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AOK-Familienstudie: Über 50 Prozent der Eltern sind übergewichtig

Über die Hälfte der Eltern in Deutschland sind übergewichtig oder fettleibig. Das besagt das Ergebnis einer Umfrage der AOK, die kürzlich veröffentlicht wurde. Bei den Männern sind es demnach 72 Prozent und bei den Frauen 50 Prozent, die zu viel auf die Waage bringen. Die AOK befragte rund 5.000 Väter und Mütter im Rahmen der „AOK-Familienstudie 2018“ des IGES-Instituts.

Die Studie hat sich mit der Frage beschäftigt, welche Rolle körperliche Aktivität für Familien spielt. Das Ergebnis zeigt: eine nur nebensächliche. Das liegt zum einen an der zeitlichen Belastung, die nach wie vor für viele Eltern sehr hoch ist. Zum anderen in dem zu hohen Medienkonsum, wie auch an einer ausbaufähigen Infrastruktur (zum Beispiel das Fehlen von Radwegen). Laut Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sollen Kinder bis sechs Jahre maximal 30 Minuten täglich Medien nutzen. Bei den Sieben- bis Zehnjährigen sind es 60 Minuten. Die Umfrage zeigt, dass unter der Woche etwas 50 Prozent und am Wochenende sogar 80 Prozent der Kinder mehr Zeit vor dem Bildschirm verbringen als empfohlen.

Die Experten sehen einen Zusammenhang zwischen dem hohen Medienkonsum und Einschlafproblemen sowie schlechter Laune bei Kinder. Die Ergebnisse zeigen, dass Kinder, die sich vergleichsweise mehr bewegen und weniger vor Bildschirmen sitzen bessere Laune haben. Ob und inwiefern Bewegung und Medienkonsum einen direkten Zusammenhang mit der Laune von Kindern hat, kann die Umfrage jedoch nicht ausreichende belegen. Dennoch sind die Zahlen alarmierend. So zeigen diese auch, dass sich nur zehn Prozent der Kinder ausreichend bewegen, also dreimal die Woche 60 Minuten.

Eltern haben einen großen Einfluss auf ihre Kinder, wie auch auf die Ernährungsgewohnheiten. Der Geschmack eines Menschen wird bereits in den ersten Lebensjahren geprägt. Auch der Bewegungsmangel vieler Eltern trifft die Kinder. Dabei ist Sport besonders wichtig für Kinder, sagen Experten, weil sie durch Bewegung ein Gefühl für ihren Körper entwickeln. Umso wichtiger ist es, dass Großeltern als Vorbild für die Enkel vorangehen und mit ihnen zum Sportplatz oder Spielplatz gehen, wenn die Eltern nicht die Zeit dafür finden.

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