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Ist ein Handyverbot an Schulen pädagogisch sinnvoll?

Das französische Parlament hat ein Handyverbot an Schulen in Frankreich beschlossen. Davon betroffen sind alle Vor- und Grundschulen, sowie weiterführende Schulen. Ausgeschlossen von dem neuen Gesetz sind Gymnasien, die das Handyverbot noch individuell regeln dürfen. Der Präsident Emmanuel Macron forderte das Handyverbot an Schulen bereits während des Wahlkampfes und löst damit nun sein Versprechen ein, mit Unterstützung der Liberalen und Abgeordneten seiner Partei Le République.

Zukünftig ist es allen Schülern im Alter von drei bis 15 Jahren verboten ein Smartphone innerhalb des Schulgeländes zu benutzen. Einzig Gymnasien können frei entscheiden, ob sie diese Pflicht ebenfalls einführen wollen oder nicht. Die Abgeordneten verfolgen mit dem Verbot die Idee, dass sich Schüler besser konzentrieren können, wenn sie nicht von ihrem Smartphone abgelenkt sind. Sie begründen die neue Regelung auch damit, dass keine Prügeleien und Mobbingattacken auf dem Schulhof gefilmt und im Netz verbreitet werden können.

Das Handyverbot in Schulen wird bereits seit vielen Jahren strittig diskutiert. Auch in Bayern gibt es bereits ein Handyverbot im Unterricht, allerdings nicht auf dem Schulhof. Und dort wird inzwischen eine Lockerung des Verbots verhandelt. In Frankreich geht es sogar so weit, dass auch auf Schulausflügen das Handy, Tablet und sogar die Smartwatch nicht mitgenommen werden dürfen.

Vor allem Eltern kritisieren dieses Verbot, denn sie finden es wichtig, dass ihr Kind sie telefonisch erreichen kann, wenn es zum Beispiel gemobbt wird oder sich die Nachmittagsplanung ändert.

Befürworter von Handys an Schulen betonen, dass es gerade auch die Aufgabe der Schule sei, Kindern den Umgang mit den neuen Techniken zu erklären und über die Gefahren aufzuklären. Der Digitalisierung sollte an pädagogischen Einrichtungen nicht der Rücken zugekehrt werden, sondern die digitalen Medien sinnvoll integriert werden.

Wie das Handyverbot ab Herbst an Schulen praktisch umgesetzt wird, ist allerdings noch fraglich. Ob der Lehrer oder die Lehrerin zukünftig durch die Reihen gehen wird, um alle Handys einzusammeln oder diese nur beim offensichtlichen Gebrauch konfisziert werden, wird sich dann zeigen.

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