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10 Erziehungsfehler - die fast alle (Groß)Eltern irgendwann einmal machen

Erziehungsfehler macht wohl jeder

Erziehungsfehler werden oft unbewusst gemacht, dennoch können sie weitreichende Folgen auf die Entwicklung der Kinder haben. Viele Fehler lassen sie aber wieder korrigieren, sofern sie rechtzeitig bemerkt werden. Besser ist es allerdings, wenn Eltern und Großeltern diese Fehler nicht machen.

Autorität untergraben

Dieser Fehler passiert häufig Großeltern, die ihren Enkelkindern mehr Freiheiten gewähren, als die Eltern. Großeltern sind zwar nicht direkt mit der Erziehung befasst und dürfen Enkelkinder durchaus verwöhnen, wenn aber von Eltern etwas verboten wird, sollte dies nicht untergraben werden. Kinder merken dann sehr schnell, wo sie über die Stränge schlagen können und spielen dann gerne die Eltern gegen die Großeltern aus.

Unklare Aussagen

Wenn Sie Ihren Kindern Anweisungen geben, versuchen Sie so klar wie möglich zu formulieren. Kinder verstehen unterschwellige Aussagen meist nicht und auch keine rhetorischen Botschaften. Wenn Sie etwas von Kindern möchten oder sie bestimmte Aufgaben erledigen sollten, formulieren Sie dies höflich, aber direkt.

Gebrochene Versprechen

Manchmal machen Ereignisse einen Strich durch Pläne und Versprechen können nicht eingehalten werden. Wenn Sie Ihren Kindern eine Zusage machen, egal worum es sich handelt, versuchen Sie immer diese Versprechen einzuhalten. Kinder lernen dadurch, dass sie sich auf die Eltern und deren Zusagen verlassen können. Wägen Sie daher auch immer ab, ob Sie die Zusagen, vor allem wenn es sich um etwas Besonderes wie Ausflüge oder Geschenke handelt, auch wirklich erfüllen können.

Liebesentzug

Einer der wohl schlimmsten Erziehungsfehler ist der Liebesentzug als Bestrafung. Was Eltern oft nicht so meinen, wenn sie zu Kindern sagen, wenn sie etwas Bestimmtes nicht machen oder machen, dass sie sie nicht mehr lieb haben. Dieses Mittel ist die grausamste Form der Bestrafung, da Kinder sich dann alleine gelassen fühlen und das Vertrauen zu den Eltern nachhaltig beschädigt sein kann. Es kann vorkommen, dass sich Kinder bei ernsthaften Problemen nicht mehr an die Eltern wenden, weil sie Angst haben, nicht mehr von ihnen geliebt zu werden.

Kein Interesse zeigen

Ein großer Erziehungsfehler ist das Desinteresse am eigenen Kind. Dies wird oft dann noch verstärkt, wenn eine Leistung noch zusätzlich heruntergespielt wird. Manchmal reicht es schon aus, einen Moment Interesse zu zeigen, wodurch sich Kinder geschätzt fühlen. Vor allem, wenn Kinder wiederholt darum betteln, sich etwas anzusehen, sollte den Kindern Beachtung geschenkt werden.

Vorbildfunktion vernachlässigen

Ein häufiger Erziehungsfehler ist die eigene Vorbildfunktion zu vernachlässigen. Wenn die Regel lautet, dass es keine Süßigkeiten vor dem Essen gibt, dann sollten Sie sich ebenfalls an diese Regel halten. Dies ist nicht nur bei kleinen Kindern wichtig, sondern auch bei älteren Kindern ein häufiger Erziehungsfehler. Gibt es etwa Zeiten, wie beim Essen, wo das Handy tabu ist, dann gilt das auch für die Eltern.

Falsche Erwartungen

Eltern wollen immer das Beste für Ihre Kinder. Manchmal überfordern diese Erwartungen die Kinder, denn nicht jedes Kind ist hochbegabt, manchmal ist es einfach nur ein normales durchschnittliches, aber glückliches Kind, wenn es entsprechend der persönlichen Fähigkeiten gefördert wird.

Das Gegenteil, ein Kind zu unterfordern ist ebenfalls ein Erziehungsfehler. Kinder sollen und dürfen zwar auch in den Tag leben, jedoch ohne Förderung kann es passieren, dass sie sich langweilen, was zu Problemen im Verhalten führen kann.

Kumpelverhältnis

Eltern sollten sich bewusst sein, dass sie gegenüber ihren Kindern eine Verantwortung haben und nicht ihr bester Freund sein können. Vor allem wenn Kinder älter werden, vernachlässigen viele Eltern die von ihnen aufgestellten Regeln, um sich damit buchstäblich die Freundschaft der Kinder zu erkaufen. Eltern müssen sich bewusst sein, dass sie zwar nicht immer mit aller Härte durchgreifen müssen, aber auch nicht die besten Freunde ihrer Kinder sein können. Es muss ein gewisses Respektsverhältnis von den Kindern vorhanden sein, denn in einem Notfall kann es sogar lebenswichtig sein, dass die Ansagen der Eltern respektiert und umgesetzt werden.

Alles totreden

Hier sollten sich Eltern durchaus auch einmal an die eigene Nase fassen, es gibt manchmal Situationen, in denen man nicht mit anderen sprechen will. Das gilt auch für Kinder. Eltern sollten nicht den Erziehungsfehler machen, mit Druck immer über alles reden zu wollen. Eltern sollten ihren Kindern immer signalisieren, dass sie für Gespräche offen sind und Kinder zu ihnen kommen können, wenn sie dazu bereit sind. Drängen Sie allerdings ein Kind niemals zu einem Gespräch.

Unangemessene Bestrafungen

Ohne Konsequenzen für ein Fehlverhalten geht es nicht. Eltern machen aber oft den Erziehungsfehler unverhältnismäßige Strafen auszusprechen. Sind die Strafen nicht angemessen, neigen Kinder dazu ihre Eltern nicht mehr ernst zu nehmen.

Unser Tipp: Eigene Fehler korrigieren

Erziehungsfehler passieren bei Eltern und Großeltern immer wieder. Das ist nur menschlich. Allerdings sollten Fehler, sobald sie bemerkt werden, sofort korrigiert werden. Wichtig auch in der Erziehung ist, dass Sie Ihren Kindern erklären, dass Sie einen Fehler gemacht haben und auch versuchen, diesen in Zukunft zu vermeiden.

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