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Meningitis: Diese 6 Dinge müssen Sie über die Hirnhautentzündung wissen

Im Winter steigt die Gefahr für Meningitis. Das gefährliche: Die ersten Symptome der Hirnhautentzündung gleichen denen einer einfachen Grippe. Im Gegensatz zur Grippe kann die Meningitis jedoch innerhalb weniger Stunden tödlich verlaufen.

  1. Was ist Meningitis überhaupt?

Die Meningitis, oder Hirnhautentzündung, ist eine Entzündung der Hirn- oder Rückenmarkshäute (Meningen). Sie kann durch Viren oder Bakterien verursacht werden. Die bakterielle Hirnhautentzündung ist zwar deutlich seltener, dafür aber umso gefährlicher. In diesem Fall können Stunden über das Leben des Betroffenen entscheiden. Die häufigsten Erreger der bakteriellen Meningitis sind Meningokokken und Pneumokokken.

  1. Wie wird die Hirnhautentzündung übertragen?

Die bakterielle Meningitis wird durch Tröpfchen übertragen, das heißt zum Beispiel über Küssen oder Nutzen des gleichen Bestecks, aber auch schon über Niesen und Husten. Passieren muss dabei jedoch erstmal gar nichts. Jeder Zehnte trägt die Keime in sich, ohne dass sie irgendwelche Beschwerden verursachen.

  1. Was sind typische Symptome der Krankheit?

Die Symptome ähneln zunächst denen einer Grippe. Betroffene klagen oft über Fieber, Schüttelfrost, Kopf- und Gliederschmerzen. Weitere typische Anzeichen sind Müdigkeit, Übelkeit und die sogenannte Nackensteifigkeit; der Patient kann den Kopf gar nicht oder nur unter großen Schmerzen nach vorne beugen.

  1. Wie kann ich mich vor der Hirnhautentzündung schützen?

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt eine Schutzimpfung gegen die gefährlichen Meningokokken-Bakterien. Mit einer Impfung schützt man nicht nur sich selbst; die Impfung möglichst vieler Menschen schützt auch Ungeimpfte. Man verhindert so, unbemerkter Träger des Erregers zu sein und diesen an andere weiter zu geben.

  1. Wie wahrscheinlich ist es, dass ich mich anstecke?

Die Meningitis ist in Deutschland relativ selten, pro Jahr erkranken etwa 0,5 von 100.000 Personen an der Hirnhautentzündung. Besonders im Winter ist die Gefahr der Ansteckung jedoch nach Informationen des Berufsverbands der Kinder und Jugendärzte e.V. erhöht, da sich deutlich mehr Leute zusammen in geschlossenen Räumen aufhalten als im sonstigen Jahr.

  1. Bekommt man eine Hirnhautentzündung, weil man nicht gegen die Grippe geimpft wurde?

Nein. Dieser Irrglaube hält sich aber äußerst hartnäckig. Die Symptome sind zwar ähnlich, die Ursache aber verschieden. Gegen eine Hirnhautentzündung kann man sich nur bedingt impfen lassen – allerdings decken die Impfstoffe nicht alle Viren- und Bakterien-Stämme ab. Einen hundertprozentigen Schutz gibt es also nicht.

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