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Bore-Out im Alter: Langeweile im Alltag kann zu Depressionen führen

Wenn das Haus noch voller Leben ist, dann geht es uns gut. Aber wehe, es wird ruhiger, die Kinder ziehen aus und man sieht die Enkel selten – wer da keine einnehmenden Hobbys, soziale Verpflichtungen oder andere Aufgaben hat, der verfällt schnell ins so genannte Bore-Out. Ähnlich wie beim Burn-Out sind Betroffene mit diesem Krankheitsbild zu nichts mehr in der Lage: Langeweile hat dazu geführt, dass sich eine Depression eingestellt hat. Wir erklären, wie man da wieder rauskommt.

Burn-out ist hinlänglich bekannt und mittlerweile in der Gesellschaft anerkannt. Viele haben Stress, wenn der sich summiert, bricht man eines Tages zusammen. Dass man aber auch zusammenbrechen kann, wenn man sich langweilt – für manche vollkommen unvorstellbar. Gerade Senioren, die das gefühlt haben, nicht mehr gebraucht zu werden, sind vom Bore-Out betroffen. Leider führen die Symptome des Bore-Outs zu Falsch-Diagnosen. So wird häufig Demenz diagnostiziert. Das liegt vermutlich daran, dass Antriebslosigkeit und Schlaflosigkeit – Anzeichen für Bore-Out – als eine Demenz-Erkrankung wahrgenommen werden. Im schlimmsten Fall kann Bore-Out – genau wie Burn-Out – auch zu Depressionen führen.

Betroffen vom Bore-Out sind Frauen über 80 Jahre. Vor allem, wenn sie ihr Leben einem pflegebedürftigen Partner gewidmet haben und dieser dann verstirbt, fehlt ihnen die Struktur, die Aufgabe im Alltag. Aber auch Personen, die kurz vor der Rente stehen, können an Bore-Out leiden. Die Aussicht, im Ruhestand nicht mehr gebraucht zu werden, lässt viele schon vorm Renteneintritt krank werden.

Wie kommt man nun aus diesem Dilemma? Aktiv Hobbys suchen ist schon mal der erste Weg, um aus dem Bore-Out heraus zu kommen. Wem langweilig ist, der braucht eine Aufgabe. Die können ehrenamtlich sein. Oder man schließt sich einer Gruppe Gleichgesinnter an. Was auch immer man tut – Spaß sollte man dabei haben. Wer nicht aus der Abwärts-Spirale mit eigener Kraft kommt, der sollte sich dringend Hilfe holen, denn eine Depressionen sollte immer behandelt werden.

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