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Wieviel kostet ein Kind: So viel Geld geben Eltern für ihre Kinder aus

Wie viel kostet ein Kind

Für die Kleinsten nur das Beste. Das scheint das Motto für viele Eltern heutzutage zu sein. Einer neuen Studie zufolge geben Eltern immer mehr Geld für ihre Kinder aus, kaufen Hochpreisiges und Markenprodukte. 2017 haben Eltern rund 2,5 Milliarden Euro ausgegeben, allein für die Ausstattung von Babys und Kleinkindern bis drei Jahre. Das bedeutet pro Kind 1100 Euro für Kinderwagen, Autositz oder Spielzeug pro Jahr. Doch woran liegt das? Und brauchen Kleinkinder wirklich einen Luxuskinderwagen für mehrere Tausend Euro? Wie viel kostet ein Kind?

Neue Zahlen zeigen, dass Eltern für ihre Kinder immer tiefer in die Tasche greifen. Allein für die Ausstattung von Babys und Kleinkindern haben Eltern 2017 gut 2,5 Milliarden Euro ausgegeben – das sind immerhin zwei Prozent mehr als im Vorjahr. Wenn man die Ausgaben für Kinder bis 14 Jahre einbezieht, kommt man sogar auf einen Marktwert von 7,3 Milliarden Euro.

Die höheren Ausgaben haben verschiedene Gründe. Zum einen legen Eltern viel Wert auf Sicherheit, vor allem beim Kauf von Kindersitz und Kinderwagen. Zum anderen werden Kinder plus Ausrüstung immer mehr zu Ausdrucksform und Projekt der Eltern. Der Kinderwagen ist für viele ein Statussymbol. Teure Kleidung und Co. sollen nach außen zeigen, wie gut man sich um sein Kind sorgt.

Da häufig beide Elternteile arbeiten, ist mehr Geld für die Kleinen da. Aber die Schwäche für Markenware und andere teure Produkte sei nicht nur auf die beschränkt, die es sich leisten können. Marktforscherin Birgit Langebartels erklärt gegenüber der Bild: „Mittelschicht-Kinder haben heute eine paradiesische materielle Grundausstattung.“ In einer Welt mit unendlich vielen Möglichkeiten fühlen sich viele Eltern unter Druck gesetzt, sie wollen in ihrer Peer-Group nicht als arm oder nicht fürsorglich dastehen.

Der Trend, immer mehr Geld für Kinder auszugeben, zeige sich schon seit einigen Jahren. Eltern wollen maximale Förderung und optimale Chancen für ihre Kinder. Und so sollte es auch sein. Ob dafür eine 6000 Euro teure Kinderkutsche oder ein Marken-Prinzessinnen-Bett wirklich nötig sind, bleibt jedoch fraglich.

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