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Gewittermythen: Was stimmt wirklich?

Unwetter bewegen sich zurzeit mal wieder über Deutschland hinweg. Erst gestern sorgten starke Gewitter für Chaos und in manchen Orten auch heute noch. Immer wieder können wir dem Naturphänomen Donner und Blitz zuschauen. Das kann manchmal faszinierend, manchmal angsteinflößend sein. Und manchmal kann es gar zu schweren Folgen führen, vor allem wenn das Gewitter mit starkem Regen kommt.

Über die Jahre hinweg wurden einige Mythen über das Gewitter erzählt und weitergegeben. Handys sollen beispielsweise Blitze anziehen. Und wer nicht vom Blitz getroffen werden möchte, solle sich flach auf den Boden legen. Wirklich? Was ist eigentlich dran an den Gewittermythen?

  1. Blitz und Donner lassen die Milch schlecht werden

Wer seine Milch im Kühlschrank stehen hat, der braucht sich über diesen Mythos keine Gedanken zu machen. Doch es ist etwas Wahres dran: Milch, die draußen steht, kann tatsächlich schneller sauer werden, wenn es gewittert. Grund dafür ist die schwüle Luft, die vor einem Gewitter entsteht. Dann vermehren sich die Milchsäurebakterien besonders schnell und die Milch kann sauer werden.

  1. Eichen sollst du weichen, Buchen sollst du suchen

Dieser alten Bauernregel sollte man keinen Glauben mehr schenken. Es macht keinen Unterschied, ob man unter einer Eiche oder Buche Schutz sucht. Der Blitz kann in jeden Baum mit gleicher Wahrscheinlichkeit einschlagen. Wer von einem Gewitter geradezu überrollt wird, sollte im Gegenteil besser Abstand von großen Bäumen halten. Denn wenn ein Blitz in einen Baum einschlägt, können die Splitter noch bis zu zehn Meter weit fliegen. Eine Erklärung für das Sprichwort ist vielleicht, dass früher Hecken als Buchen bezeichnet wurden und man sich besser neben einer Hecke, anstatt unter einem Baum verstecken sollte.

  1. Bei Gewitter sollte man alle elektronischen Geräte ausstecken

Die meisten Gebäude haben heute einen Überspannungsschutz. Dieser ist auch seit 2016 bei allen neuen Gebäuden Pflicht. Wer in einem älteren Haus ohne Überspannungsschutz wohnt, sollte sich den Rat, bei Gewitter den Stecker zu ziehen, durchaus zu Herzen nehmen. Das rät auch der Deutsche Feuerwehrverband. Der Fernseher oder der Computer könnte bei einem Gewitter Schaden nehmen. Sie können aber auch einfach eine Steckerleiste mit Überspannungsschutz kaufen.

  1. Blitze schlagen nie zweimal an der selben Stelle ein.

Die Wahrscheinlichkeit ist zwar sehr gering, aber es ist durchaus schon vorgekommen, dass Blitze zweimal an der selben Stelle eingeschlagen sind. Das Empire State Building in New York ist zum Beispiel bei Blitzen sehr beliebt. Etwa 23 Mal schlägt dort jedes Jahr ein Blitz ein.

  1. Blitze schlagen immer in den höchsten Punkt ein

Das stimmt nicht. Laut Experten entscheiden sich Blitze erst auf den letzten Metern, wo sie einschlagen. Daher kann man unmöglich vorhersehen oder abschätzen, wo der Blitz einschlagen wird. Genauso ist es ein Mythos, dass man sich bei einem Gewitter flach auf den Boden legen soll, um nicht vom Blitz getroffen zu werden. In diesem Fall ist der höchste Punkt nicht entscheidend.

  1. Man sollte bei Gewitter nicht mit dem Handy telefonieren

Dieser Mythos ist Quatsch! Nur weil man während einem Gewitter telefoniert, steigt nicht die Wahrscheinlichkeit vom Blitz getroffen zu werden. Überhaupt ist die Wahrscheinlichkeit vom Blitz getroffen zu werden sehr gering. Ob man ein metallisches Gerät am Ohr hält oder nicht, macht da keinen Unterschied.

 

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