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Enkelin kündigt Job, um ihre 83-jährige Alzheimer kranke Oma zu pflegen

Früher war es ganz normal, dass sich die jüngeren Familienmitglieder im Zweifelsfall um die älteren Familienmitglieder kümmerten, wenn die krank wurden. Heute ist das nicht mehr selbstverständlich. Im Gegenteil: Die alten und kranken werden ins Pflegeheim abgeschoben oder bleiben möglichst lange daheim wohnen. Kinder und Enkelkinder kommen am Wochenende für einen kurzen Besuch vorbei. Im Fall der Alzheimer-kranken Großmutter von Kristin war es ähnlich: Die 83-jährige Frau stürzte, kam ins Krankenhaus. Aber nach einer Weile wollte sie wieder nach Hause. Ihre eigene Tochter konnte sich nicht um ihre Mutter kümmern, weil die bereits einen nahen Angehörigen pflegt – ihren eigenen Bruder. Aber ihre Enkelin fasste den Entschluss, ihren gut bezahlen Vollzeit-Job aufzugeben, um sich um ihre kranke Oma zu kümmern. Wo gibt es das heute noch?

Kristins Entscheidung fiel ihr nicht leicht. Aber: „Ich hatte gerade meinen Sohn Trace bekommen und bereits darüber nachgedacht, ob ich bei ihm bleiben sollte. Als ich den Blick meiner Mutter und meiner Großmutter sah, wusste ich, dass ich etwas tun wollte. Ich erinnere mich, dass ich nachts in den Himmel geschaut und gebeten hatte, mich in die richtige Richtung zu führen. Ich wusste, dass meine Vollzeitbeschäftigung finanzielle Sicherheit für meine wachsende Familie bedeuten würde. Aber gleichzeitig wäre das ein Segen, meine Oma zu Hause zu haben. Ich verbrachte die nächsten zwei Wochen damit, alles abzuwägen und traf schließlich die endgültige Entscheidung, meine Oma nach Hause zu holen.“

Manchmal, so sagt Kristin Medienberichten zufolge, sei es schwierig mit ihrer Oma, denn die lebe zunehmend in ihrer eigenen Vergangenheit. Sie rufe selber häufig nach ihrer Mutter. „Wir kommen durch diese Phase, indem wir über ihre Erinnerungen sprechen, die sie an ihre Mutter hat.“ Kristin selber hat studiert und einen Abschluss im Pflege-Bereich. Von daher weiß sie, wie sie ihre Großmutter pflegen muss.

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