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Grippewelle 2018: Woran Sie eine Grippe erkennen und wie Ihnen geholfen werden kann

Laut aktuellem Bericht des Robert-Koch-Instituts ist die Zahl der Betroffenen sprunghaft angestiegen. Das Problem: Die Impfung wirkt nicht ausreichend gegen den aktuellen Erreger, schreibt RP Online. 43 Todesfälle wurden demnach in dieser Saison bislang dokumentiert. Vier Fünftel der Verstorbenen waren 60 Jahre alt oder älter.

In der Kalenderwoche 3 verzeichnete das Institut noch 4687 Influenza-Fälle. Jetzt, in Kalenderwoche 4, waren es bereits 9610 Fälle. Knapp 1300 der Betroffenen mussten im Krankenhaus behandelt werden.

“Die Grippewelle rollt über Deutschland”, sagt Susanne Glasmacher, Sprecherin des RKI, auf der RP-Online-Seite. “Allerdings ist es normal, dass die Kurve irgendwann steil nach oben geht. Die Fallzahlen also rasant zunehmen.” Die Grippewelle ist allerdings noch lange nicht zu Ende. Weitere sechs bis acht Wochen müssen wir mit steigenden Zahlen rechnen.

Besonders verbreitet sind in diesem Winter Influenza-Viren des Typs B der sogenannten Yamagata-Linie. “Eine Variante, die insgesamt selten vorkommt, und die leider im Dreifachimpfstoff dieses Jahr nicht enthalten ist. Eben weil sie sehr selten ist”, sagt Glasmacher. Allerdings sind allein in der 4. Kalenderwoche laut Bericht über 70 Prozent der Influenza-Erkrankungen durch diese Viren  verursacht worden. Die A-Viren, die vom Impfstoff in Dreifachform abgedeckt sind, machten rund 20 Prozent der Fälle aus.

Wer an einer Grippe erkrankt ist, ist ab den ersten Symptomen etwa eine Woche lang ansteckend. Die ersten Symptome zeigen sich bereits einen Tag nach der Infektion. Da die Symptome ähnlich wie eine leichte Erkältung verlaufen, bekommt man von einer Influenza-Infektion kaum etwas mit. Man schätzt, dass gerade mal 80 Prozent der Betroffenen nichts von ihrer Grippe-Erkrankung wissen. Bei den restlichen 20 Prozent verläuft die Grippe schwer. Die Symptome sind Schüttelfrost, hohes Fieber, Halsschmerzen, trockener Husten, tränende Augen, eine laufende Nase, Übelkeit, Kopf- und Gliederschmerzen – alles in allem ein starkes Krankheitsgefühl.

Die gute Nachricht ist: An einer reinen Grippe-Erkrankung kann man nicht sterben. Aber wenn das Immunsystem durch die Grippe stark geschwächt ist, haben andere Krankheitserreger leichtes Spiel. Die meisten Todesfälle gehen nicht auf die Influenza zurück, sondern auf eine bakterielle Infektion.

Gefährlich werden kann eine Grippe-Infektion vor allem dann, wenn sich ein neuartiger Virustyp bildet, der besonders aggressiv ist. Für gesunde Menschen ist das allerdings kein Problem. Außerdem kommt das auch selten vor.

Ältere Menschen sollten sich dennoch durchchecken lassen, um sicher zu gehen, dass sie keine Grippe haben. Denn vor allem sie gehören zur Risikogruppe der Influenza. Der Arzt macht im Zweifelsfall einen Abstrich in Nase oder Rachen – mit einem Schnelltest kann der Mediziner innerhalb von 15 Minuten feststellen, ob es sich um eine Grippe oder eine Erkältung handelt. Wenn das nicht genau genug ist, kann ein Bluttest Aufschluss geben.

Um der Grippe erst keine Angriffsfläche zu bieten, ist eine Impfung ratsam. Jährlich wird der Impfstoff angepasst. Allerdings machen Medienberichte die Runde, wonach der gängige Dreifach-Impfstoff in diesem Jahr nicht unbedingt gegen Grippe schützt. Das liegt daran, dass eine Grippe durch Viren ausgelöst wird, der im Impfstoff nicht enthalten ist. Fragen Sie im Zweifelsfall ihren Arzt.

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