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Entwicklung des Enkelkindes: Videospiele sind besser als Handynutzung

Entwicklung des Enkelkindes: Videospiele sind besser als Handynutzung

„Du schaust immer nur in Dein Handy!“ So beginnen in fast allen Haushalten mit Kindern und Jugendlichen die Diskussionen zwischen den Generationen. Vor allem ab dem Grundschulalter und als Jugendliche sind die sozialen Medien über das Mobiltelefon und die Nutzung anderer Apps ein täglicher Begleiter und die Kinder verbringen viel Zeit mit tiktok & Co. Eine schwedische Studie bringt nun neue Erkenntnisse über die Entwicklung des Enkelkindes im Zusammenspiel mit Videospielen und den sozialen Medien.

Die Wissenschaftler des renommierten schwedischen Karolinska Institutet haben herausgefunden, dass sich Videospiele tatsächlich günstig auf die geistige Entwicklung von Kindern auswirken können. Der bloße Konsum sozialer Medien hingegen hat keine positiven Entwicklungseffekte oder wirkt gar negativ. Für die Studie wurden rund 5000 Kinder über zwei Jahre begleitet, die verschiedene Medien nutzten: Videospiele, Fernsehkonsum und Nutzung sozialer Medien. Nur die Videospieler kann sich positiv entwickeln, so das Ergebnis der schwedischen Forscher.

Für Dr. Andreas Reidl, Altersforscher und Gründer von grosseltern.de, ist dieses Ergebnis nicht überraschend: “Anspruchsvolle Videospiele können durchaus die Fantasie beflügeln und Erfolg hat man nur, wo man auch nachdenkt. Sicherlich gibt es auch Videospiele, bei denen vordergründig kein großer geistiger Einsatz erforderlich ist- reine sog. „Ballerspiele“. Aber auch hier ist immerhin Aktivität gefordert, schnelle Reaktion. Das alleine fehlt ja schon komplett beim reinen Fernseh- oder Social Media-Konsum. Selbst das schlechteste Videospiel ist also immer noch besser, als das stumpfe Aufs-Handy-Schauen. Am besten sind natürlich immer noch Aktivitäten in der Natur“.

Die Diskussionen in der Familie werden durch die Ergebnisse dieser Studie eher verschärft, als entkräftet. Großeltern etwa wünschen sich für ihre Enkelkinder generell weniger Medienkonsum, egal ob Fernsehen, Videospiele oder Handyzeit. „Ein Spiel mit anderen Kindern idealerweise auf dem Spielplatz oder im Garten, körperliche Aktivität ist immer besser, als jegliche Form von Bildschirmnutzung – das ist das, was wir immer wieder von Großeltern hören.“ so Andreas Reidl. „Auch darum bieten wir bei uns kreatives Spielzeug an – weg vom Handy“.

Tatsächlich unterscheiden sich die drei Generationen Großeltern-Eltern-Enkel maßgeblich durch das Mediennutzungsverhalten. Bei Großeltern spielten in deren jungen Jahren Medien nur eine untergeordnete Rolle, bei den Enkeln sind sie omnipräsent.

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