Mein Lotta Leben - Alles Bingo mit Flamingo! als DVD
Im September 2019 sind einige Enkelkinder der grosseltern.de Redaktion ins Kino gegangen. Auf dem Programm stand “Mein Lotta Leben – Alles Bingo mit Flamingo” als Kinofilm. Die... weiterlesen
Es lässt sich nicht abstreiten. All die technischen Hilfsmittel und modernen Kommunikationsmittel unserer Zeit haben Auswirkungen auf die Freizeitgestaltung von Kindern. War es vor zwanzig Jahren noch so, dass Kinder einfach losgingen und an Türen klopften, um zu fragen, ob die Freunde Zeit haben, wird heute wohl eher zum Handy gegriffen und eine Nachricht geschickt. Viele Kinder spielen nur noch selten draußen, Fernseher, Computer oder Spielkonsole sind heute oftmals die Alternative. Aber ist das wirklich so? Hat sich die Freizeitgestaltung von Kindern tatsächlich so massiv verändert oder ist sie sogar im Kern gleichgeblieben und wird nur von technischen Errungenschaften unterstützt? Wir sind der Sache auf den Grund gegangen.
Nicht ohne mein Smartphone
Dass Kinder und Jugendliche das Smartphone kaum noch aus der Hand legen, wissen viele Großeltern zu genüge. Nicht umsonst sprechen viele Experten schon von der Smartphonesucht, die allerdings auch Erwachsene trifft. Aber die Liebe zum technischen Helferlein ist nicht grundsätzlich einer Abhängigkeit zuzuschreiben, sie stellt für viele Kinder ja auch eine unglaubliche Hilfe dar:
Natürlich, die kann es geben. Insbesondere in zwei Fällen:
Viele Kinder kommunizieren während der Schule und ihrer Freizeit nur wenig. Die Kommunikation findet über das Smartphone statt, zumeist im Messenger. Hier wird sich mit Freunden ausgetauscht, doch wer manches Mal einen Blick in den Chat geworfen hat, der weiß, dass die Unterhaltung gerne aus Videolinks, Emoticons oder anderen Links besteht. Zudem laufen viele Kinder Gefahr, die gesprochene Sprache zu verdrängen und ihre persönliche Schriftsprache ins Gesprochene zu übertragen.
Sehr gut behütete Kinder haben durch das Smartphone praktisch keine Möglichkeit mehr, den normalen Abkapselungsprozess von den Eltern oder Großeltern zu erleben. Konnten Kinder früher einfach die Haustür hinter sich schließen und irgendwo mit Freunden im Wald oder Park verschwinden, haben Eltern und auch die Großeltern heute die absolute Kontrolle über das Kind. Nachrichten, ständige Anrufe oder gar GPS-Tracker verhindern, dass das Kind selbstständig im Rahmen seines Alters aufwächst.
Das Internet – die allwissende Quelle
Das Internet ist natürlich auch ein Meer an Informationen. Manche Erwachsene mögen nun sagen, dass Kinder einfach nur faul sind und überhaupt nicht mehr ohne Google zurechtkommen, das ist aber grundlegend falsch. Die heutigen Kinder sind an den technischen Fortschritt angepasst und haben ihn sich zu nutzen gemacht. Ob es um Freizeitplanung geht, um Fragen oder auch um Unterhaltung, das Internet ist für Kinder auch in der Freizeit unumgänglich:
Wissen ist Macht
Wer vor zwanzig Jahren mit Freunden ins Kino wollte, musste wahlweise donnerstags die Zeitung kaufen oder auf gut Glück zum Kino fahren, um zu sehen, wann was läuft. Heute? Ein Blick aufs Smartphone und das Kind hat sämtliche Informationen, die es benötigt. Die Freizeitgestaltung von Kindern lässt sich auf diesem Wege wesentlich einfacher planen und auch die Verabredung mit Freunden ist leichter – und schneller. Wenn bedacht wird, wie wenig tatsächliche Freizeit manche Kinder und Jugendliche heute haben, ist die internetbasierte Freizeitgestaltung natürlich grandios. Zudem gilt:
Wichtig ist dabei allerdings, dass die Kinder gelernt haben, richtige von falschen Informationen zu unterscheiden oder welche Seiten und Portale vertrauenswürdig sind. Ansonsten laufen die Vorteile des Internets als unendliche Informationsquelle auch schnell in die falsche Richtung.
Es lassen sich noch etliche Beispiele anbringen. Die meisten Kinder wissen ganz genau, wie sie das Internet bestens in ihre Freizeitbeschäftigung einbringen, und sichern sich nicht selten über ihr Smartphone ab. Dennoch hat die Vernetzung ihre Nachteile, wie der nächste Abschnitt zeigt.
Wir spielen allein zusammen
Klingt komisch? Es entspricht jedoch der Realität. Gehen Kinder nicht raus, kann es sein, dass sie dennoch zum Spielen verabredet sind. Nur verläuft ein Spielnachmittag längst nicht mehr so, wie wir Großeltern es aus unserer Kindheit, oder der unserer Kinder kennen. Man hockt sich nicht mehr mit mehreren Personen zusammen und kramt die etlichen tollen Gesellschaftsspiele aus dem Schrank oder sitzt zusammen auf der Couch, damit jeder auf den Nintendo schauen kann. Die Spielkonsole schränkt ebenfalls nicht mehr so ein, wie früher. Spielen Kinder heute zusammen, sind sie doch allein in ihrem Zimmer:
Doch auch die Nutzung sozialer Netzwerke oder von YouTube hat diesen Effekt. Kein Kind fühlt sich wahrlich einsam, doch ist jeder gleichfalls für sich. Komplett mit Nachteilen verbunden ist dieser Effekt natürlich nicht. Denn auch Kinder, die sich gesundheitlich gerade nicht mit anderen verabreden können, bleiben dem Freundeskreis erhalten. Und unternehmen die Freunde etwas gemeinsam, können sie das kranke Kind mit Fotos, Videos und Chatnachrichten am Spaß teilhaben lassen.
Neue Trends
Trotz des Fortschritts und der technischen Möglichkeiten hat sich nicht alles verändert. Denn die Kinder von heute verfolgen ebenso neue Trends, wie es die Kinder von vor zwanzig Jahren gemacht haben. Es mag sein, dass gerade Großeltern die Trends nicht immer verstehen, nur ist es ebenso gut möglich, dass kein Kind mehr nachvollziehen kann, warum wir früher Gummitwist so toll fanden. Es gibt in der Freizeit immer wieder Neuigkeiten, welche die Kinder vorziehen. Zu den Klassikern stehen momentan interessante Beschäftigungen hoch im Kurs:
Internet – der kleine Freund von Kindern
So grundlegend hat sich die Freizeit von Kindern früher und heute nicht verändert. Die Freizeitgestaltung von Kindern ist nur vielseitiger – was auch mit daran liegt, dass Kinder über das Internet wesentlich mehr erfahren. Das Internet hat quasi den Platz des unsichtbaren Freundes eingenommen, mit dem Unterschied, dass es online auch echte Antworten gibt.