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Rhabarber: Tolle Rezepte mit dem sauren Knöterichgewächs

Es ist Rhabarber-Zeit! Im Frühsommer ab April kann das Knöterichgewächs geerntet werden. Aber die Zeit des Rhabarbers ist kurz. Schon Ende Juni ist die Saison vorbei. Wir erklären Ihnen in diesem Artikel, was Sie beachten müssen und verraten Ihnen unsere Lieblingsrezepte.

Rhabarber ist kein Obst, sondern tatsächlich Gemüse, obwohl es im Supermarkt beim Obst einsortiert wird. Wer Rhabarber im Garten hat, kann im April ernten. Aber nur bis Anfang Juni. Lecker sind die jungen Stiele, weil sie weicher und zarter sind. Erntereif ist er, wenn sich das Blatt am Ende der Stange ausgebreitet hat. Man schneidet ihn aber nicht an, sondern dreht ihn möglichst weit unten aus der Pflanze heraus.

Einen Rhabarber sollte man aber nicht komplett abernten, sondern immer etwa die Hälfte stehen lassen, damit er im kommenden Jahr wieder wachsen kann. Damit man möglichst lange ernten kann, muss man verhindern, dass die Pflanze blüht. Dafür den Blütenansatz bis in den Juni hinein immer herausdrehen.

Nach Juni sollte man keinen Rhabarber mehr ernten bzw. essen. Er sammelt dann nämlich Energie für das Wachstum im kommenden Jahr. Da damit aber der Oxalsäuregehalt in der Staude wächst, würde unser Körper mit Vergiftungserscheinungen reagieren. Außerdem sollte man ihn nie roh essen, sondern immer gekocht oder gebacken. Außerdem muss man ihn schälen. Dazu den unten Strunken entfernen, ebenso die Rispen der Blätter. Geschält wird also nur der gerade Stängel. Das macht man am besten mit einem Sparschäler. Danach die Stängel in kleine Stücken schneiden und mit wenig Zucker im eigenen Saft eine halbe Stunde – oder bis er weich ist – köcheln lassen.

Stichtag für Rhabarber

Ab dem 24. Juni sollte man die Finger von der Pflanze lassen – nicht ernten und auch nicht mehr essen.

Aber was macht man aus der leckeren säuerlichen Pflanze? Hier unsere liebsten Rezepte für Sie:

Rhabarber-Erdbeer-Marmelade

Rhabarber und Erdbeeren waschen, schälen und zerkleinern. Außerdem benötigt man Gelierzucker. Die Marmelade muss nach Packungsanweisung kochen. Danach die heiße Marmelade in saubere Gläser füllen, gut verschließen und abkühlen lassen.

Rhabarber-Auflauf

Eine süße Nachspeise gefällig?  Ein Auflauf kommt uns da sehr gelegen. Für 4 Personen benötigt man 500 g Rhabarber, 150 Gramm weiche Butter, 150 Gramm Mehl, 2 EL Mehl, 1 TL Backpulver, Salz, 200 g Puderzucker und 60 ml Milch.

Zuerst wird der Rhabarber geputzt, gewaschen und in etwa 3 cm lange Stücke geschnitten. Dann eine Auflaufform fetten und den Ofen bei 180 °C Umluft vorheizen. Jetzt werden das Mehl, Backpulver und 1 Prise Salz gemischt. Die weiche Butter, Puderzucker und Milch hinzugeben. Am besten allem mit einem Handrührgerät zu einem Teig verarbeiten. Nun Rhabarber und 2 EL Mehl mischen und unter den Teig heben. Nun kommt alles in die Auflaufform und wird 1 Stunde gebacken. Nach dem Backen schön kräftig mit Puderzucker bestäuben und genießen!

Einfaches Rhababerkompott

Für einfaches Rhabarberkomplott braucht man nicht viel: 750 Gramm Rhabarber, 50 – 75 Gramm Zucker, 1 – 2 EL Zitronensaft und 30 g Speisestärke.

Wenn man den Rhabarber gründlich geputzt hat, wird er in grobe Stücke geschnitten und in einen Topf gegeben. Dann 2 EL Zucker darüber streuen und das ganze 15 – 20 Minuten ziehen lassen. Dadurch bildet sich automatisch Saft. Nun 100 ml Wasser und Zitronensaft dazugeben und kurz aufkochen. Dann bei schwacher Hitze fünf Minuten dünsten lassen. Nun noch Stärke mit 6 EL Wasser verrühren und damit das Kompott eindicken. Weitere 50 Gramm Zucker einrühren. Wenn es doch noch zu sauer ist, einfach löffelweise Zucker hinzugeben.

Zum Rhabarberkompott kann man milde Vanillesoße reichen.

Rhabarberlikör selber machen

Für leckeren Rhabarberlikör benötigt man 1,5 Kilo Rhabarber, 2 Vanilleschoten, 350 Gramm Zucker und 750 Milliliter Wodka.

Und so wirds gemacht: Rhabarber waschen und die Stangen in Stücke schneiden. Das untere breite Ende und die Blätter werden vorher entfernt. Dann die Vanilleschoten auskratzen und das Mark, die Schote, den Zucker und den Rhabarber in einem großen Topf vermischen. Dann 30 Minuten stehen lassen. Nun 2 Liter Wasser hinzugeben, alles aufkochen und weitere 30 Minuten bei kleiner Flamme kochen lassen. Dann alles durch ein Sieb geben und die Flüssigkeit in einer Schüssel auffangen. Nun den Rhabarbersaft mit Wodka aufgießen und alles durch einen Kaffeefilter geben. Nun den Likör in Flaschen füllen, gut verschließen und dann genießen.

Rhabarber Smoothie – der Frischekick zum Trinken

Dafür braucht man 2 Stangen Rhabarber (vorgekocht), einen Granatapfel, 3 Pfirsiche und einen Spritzer Zitronen. Alles vor der Verarbeitung schälen, teilen und auseinandernehmen. Dann alle Zutaten in den Standmixer geben oder mit einem Pürierstab zerkleinern. Nun noch Eiswürfel hinzugeben und genießen.

Lecker ist das säuerliche Gewächs aber auch als Kuchen verarbeitet. Beliebt ist der Crumble – ein Streuselkuchen ohne Boden. Dieser wird mit Vanilleeis serviert. Es gibt aber noch viele andere Rezepte. Haben Sie eins auf Lager? Dann schicken Sie es uns gern an info@grosseltern.de oder als Nachricht über unsere Facebook-Seite. Ihr Einverständnis vorausgesetzt, würden wir die Rezepte dann auch gern veröffentlichen.

Photo by Annie Spratt on Unsplash

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