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Gefahren beim Baden: Diese Baderegeln sollte jeder kennen

Am Wochenende sollen die Temperaturen in einigen Teilen Deutschlands auf über 30 Grad steigen – perfekt für einen Badeausflug mit den Enkeln! Beim Planschen am Pool, See oder Meer sollten jedoch unbedingt einige Sicherheitsregeln beachtet werden, denn das ist gar nicht mal so ungefährlich. Statistiken zeigen, dass Ertrinken, nach Verkehrsunfällen, die zweithäufigste Todesursache bei Kindern ist.

Kinder lieben alles, was mit Wasser zu tun hat! Sonne, Meer, Flüsse, Rutschen und Wasserspielzeuge bieten viel Spaß, aber auch einige Gefahren, die von Eltern und Großeltern häufig unterschätzt werden. Damit beim Ausflug ins Freibad, an den See oder ins Meer alle gesund bleiben, haben wie hier die 10 wichtigsten Baderegeln für Sie:

  1. Kinder nie aus den Augen lassen!
    Die wahrscheinlich wichtigste Regel: Kinder sollten immer in Sichtweite bleiben. Und das am besten jede Sekunde! Vor allem bei Kleinkindern stellen schon Pfützen eine Gefahr zum Ertrinken dar, wenn sie mit dem Gesicht hineinfallen und es aufgrund ihres Körperbaus nicht rechtzeitig schaffen wieder aufzustehen. Aber auch größere Kinder, die eigentlich schon schwimmen können, sollten immer unter Beobachtung bleiben. Sie können sich am Pool den Kopf aufschlagen, im Meer von einer Welle umgerissen werden oder beim Schwimmen einen Krampf bekommen.
  2. Vorher abkühlen
    Vor dem Sprung in den kalten Pool sollten Kinder sich auf jeden Fall zunächst kühl abduschen. Das ist nicht nur hygienisch, sondern auch wichtig, damit der Körper sich an die Temperatur gewöhnt und der Kreislauf nicht kollabiert.
  3. Vorsicht vor Sonnenbrand
    Sonnenbrandgefahr besteht auch im Schatten! Eigentlich weiß es jeder, trotzdem nochmal die Regel: Immer wieder eincremen! Am besten vor dem Badeausflug, nach jedem Schwimmen und auch im Schatten. Am Wasser wird die Sonneneinstrahlung reflektiert und ist noch stärker als anderswo. Babys und Kleinkinder unter zwei Jahren sollten übrigens überhaupt nicht direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt werden.
  1. Nicht Schubsen, Sperrzonen beachten und Vorsicht in natürlichen Gewässern
    Eine weitere Gefahr beim Baden ist es, dass Kinder fallen, sich stoßen oder auf zunächst nicht sichtbare Felsen springen. Deshalb sollte man den Kindern klar machen, dass Schubsen nicht erlaubt und springen nur in dafür freigegeben Bereichen sicher ist. Vor allem in offenen Gewässern stellt das Hineinspringen eine Gefahr dar, da man nie weiß, was eventuell unter der Oberfläche lauert.
  2. Gefahr: Aufblasbare Schwimmhilfen
    Aufblasbare Schwimmhilfen, wie Luftmatratzen, Schwimmflügel, Schwimmwesten und Schwimmreifen können im Pool verwendet werden, jedoch besser nicht im Meer. Sie bieten plötzlich einsetzenden Winden und Wellen ideale Angriffsfläche und können die Schwimmhilfe samt Kind weit aufs offene Meer hinausbefördern.
  3. Gefährliche Strömungen in Flüssen und Kanälen
    Immer mehr Leute neigen dazu, in Flüssen und Kanälen zu Baden. Das kann jedoch lebensgefährlich sein. Strömungen und Strudel sind oft unsichtbar und können Schwimmer plötzlich in die Tiefe ziehen, auch wenn das Wasser oberflächlich ruhig scheint. Weit mehr als 100 Menschen ertrinken jährlich in Flüssen oder Kanälen. Gerade Kinder sollte man, abgesehen von ausgewiesenen und beobachteten Schwimmzonen, nicht in Rhein, Elbe und anderen Flüssen baden lassen!
  4. Abschnitte ohne Badeaufsicht meiden
    Generell sollten Badeabschnitte ohne Aufsicht gemieden werden. Die meisten Badeunfälle passieren an unbewachten Stränden. Wenn man mit den Enkelkindern in den Urlaub fährt, sollte man sich am besten vorab erkundigen, wo es flache, kinderfreundliche Strände mit Badeaufsichten, Rettungsschwimmern und Lebensrettern gibt.
  5. Nicht mit vollem (oder leerem) Magen ins Wasser
    Die meisten Kinder kennen diese Baderegel wahrscheinlich aus dem Schwimmunterricht: Mit vollem Magen sollte man nicht sofort wieder ins Wasser. Die bekannte Müdigkeit und Trägheit nach dem Essen kann zu Überanstrengung und sogar Ohnmacht führen. Deshalb nach dem Essen am besten erst einmal eine halbe Stunde Pause einlegen. Aber auch das Schwimmen mit leerem Magen kann gefährlich sein, denn hungrig Sport zu treiben kann zu Unterzuckerung, Zittern, Übelkeit, Nervosität und Verwirrtheit führen.
  6. Unterkühlung vermeiden
    Die kleinen Wasserratten sind meistens so vertieft beim Spielen, dass sie gar nicht merken, dass sie frieren und eigentlich längst aus dem Becken sollten. Da sollten die Großeltern ein Auge drauf haben. Um Unterkühlung und eine darauf folgende Erkältung zu meiden, sollte man zudem immer Wechselklamotten und eine Wechselbadehose dabei haben.
  7. Bei Gewitter ist Baden lebensgefährlich
    Ziehen dunkle Wolken und Gewitter auf, sollte man so schnell wie möglich raus aus dem Wasser! Besonders in Deutschland folgen auf gutes Wetter häufig und schnell starke Gewitter. Schwimmen bei Regen scheint für viele spaßig zu klingen, schlägt ein Blitz ins Wasser ein, während man darin badet, bekommt der Körper jedoch starke Stromschläge ab. Wind und Sturmböen, die Gewitter oft begleiten, stellen eine weitere Gefahr dar. Daher: Nichts wie raus aus dem Wasser und am sichersten ist man im Auto!
  8. Baderegeln (spielerisch) lernen
    Auch Kinder sollten die wichtigsten Baderegeln kennen: Die Baderegeln der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft finden Sie hier.

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