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Über die besondere Freude, mal wieder einen Brief mit der Hand zu schreiben

Über die besondere Freude, mal wieder einen Brief mit der Hand zu schreiben

Wann haben Sie zuletzt Ihren Enkeln oder Ihren Freunden einen Brief oder eine Karte mit der Hand geschrieben? Oder können Sie sich noch an den letzten handschriftlichen Brief erinnern, den Sie bekommen haben? In Zeiten von WhatsApp und E-Mail ist Beides wahrscheinlich schon länger her oder zumindest seltener geworden. Dabei ist die handschriftliche Botschaft etwas ganz Besonderes, was es zu pflegen und zu wiederbeleben gilt, findet Gaby Trombello-Wirkus, Graphikerin und Autorin aus Düsseldorf.

grosseltern.de hat sie in ihrer Schreib-Werkstatt SCHRIFTSCHATZ im Düsseldorfer Stadtteil Flingern besucht, um mit ihr über ihr neues Buch und ihre persönliche Leidenschaft für handgeschriebene Zeilen zu sprechen.

grosseltern.de:
Liebe Frau Trombello-Wirkus, Sie haben kürzlich gemeinsam mit Titus Müller das Buch „Die fast vergessene Kunst des Briefeschreibens“ veröffentlicht. Wie sind Sie gerade auf dieses Thema gekommen?

Gaby Trombello-Wirkus:
Ein handgeschriebener Brief sendet eine ganz besondere Botschaft: Ich habe an Dich gedacht. Ich habe mir Zeit genommen, um ganz in Ruhe einige Gedanke zu Papier zu bringen. Nur für Dich. Und genau das kommt bei unserer schnelllebigen Kommunikation über WhatsApp, Facebook & Co. Zu kurz. Einer SMS oder einem Post fehlen der persönliche “Fingerabdruck”. Mit unserem Buch wollen Titus Müller und ich die Lust auf das Briefeschreiben wieder neu entfachen. Wir möchten zeigen, wie viel mehr ein Brief bedeuten kann. Wer sich von Titus Müllers liebevoll und spannend geschriebenen Geschichten rund um die Briefwechsel berühmter Persönlichkeiten berühren lässt, spürt, was ich meine: Natürlich kannte ich die problematische Geschichte der Beziehung von Clara Wieck und Robert Schumann. Ihr Vater war gegen die Verbindung und tat alles, um die beiden voneinander fern zu halten. Aber so wirklich verstanden habe ich die Dramatik erst, als ich den leidenschaftlichen Briefwechsel zwischen den beiden Verliebten gelesen habe. Auch andere Persönlichkeiten, wie Franz Kafka, Rosa Luxemburg, Ludwig van Beethoven, kommen uns über ihre Briefwechsel plötzlich ganz nahe. Und das wollen wir heute doch auch: Nähe. Persönliche Bindungen. Das schafft keine WhatsApp.

grosseltern.de:
Haben Sie einen Tipp für unsere Leserinnen und Leser, wie man selber wieder mit dem Briefeschreiben beginnen könnte?

Gaby Trombello-Wirkus:
Vielleicht haben Sie auch noch alte Briefe? Schauen Sie sie einmal wieder an. Holen Sie sich Inspiration. Die Freude des Briefschreibens beginnt ja bereits bei der bewussten Auswahl der Materialien. Holen Sie Ihren alten Füllfederhalter wieder aus dem Sekretär. Welche Geschichte hat Ihr Füller oder Lieblingsstift? Besorgen Sie sich in einem Fachgeschäft schönes Papier und Tinte. Schnuppern Sie an der Tinte. Wussten Sie, dass es Dufttinten gibt? Bei mir im Schriftschatz verbringen viele Kund*innen Stunden, um das richtige Papier und das richtige Schreibwerkzeug auszuwählen. Herrlich! Vielleicht möchten Sie Ihre Post besonders gestalten. Erinnern Sie sich, wie kreativ früher in alten Büchern und Schriftstücken mit Anfangsbuchstaben oder Kapitelanfängen umgegangen wurde? Auch heute gibt es spannende, moderne und kreative Techniken, Schrift besonders schön zu gestalten. Denken Sie an einen lieben Menschen und was Sie ihm gerne erzählen möchten.

Und dann stellen Sie sich die Vorfreude des Empfängers vor, wenn er Ihren Brief oder eine schöne Karte aus seinem Briefkasten fischt. Jetzt müssen Sie einfach nur noch loslegen und Ihren Brief schreiben.

grosseltern.de:
Sie geben in Ihrer Düsseldorfer Schreib-Werkstatt SCHRIFTSCHATZ Kurse zur kreativer Schriftgestaltung. Was genau kann man bei Ihnen lernen und muss man dazu nicht über ein gewisses Talent verfügen?

Gaby Trombello-Wirkus:
Das Schöne an der Gestaltung von Schrift ist, dass wir alle bereits über eine eigene Handschrift verfügen. Wir arbeiten also nicht „ins Blaue” hinein, sondern bauen auf unserer eigenen Schrift und unseren motorischen Fähigkeiten auf. Ganz egal, wie gut oder schlecht wir unsere eigene Schrift bewerten, in meinen Kursen betone ich immer wieder, dass es nicht um perfekte Ergebnisse, sondern vielmehr um das Tun geht. Die Freude darüber, sich für einige Stunde ganz auf sich selbst zu konzentrieren und etwas Neues zu lernen. Sie wären überrascht zu sehen, was für Fortschritte man in vier Stunden machen kann. Viele entdecken im Gestalten von Schrift ein neues Hobby und zwar komplett unabhängig vom Alter. Die SCHRIFTSCHATZ Kurse werden oft verschenkt. Eine tolle Idee auch für ein gemeinsames Erlebnis von Oma oder Opa mit ihren Enkeln. Alle fangen auf dem gleichen Level an und entwickeln dann ihr ganz persönliches kleines Kunstwerk.

grosseltern.de:
Spüren Sie, dass “Corona” auch Ihr Thema beeinflusst?

Gaby Trombello-Wirkus:
Auf jeden Fall. Die Ereignisse haben uns ja alle betroffen und unsere Routinen verändert. Manches war schmerzhaft, Manches ungewohnt und Anderes auch ganz schön.
So haben viele – gezwungenermaßen – wieder mehr Zeit gehabt zu lesen. Oder auch zu schreiben.
Selbstverständlich sind im Alltag die WhatsApp oder der Videochat ganz tolle Möglichkeiten auch in Coronazeiten miteinander zu kommunizieren. Aber setzen Sie sich doch einmal hin und schreiben Ihren Kindern oder Enkeln einen persönlichen Brief. Und wer weiß, vielleicht kommt ja auch ein Brief oder eine Karte zurück, und es entwickelt sich eine Brieffreundschaft im schönsten Sinne. Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie stolz meine Kinder waren, als sie ihre ersten Postkarten an Oma und Opa aus dem Urlaub selber schreiben konnten. Und die Großeltern haben jede einzelne Karte aufgehoben – eine Erinnerung, die weder per Mausklick noch per Finger-Touch gelöscht werden kann.

grosseltern.de:
Liebe Frau Trombello-Wirkus, wir bedanken uns für das Gespräch – und werden jetzt direkt einmal wieder selber zu Feder und Papier greifen!

Lust aufs Brief schreiben bekommen? Dann schauen Sie doch mal rein beim SCHRIFTSCHATZ. Entweder live in der Hermannstraße 48a in Düsseldorf oder unter www.schriftschatz.de.  Lassen Sie sich inspirieren oder in einem der vielen spannenden Workshops von Gaby Trombello-Wirkus persönlich in die Kunst des Schönschreibens einweihen.

Machen Sie mit und gewinnen Sie!

grosseltern.de verlost ein Exemplar des im adeo Verlag erschienenen Buches „Die fast vergessene Kunst des Briefeschreibens” von Titus Müller und Gaby Trombello-Wirkus sowie einen SCHRIFTSCHATZ Gutschein im Wert von € 25,-

Machen Sie mit und beantworten Sie folgende Frage: Wie heißt die Schreib-Werkstatt in Düsseldorf, in der Gaby Trombello-Wirkus Kurse rund um das schöne Schreiben mit der Hand gibt?

Schicken Sie uns eine E-Mail an info@grosseltern.de mit dem Lösungswort. Einsendeschluss ist der 25.10.2020

Unter allen Einsendern verlosen wir die beiden Gewinne.

Am 26. Oktober geben wir die Gewinner auf unserer Webseite und Facebook-Seite bekannt. Eine Barauszahlung ist nicht möglich.
Die fast vergessene Kunst des Briefeschreibens

Sie können das Buch auch für 18,00 € im online-shop vom SCHRIFTSCHATZ unter  www.schriftschatz.de bestellen oder direkt hier bei Amazon

 

 

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