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Kindheit früher: So „gefährlich“ war es damals wirklich

kindheit früher

Für heutige Verhältnisse kaum nachzuvollziehen, dass die Generation der Großeltern ihre Kindheit früher überhaupt überlebt haben. Würden wir uns nämlich mal anschauen, wie gefährlich es damals wirklich war – so manche Helikopter-Eltern würden die Hände überm Kopf zusammenschlagen. So etwas wie DIN und EU-Vorschriften gab es damals nämlich noch gar nicht. Erinnern Sie sich?

Autofahren ohne Kindersitz

Kindersitz? Anschnallen auf der Rückbank? Alles das gab es in der Kindheit der Großeltern gar nicht. Auch Airbags oder Isofix-Vorrichtungen mussten erst noch erfunden werden. Und hin und wieder durften wir auf Papas Schoß, um einfach mal das Auto zu lenken.

Keine Kindersicherung am Waschmittel

„Außerhalb der Reichweite von Kindern aufbewahren“ – diesen Spruch kennt die Großeltern-Generation aus ihrer Kindheit gar nicht. Erst jetzt, wo es in der Waschmittel-Werbung noch mal betont wird, wird es auch zur Warnung. Kindersicherungen für Steckdosen, Kantenschutz oder kindersichere Fläschchen für Medikamente – alles das gab es damals noch nicht. Heute allerdings schon.

Fahrradfahren ohne Helm

Nicht nur die Kinder fuhren ohne Helm – auch die Erwachsenen. Die Kinder waren mit Rädern, Rollern und Rollschuhen unterwegs und trugen weder Helm, noch Protektoren oder sonstige Sicherheitsteile. Allerdings muss man feststellen: Das Verkehrsaufkommen war damals auch noch ein anderes.

Trinken aus dem Gartenschlauch

Legionellen? Keime im Wasser? Die Großeltern-Generation von heute kennt all diese Gefahren aus ihrer Kindheit gar nicht. Wer Durst hatte, teilte sich zu fünft auch eine Flasche Limo. Und heute: Hat jedes Kind seine eigene mit Namen versehene Flasche, um Ansteckungen ja zu vermeiden.

Seifenkisten, die der TÜV nie gesehen hat

Heute muss alles vom TÜV zertifiziert werden, damit es auch ja sicher ist. In der Kindheit früher gab es das alles noch gar nicht. Egal, die Großeltern von heute bauten Seifenkisten, heizten damit über Straßen und … es war ok.

Klettern ohne gepolsterte Rutschen

Wenn Sie heute irgendwo eine Querstange sehen, würden Sie nicht hin und wieder doch mal versuchen wollen, sich kopfüber hängen zu lassen?! Früher konnten wir das stundenlang. Wir drehten uns und konnten die tollsten Kunststückchen. Klar war auch mal der Arm gebrochen oder ein Zahn ausgeschlagen. Aber wo gespielt wird, entsteht nun mal auch ein Risiko.

Kuscheltiere ohne Normen

Ist das Auge vom Teddy auch wirklich sicher angebracht? Oder kann sich ein Kind daran verschlucken? In der Kindheit früher stellte niemand solche Fragen. Da verlor der Teddy schon mal ein Auge. Na und – er hatte ja noch ein zweites.

Kinder ohne Aufsicht

Was haben die Kinder früher eigentlich für Strecke gemacht, als sie völlig unbeaufsichtigt mit den Rädern umhergefahren sind. Oder die Kinder haben den ganzen Tag draußen gespielt, im Sand gematscht oder im Wald Buden gebaut. Und heute? Selbst in modernen Reihenhaussiedlungen sieht man solche kleinen Abenteuerer sehr selten. Hauptsache ist aber, in jedem Garten steht ein Trampolin.

Streitereien ohne Mobbing

Klar hat man sich früher auch schon mal gestritten und ja, auch geprügelt. Aber dabei ging es nie um soziale Unterschiede oder um die Marke des Handys. Da konnten sich zwei in dem Moment nicht leiden – und danach war auch wieder gut. Und heute? Wird Streit und Ärger über soziale Netzwerke ausgetragen und gipfelt in Cyber-Mobbing.

Spielen ohne Elektronik

Sich stundenlang mit einem Karton oder mit Puppen beschäftigen – für die Großeltern-Generation von heute war das früher überhaupt das schönste! Alle haben noch Mühle und Dame spielen können. Oder Rommé. Welches Enkelkind hat heute denn noch die Geduld, sich diese Spiele erklären zu lassen? Und wenn, dann schauen sie sich Youtube-Videos darüber an, wie andere die Spielregeln erklären. Oder aber sie zocken stundenlang auf Konsolen. Gab es alles früher nicht – zum Glück!

Liebe Großeltern, die Kindheit früher war gefühlt natürlich wesentlich ungezwungener als heute. Allerdings sollten Sie beim Lesen festgestellt haben, dass ein Fünkchen Ironie enthalten ist. Außerdem haben sich die Zeiten geändert – was früher machbar war, ist heute schon aufgrund des Wandels der Gesellschaft schwierig. Oder wie würden Sie reagieren, wenn Ihnen abends um 19 Uhr eine Horde Kinder entgegen kommt. Früher hätte das niemanden gestört. Wie würden Sie heute reagieren?

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