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Herzinfarktrisiko ist an Weihnachten am höchsten

Herzinfarktrisiko an Weihnachten am höchsten

Weihnachten bedeutet für viele auch Stress. Jedoch sollte der 24. Dezember selbst für viele ein Tag der Erholung sein. Ein Tag an dem man die Füße hoch legt und Zeit mit der Familie verbringt. Doch was viele nicht wissen: Das Herzinfarktrisiko ist an Weihnachten am höchsten, als an anderen Tagen im Jahr. Das hat eine Studie von Forschern aus Schweden gezeigt.

Wie die Wissenschaftler berichten, ist die gefährlichste Zeit gegen 22 Uhr Abends. Also eigentlich zu einem Zeitpunkt, an dem die meisten entspannt wirken. Laut Studie ist das Risiko eines Herzinfarktes um die Uhrzeit sogar um 37 Prozent höher als sonst. An den anderen Feiertagen liegt das Risiko immer noch um 15 Prozent höher. Insgesamt wurde die Zeitpunkte von mehr als 280.000 Herzinfarkten analysiert, die in Schweden in den letzten 16 Jahren registriert wurden.

Besonders gefährdet sind Menschen, die älter als 75 sind oder bereits an belastenden Vorerkrankungen leiden. Auch trifft es Männer häufiger als Frauen. Daher sollten gerade diese Menschen besonders gut auf mögliche Anzeichen eines Herzinfarktes achten, denn viele denken an den Feiertagen nicht an solch eine Gefahr. Man sollte bei Brustschmerzen und einem anhaltenden Druck- und Engegefühl also nicht zu lange abwarten und besser gleich einen Notarzt rufen.

Der Herzinfarkt gehört zu den häufigsten Todesursachen in Deutschland. Immer noch sterben jährlich etwa 52.000 Menschen an einem Herzinfarkt. Und an Weihnachten ist die Zahl der Todesfälle größer als an anderen.

Sollten Sie einige dieser Symptome verspüren, zögern Sie nicht einen Notarzt zu rufen!
  • Starke, länger als 5 Minuten anhaltende Schmerzen im Brustkorb. Häufig treten Schmerzen auch im Oberbauch, hinter dem Brustbein, in den Armen, am Hals, im Nacken oder den Schulterblättern auf.  
  • Starkes Engegefühl, heftiger Druck oder Brennen im Brustkorb.
  • Blasse, fahle Gesichtsfarbe, kalter Schweiß auf Stirn und Oberlippe.
  • Atemnot, Unruhe.
  • Übelkeit, Erbrechen.
  • Schwindel, Schwächegefühl.
  • Nächtliches Erwachen mit Schmerzen im Brustkorb.
  • Bei Frauen mit Herzinfarkt können Schmerzen im Brustkorb fehlen. Übelkeit, Erbrechen, Schmerzen im Oberbauch oder Atemnot sind manchmal die einzigen Beschwerden.

Sollte jemand in Ihrer Familie an den Feiertagen einen Herzinfarkt haben, dann sollten Sie 112 anrufen und den Patienten mit erhöhtem Oberkörper lagern. Wenn der Patient enge Kleidung trägt, öffnen Sie diese und versuchen Sie Ruhe auszustrahlen, bis der Notarzt kommt.

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