ginge. Der Lichtmesstag am 02. Februar bspw. war bis 1912 ein  Bauernfeiertag von großer Bedeutung.
Am Lichtmesstag wird das eigentliche Ende der Weihnachtszeit eingeläutet; früher kamen erst an diesem Tag der Christbaum und das Holz-Kripperl aus der Stube raus.

Wenn’s an Lichtmess stürmt und schneit, ist der Frühling nicht mehr weit;
ist es aber klar und hell, kommt der Lenz wohl nicht so schnell.

Bauernregeln Winter

  • Weihnacht im Schnee – Ostern im Klee.
  • War bis zu Dreikönig kein rechter Winter, dann kommt auch keiner mehr dahinter.
  • Wächst das Gras im Januar, so wächst es schlecht im ganzen Jahr.
  • Je frostiger der Januar, desto freundlicher das Jahr.
  • Wenn’s im Hornung (Februar) nicht schneit, kommt die Kält zur Osterzeit.
  • Wenn im Hornung die Mücken schwärmen, muß man im März die Ohren wärmen.
  • Wie der Faschingssonntag so das Frühjahr, wie der Faschingsmontag so der Sommer, wie der Faschingsdienstag so der Herbst.
  • Hat der Valentin Regenwasser, wird der Frühling noch viel nasser.
  • Im Februar Schnee und Eis, macht den Sommer heiß.
  • Ist der Februar trocken und kalt, wirst im August vor Hitz zerspringen bald.
  • Friert es an St. Gertrud (17.3.), der Winter noch 40 Tage nicht ruht.
  • Friert’s an St. Gertrud, währt der Winter noch zwei Wochen. St. Gertrud sonnig, wird’s dem Gärtner wonnig. Sieht St. Gertrud Eis, wird das ganze Jahr nicht heiß.

Bauernregeln Frühjahr

  • Hasen die springen, Lerchen die singen werden sicher den Frühling bringen.
  • Ein feuchter März ist des Bauern Schmerz.
  • Fürchte nicht den Schnee im März, darunter wohnt ein warmes Herz.
  • Auf Märzenregen folgt kein Segen.
  • Mariä Verkündung hell und klar, ist ein Segen fürs ganze Jahr. (Verkündigung = 25.3.)
  • Gibt’s im März zu vielen Regen, bringt die Ernte wenig Segen.
  • Hat der April mehr Regen als Sonnenschein, so wird’s im Juni trocken sein.
  • Wenn der April Spektakel macht, gibt’s Heu und Korn in voller Pracht.
  • Grünen die Eichen vor dem Mai, zeigt’s, dass der Sommer fruchtbar sei.
  • Ein kalter Mai tötet das Ungeziefer und verspricht eine gute Ernte.
  • Im Mai ein warmer Regen bedeutet Früchtesegen.
  • Blüht im Mai die Eiche vor der Esche, gibt’s noch eine große Wäsche.

Bauernregeln Sommer

  • Langer Sommer, kurzer Herbst
  • Wenn die Ameisen im Juli ihre Haufen höher machen, so folgt ein strenger Winter.
  • Wer im Juli sich regen tut, sorget für den Winter gut.
  • Nassen Sommer kann auch der Herbst nicht trocknen.
  • Grünt die Eiche vor der Esche, hält der Sommer große Wäsche, doch grünt die Esche vor der Eiche, gibt`s im Sommer große Bleiche.
  • Wenn die Schwalben Ende Juli schon ziehen, sie vor baldiger Kälte fliehen.
  • Der August muss Hitze haben, sonst Obstbaumsegen wird begraben.
  • Fängt der August mit Hitze an, bleibt sehr lang die Schlittenbahn.
  • Im August, beim ersten Regen, pflegt die Hitze sich zu legen.
  • Fängt der August mit Donnern an, er’s bis zum End’ nicht lassen kann.
  • Bleiben die Schwalben lange, so sei vor dem Winter nicht bange.
  • Im September große Ameisenhügel – strafft der Winter schon die Zügel.
  • Was der Sommer nicht kocht, wird der Herbst nicht braten.

Bauernregeln Herbst

  • Hält der Oktober das Laub, wirbelt zu Weihnachten Staub.
  • Ist der Oktober warm und fein, kommt ein scharfer Winter hinterdrein.
  • Blühen im Herbst die Bäume auf`s neu, währet der Winter bis zum Mai
  • Fällt im Oktober das Laub sehr schnell, ist der Winter bald zur Stell’.
  • Konnte man den Herbst loben, wird der Winter stürmen und toben.
  • Im Oktober der Nebel viel, bringt der Winter Flockenspiel.
  • Sitzt im November noch das Laub, wird der Winter hart, das glaub.
  • Baumblüt` im November gar – noch nie ein gutes Zeichen war.
  • Will das Laub nicht gern von den Bäumen fallen, so wird ein kalter Winter erschallen.
  • Auf warmen Herbst folgt meist ein langer Winter

 

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