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Blähbauch: Ursachen und wie sie ihn los werden

Blähbauch: Ursachen und wie sie ihn los werden

Ein aufgeblähter Bauch gluckert und rumort und kann sehr unangenehm sein. Zudem geht er häufig mit Blähungen einher. Doch was passiert da eigentlich in Ihrem Magen, was sind die Ursachen und mit welchen Hausmitteln helfen gegen einen Blähbauch? Das alles verraten wir Ihnen in folgendem Artikel.

Was ist ein Blähbauch?

Meteorismus bezeichnet einen Blähbauch in medizinischer Fachsprache. Das Wort stammt vom griechischen Wort meteron und bedeutet soviel wie Lufterscheinung. Ein Blähbauch ist im Endeffekt nichts anderes als eine Ansammlung von zu viel Luft und Gasen im Verdauungstrakt, genauer gesagt im Dickdarm oder Magen. Beim atmen, sprechen oder essen gelangt stetig Luft in den Bauch, was völlig normal ist. Außerdem entstehen bei der Verdauung diverse natürliche Gase wie Wasserstoff, Stickstoff, Kohlendioxid und Methan. 150 Milliliter Gase befinden sich durchschnittlich im Darm. Der größte Teil hiervon wird über die Darmwand aufgenommen und gelangt so in den Blutkreislauf, bevor er über die Lunge wieder ausgeatmet wird. Der andere Teil entweicht beim Aufstoßen oder in Form von Darmwind. 1,5 Liter Darmluft entweicht täglich, bis zu 20 mal pupsen am Tag ist also vollkommen normal. Ein Blähbauch ist keine Krankheit, sondern ein Symptom und kann vielfältige Ursachen haben.

Was sind die Ursachen?

Lebensmittel:

Die häufigste Ursache sind blähende Lebensmittel. Bei vielen Menschen tritt der Blähbauch deswegen nach dem Essen auf. Dass manche Menschen häufiger unter einem aufgeblähten Gefühl leiden als andere liegt daran, dass jeder Körper über eine unterschiedliche Darmflora verfügt. Die Zusammensetzung von Darmbakterien ist immer individuell und so sind für Sie eventuell Lebensmittel schwerer zu verarbeiten als für andere Menschen. In den meisten Fällen hilft es, Mahlzeiten in der Reihenfolge von leicht bis schwer verdaulich aufzunehmen, also erst Obst, dann Salat, Reis, Käse und schließlich Fleisch. Stärkehaltige Nahrungsmittel sind grundsätzlich einfacher für den Körper zu verdauen als proteinreiches Essen. Wenn Sie oft unter einem aufgeblähten Bauch leiden, heißt das nicht, dass Sie auf Fleisch oder Milchprodukte gänzlich verzichten müssen. Zu so gut wie jedem schwer verdaulichen Lebensmittel gibt es eine Alternative:

Kalb, Rind, Geflügel und Wild sind beispielsweise viel bekömmlicher als Gans oder Ente. Bei Milchprodukten sollten Sie versuchen, auf fettarme Produkte umzusteigen und Sahne weg zu lassen. Außerdem ist Brot aus gemahlenem Vollkornmehl nicht nur leichter verdaulich als Hefegebäck, sondern auch um ein vielfaches gesünder. Sie sollten versuchen, auf allzu fettige und frittierte Lebensmittel zu verzichten. Schinken ist zum Beispiel ein super Belag-Ersatz für Salami und Mettwurst. Obst und Gemüse sind einfacher zu verdauen, aber auch hier gibt es Unterschiede. Gut zu verdauen sind: Bananen, Cranberries, Zucchini, Karotten, Tomaten, Blattsalat und Broccoli. Anstrengend für ihren Magen sind hingegen: Zitrusfrüchte, Trockenobst, Kohl, Pilze, Paprika, Knoblauch und Spargel.

Auch hier kommt es zu individuellen Abweichungen. Versuchen Sie doch einfach mal, ein Tagebuch zu führen und festzuhalten, welche Lebensmittel sie wie vertragen. Das kann sehr helfen, den eigenen Körper besser zu verstehen.

Krankheit:

Ein Blähbauch ist in den meisten Fällen komplett ungefährlich. Wenn Sie jedoch häufig darunter leiden, sollten Sie sich sicherheitshalber trotzdem einmal durchchecken lassen. Denn er kann, insbesondere mit dem Auftreten von weiteren Symptomen wie Durchfall, Übelkeit und Erbrechen ein Hinweis auf Krankheiten wie Darmpilz oder Reizdarm, beziehungsweise Reizmagen sein. Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn oder Colitis Ulcerosa können gefährlich für Ihre Gesundheit werden und müssen daher schnell entdeckt werden. Auch zu den Symptomen von Diabetes zählt ein Blähbauch. Machen Sie sich bitte trotzdem nicht verrückt, ein Blähbauch kann genauso gut die Folge von Bewegungsmangel, Stress, zu engen Hosen, der Einnahme von Antibiotika oder normalen Hormonschwankungen sein.

Was hilft gegen den Blähbauch?

Meistens hilft schon ein frisch aufgebrühter Kräutertee. Ingwer, Kurkuma, Pfefferminze und Salbei kurbeln die Verdauung an und wirken entkrampfend. Die ätherischen Öle der Pflanzen spalten die Fette und lösen so Gasbläschen. Auch Kümmel, Anis, Fenchel, Basilikum und Kamille sind beruhigend für den Magen. Alternativ können Sie die Kräuter natürlich auch zum Kochen verwenden.

Cranberries entgiften den Körper und befreien ihn von überschüssigem Wasser. Sie sind daher sehr unterstützend im Kampf gegen Ihren Blähbauch.

Eine Wärmflasche lindert Ihre Schmerzen in der Regel sehr schnell und hilft Ihnen dabei, Ihren Blähbauch los zu werden. Auch ein warmer Heublumensack hilft hervorragend; diesen bekommen Sie in der Apotheke oder Sie können ihn ganz einfach selber machen.

Bewegung ist nicht unbedingt das Erste woran man mit einem aufgeblähten Bauch denkt, aber leichte Übungen können tatsächlich helfen. Die Abwechslung zwischen An- und Entspannung entkrampft Ihren Magen. Sollten Sie sich nicht nach Bewegung fühlen, versuchen Sie es alternativ zunächst mit einer leichten Bauchmassage.

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