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Weltfrauentag: 8 Dinge, die wir für unsere Enkelinnen erkämpft haben!

Seit über 100 Jahren feiern wir am 8. März den Weltfrauentag. Warum der Kampf für die Gleichberechtigung von Frau und Mann so wichtig ist, werden viele junge Leute vielleicht nicht mehr verstehen können – Frauen und Männer haben doch die gleichen Rechte, vor allem in Deutschland. Dass das nicht immer so wa(h)r, wissen wir Großmütter am Besten. Und auch das immer noch viel zu tun ist!

Wählen gehen, Auto fahren, arbeiten – für die moderne Frau von heute selbstverständlich. Doch nicht immer hatten Frauen die gleichen Rechte wie Männer. Um unseren Enkelinnen und Enkeln klar zu machen, wie wichtig die Frauenbewegung ist, sollten wir ihnen davon erzählen, was wir alles in den letzten Jahren erreicht haben.

  1. Das Frauenwahlrecht: Genau vor 100 Jahren erhielten Frauen in Deutschland das Recht zu wählen, das Wahlrecht für Frauen trat im November 1918 in Kraft. Doch das Frauenwahlrecht fiel nicht einfach vom Himmel, es musste lange eingefordert und erkämpft werden. Bis heute gibt es viele Länder, in denen Frauen dieses Recht noch nicht haben.
  2. Endlich Auto fahren: Frauen in Deutschland dürfen erst seit 1958 Auto fahren und ein eigenes Konto eröffnen, ohne vorher die Erlaubnis ihres Mannes einholen zu müssen. Davor hatte der Mann das Letztentscheidungsrecht.
  3. Wir dürfen arbeiten: Bis 1977 gab es eine gesetzlich vorgeschriebene Aufgabenteilung in der Ehe, vorher durfte eine Frau nur arbeiten, wenn es mit ihren „Pflichten in Ehe und Familie“ vereinbar ist. Man vergisst es schnell, aber es ist noch gar nicht so lange her, da waren die Hauptaufgaben der Frau kochen, putzen, Kinder kriegen und den Mann verwöhnen.
  4. Gleicher Lohn für gleiche Arbeit? Das Gesetz zur Gleichbehandlung am Arbeitsplatz haben wir uns erst 1980 erkämpfen können, seitdem bekommen Frauen und Männer in gleichen Positionen (theoretisch) auch das gleiche Gehalt. In der Praxis sieht das jedoch leider auch heutzutage noch anders aus.
  5. Wir dürfen arbeiten wann wir wollen! Noch bis 1992 war es Frauen verboten, nachts zu arbeiten. Vorher galt das Nachtarbeitsverbot, welches Frauen verbot zwischen 20 und 6 Uhr zu arbeiten, zu ihrem eigenen Schutz natürlich…
  6. Frauen kämpfen sich in Männerberufe: 1994 wurde festgelegt, dass Stellenausschreibungen sich an beide Geschlechter richten müssen und nicht nur an Männer.
  7. Schutz vor sexueller Belästigung am Arbeitsplatz: Mit der Verabschiedung des Beschäftigtenschutzgesetzes wird 1994 endlich sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz bestraft. Spätestens seit der #metoo-Diskussion in den Medien ist jedoch klar, dass sexuelle Belästigung und Machtmissbrauch von Vorgesetzten immer noch ein großes Thema ist.
  8. Unser Körper gehört uns! Eigentlich unvorstellbar, aber erst 1997 wurde Vergewaltigung in der Ehe unter Strafe gestellt.

Auch wenn in Sachen Gleichberechtigung und Frauenrecht schon eine Menge geschafft wurde – gänzlich gleich ist bisher noch längst nicht alles. Hoffen wir, dass unsere Enkelinnen weiter dafür kämpfen!

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