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Hilfe von den Großeltern - was dürfen Eltern erwarten?

Hilfe von den Großeltern - was dürfen Eltern erwarten?

Die Großeltern heutzutage sind ganz anders als noch die Großeltern der letzten Generation. Sie sind zu großen Teilen jünger und teilweise noch selbst berufstätig. Eltern konnten früher noch selbstverständlich Hilfe von den Großeltern einfordern, während Mama und Papa arbeiten gingen. Heute ist es nicht mehr selbstverständlich, dass Großeltern rund um die Uhr verfügbar sind.

Die Großeltern von heute stehen mitten im Leben, bereisen die Welt, gehen ins Fitnessstudio und pflegen ein aktives soziales Leben. Auch von der Wirtschaft werden die sogenannten „Best Ager“ umworben, denn sie stellen eine kaufkräftige Zielgruppe dar, die gerne online shoppt. Eltern von heute erleben, dass ihre Eltern so ganz anders als ihre Großeltern damals sind. Während die eigenen Großeltern noch die Enkel betreut haben und immer verfügbar waren, haben die Großeltern heutzutage einen eng getakteten Zeitplan. Selbst wenn man sie krankheitsbedingt dringend bräuchte, kann es gut sein, dass sie gerade auf Reisen und daher einfach nicht verfügbar sind.

Sind Großeltern verpflichtet, die Eltern zu unterstützen?

Hört man, wie sich manche Eltern beschweren, könnte man meinen, es sei eine Pflicht der Großeltern, zu helfen. Dem ist aber nicht so. Ihre Pflicht haben sie bereits abgeleistet, indem sie sich um die Betreuung ihrer eigenen Kinder gekümmert haben. Nun sind diese aber erwachsen und die – oft noch sehr fitten – Großeltern genießen ihre Freiheiten. Das ist ihr gutes Recht, das ihnen junge Eltern nicht nehmen können.

Was man nicht vergessen darf, ist, dass die Großeltern von heute früher gar nicht die Betreuungsmöglichkeiten hatten, die Eltern heute haben. Weder gab es früher eine Ganztagsschule noch Ganztagskindergärten. Und in den Kindergarten gingen Kinder frühestens mit drei Jahren, davor wurden sie noch zuhause betreut. Kitas waren eher die Ausnahme als die Regel und im Osten weiter verbreitet als im Westen. Dafür gab es eine zuverlässige Oma, die strickte, Marmeladen einkochte und sich bedingungslos um die Betreuung ihrer Enkelkinder kümmerte.

Unterstützung auf freiwilliger Basis

Hilfe von den Großeltern ist kein Naturrecht, welches Eltern einfordern könnten. Gibt es Großeltern, die Zeit und Lust haben und sich gerne um die Enkelkinder kümmern, so ist das schön. Selbstverständlich ist es aber nicht. Die Unterstützung durch die Großeltern ist freiwillig und liegt absolut im Ermessen der Großeltern. Wenn diese nicht wollen oder nicht können, müssen sich die Eltern nach Alternativen umsehen. Schließlich tragen sie die komplette Verantwortung für ihre Kinder, nicht die Großeltern. Für die Großeltern bedeutet das: Wenn sie den Ansprüchen ihrer Kinder nicht genügen, brauchen sie sich deswegen nicht schlecht zu fühlen. Sie müssen nicht mehr geben, als sie geben möchten.

Auf der anderen Seite gibt es auch die Großeltern, die am liebsten rund um die Uhr Zeit mit ihren Enkelkindern verbringen möchten. Für diese gilt aber, dass sie mit den Eltern abstimmen müssen, was in Ordnung ist und was zu viel. Hilfe von den Großeltern sollte freiwillig angeboten und angenommen werden. Sobald es hier zu einem Missverhältnis kommt, belastet das die Beziehungen der Beteiligten, worunter am Ende des Tages besonders die Enkelkinder leiden. Es gilt daher für beide Seiten, besonnen und mit viel Fingerspitzengefühl an die Sache heranzugehen.

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