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Studie: Wie sich die Generation 65plus für ihre Enkel engagiert

Ältere Menschen empfangen bei Weitem nicht nur unterstützende Leistungen innerhalb der Familie, sondern engagieren sich in hohem Maße für ihre Kinder und Enkelkinder – zeitlich wie finanziell.

Deutschlands Generationen helfen sich gegenseitig – für viele vielleicht nicht überraschend. Das belegt aber auch eine repräsentative Studie. Dafür wurden mehr als 4.000 ausgewählte Personen der Altersgruppe 65 bis 85 Jahre persönlich-mündlich (face-to-face) befragt. Ein Resümee lautet: Ältere Menschen empfangen bei Weitem nicht nur unterstützende Leistungen innerhalb der Familie, sondern engagieren sich in hohem Maße für ihre Kinder und Enkelkinder – zeitlich wie finanziell.

Im Detail heisst es in der Studie, die im Auftrag des Generali Zukunftsfonds vom Institut für Demoskopie Allensbach durchgeführt wurde: Ältere Menschen betreuen die Enkelkinder, helfen aus in Garten und Haushalt und leisten – auch finanziell – regelmäßig Beistand. Viele Familien wären ohne das tatkräftige Engagement der Großeltern ziemlich in Bedrängnis: Für durchschnittlich rund 15 Stunden im Monat ist die Generation65plus für die Familie im Einsatz; Eltern, die ihre erwachsenen Kinder regelmäßig finanziell unterstützen, schießen im Durchschnitt 157 Euro monatlich zu.

Fahrrad fahren mit Opa

Sehr regelmäßig werden die (Ur)Enkel betreut: Fast jeder Zweite der 65- bis 85-jährigen Deutschen ist zur Stelle (47 Prozent), 36 Prozent springen im Krankheitsfall ein und ein Viertel erledigt Reparaturen an Haus oder Wohnung. Der geleistete zeitliche Umfang ist dabei enorm: 38 Prozent der 65- bis 85-Jährigen unterstützen ihre Kinder mit bis zu 19 Stunden im Monat, 17 Prozent mit 20 bis 39 Stunden, 12 Prozent sogar mit 40 Stunden und mehr im Monat. Wir von grosseltern.de glauben, dass die Zahlen noch beeindruckender ausgefallen wären, hätte man zudem die jüngeren Großeltern dazu genommen…

Aber auch so spricht die Studie eine eindeutige Sprache: Bei Geldsorgen, um den finanziellen Aspekt aufzugreifen, stehen die 65- bis 85-Jährigen ihren Kindern ebenso zur Seite. 37 Prozent geben an, bei finanziellen Schwierigkeiten auszuhelfen, knapp ein Drittel bietet Unterstützung bei größeren Anschaffungen (30 Prozent) und 26 Prozent besitzen Geldanlagen für Kinder bzw. Enkel.

Wichtig auch: Die Transferleistung zwischen den Generationen funktioniert nicht als Einbahnstraße! Nahezu drei von vier Älteren können in schwierigen Situationen auf Familienbeistand bauen (77 Prozent). Insbesondere bei praktischen Alltagsaufgaben sind erwachsene Kinder ihren Eltern eine große Hilfe: 41 Prozent übernehmen beispielsweise kleinere Reparaturen in Haus und Garten.

Mehr zu dieser Studie

Wenn Sie das Thema detaillierter interessiert, können Sie auf dieser Website mehr erfahren, auch wie man die Studie, die auch im Buchhandel erhältlich ist, bestellt.

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