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Läuse bei Kindern: So erkennen Sie Kopfläuse beim Enkel

Kopfläuse bei Kindern - Befall erkennen

Wer Läuse hat, ist dreckig. Ein Gerücht, das sich hartnäckig hält und definitiv nicht stimmt. Man kann sich die Parasiten nämlich überall da holen, wo viele Menschen nah beieinander sind. Kindergarten und Grundschule sind also die perfekten Orte für das Krabbelgetier, denn hier wird gekuschelt, gebalgt und hier werden die Köpfe zusammengesteckt. Ein leichtes Spiel für Läuse, denen es übrigens völlig egal ist, ob Haare täglich gewaschen werden oder nicht.

Sie lassen sich nicht ausspülen und ihre Eier, die Nissen, schon gar nicht. Denn die kleben die Kopfläuse gründlich fest. Hier hilft nur die Behandlung mit einem Mittel gegen Läuse.

Kopfläuse haben nichts mit mangelnder Hygiene zu tun

Zahlreiche Kinder sind von Läusen betroffen, Hochsaison sind Sommer und Herbst. Wo die Läuse herkommen, lässt sich nicht nachvollziehen. Aber Sie können ihnen den Weg abschneiden: durch offene Kommunikation. Denn verschämtes Schweigen ist das Beste, was den Läusen passieren kann. Spielkameraden und Eltern werden nicht gewarnt und die Kopfläuse können sich ungehindert ausbreiten. Sie können sich hochrechnen, was zusammenkommt, wenn ein Kopflaus-Weibchen bei einer Lebensdauer von einem Monat bis zu zehn Eier täglich legt und sich die Larven bereits nach wenigen Tagen wieder vermehren.

Genau hinsehen beim Verdacht auf Läuse

Beim Thema Läuse fängt es an zu jucken. Denn wir gehen unbewusst davon aus, dass der Juckreiz eines der deutlichsten Zeichen ist. Dabei betrifft er nur etwa ein Drittel der Betroffenen und zwar diejenigen, die auf den Speichel der Parasiten allergisch reagieren. Und selbst dann kann es bis zum ersten Jucken Wochen dauern.

Gut zu wissen:

Gut zu wissen: Die Pediculus humanus capitis, so der lateinische Name der Kopflaus, kann weder springen noch fliegen, sie überträgt keine gefährlichen Krankheiten und das humanus in ihrem Namen zeigt, dass sie nur beim Menschen auftritt.

Es macht wenig Sinn, bei Läuse-Alarm mit einem schnellen Blick den Kopf des Kindes nach krabbelnden Käfern zu scannen. Ausgewachsene Läuse sind gerade mal so groß wie ein Sesamkorn und tarnen sich perfekt. Ihre Larven sind winzig. Am einfachsten ist ein Kopflaus-Befall an den Nissen zu erkennen, also den Eiern der Tiere. Sie sehen auf den ersten Blick aus wie Schuppen, lassen sich aber weder wegpusten noch abziehen. Sind sie bereits weiß und nicht mehr hautfarben, dann ist der Nachwuchs geschlüpft.

Der Laus den Garaus machen

Kopfläuse können ohne Menschenblut nur wenige Tage überleben. Also ruhig bleiben, wenn Sie Nissen oder Läuse entdecken. Mit ein paar einfachen Regeln ist der Spuk schnell wieder vorbei. Der erste Schritt ist die Behandlung mit einem Läusemittel, das Sie rezeptfrei in der Apotheke bekommen. Der gängige Wirkstoff ist heute – im Gegensatz zu früher, wo man neurotoxisch wirkende Insektizide einsetzte – das physikalisch wirkende Dimeticon. Dieses Silikonöl sorgt dafür, dass die Blutsauger innerhalb weniger Minuten ersticken. Für das Kind selbst ist das ungiftig. Und auch nicht schmerzhaft, denn die Haare werden bei der Behandlung mit dem Läusemittel so weich, dass Sie sie gut mit dem Nissenkamm durchkämmen können. Die von den Kopfläusen bevorzugten Stellen sind hinter den Ohren, an den Schläfen und am hinteren Haaransatz. Hat es ein Kind erwischt, dann sollten alle Familienmitglieder gründlich untersucht und gegebenenfalls behandelt werden. Eine vorsorgliche Behandlung ist nicht notwendig.

Die Behandlung mit einem Läusemittel muss wiederholt werden

Es genügt, wenn Sie die getragene Kleidung des Kindes sowie die Bettwäsche bei 60 Grad waschen, denn das überleben die Läuse nicht. Kleidungsstücke, die nicht so heiß gewaschen werden können, zum Beispiel Mützen oder Kappen, können Sie für ein paar Tage in Plastiktüten packen und danach durchwaschen. Werden sie schneller wieder gebraucht, dann genügen ein paar Stunden in der Gefriertruhe. Diese Reise an den „Südpol“ ist auch eine gute Alternative für den Lieblingsteddy. Es ist zwar äußerst unwahrscheinlich, dass eine Laus irgendwo anders herummarschiert als auf einem Kopf, aber wer ganz sicher sein will, staubsaugt Sofa und Autositz zusätzlich gründlich ab.

Ganz wichtig:

Keine Frage, man möchte die Sache so schnell wie möglich wieder vergessen. Trotzdem ist es wichtig, nach etwa acht Tagen erneut mit einem Läusemittel zu behandeln, um den Lebenszyklus der Kopfläuse zu unterbrechen. In der Zwischenzeit macht es Sinn, längere Haare zusammenzubinden. Das erschwert es den Läusen, sich auszubreiten und schützt die Lauser vor einem erneuten Befall.

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