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Kinder richtig anschnallen: So fahren Enkelkinder sicher mit

Der richtige Kindersitz kann Leben retten. Aber es kommt nicht nur auf den Kindersitz an. Entscheidend ist auch, ob Ihr Enkelkind richtig angeschnallt ist. Unfallstatistiken belegen: Es werden viele gravierende Fehler beim Einbau der Sitze und der Sicherung der Kinder gemacht.

Die Unfallexperten weisen darauf hin, dass ein Aufprall mit 50 km/h einem Sturz aus dem dritten Stock entspricht. Bereits ein Aufprall mit 15 km/h kann für ein Kind ohne Kindersitz tödlich enden. Das Risiko, bei einem Unfall in einem Pkw getötet oder schwer verletzt zu werden, ist für nicht gesicherte Kinder rund viermal höher als für gesicherte Kinder.

Auch wenn Sie den besten Kindersitz gekauft haben, alle Testberichte verglichen haben und dafür viel Geld ausgegeben haben, sie sollten wissen: Die häufigsten Fehler bei der Kindersicherung sind Montagefehler. Am besten beim Kauf des Kindersitzes dessen fachgerechte Montage erfragen und unter Expertenanweisung selber ausprobieren.

Bevor die Fahrt los geht, muss Ihr Enkel sicher angeschnallt werden. Damit das gewährleistet ist, sollten Sie darauf achten, dass die Gurte straff gezogen sind. Ist das nicht der Fall, könnte ihr Enkelkind bei einem Unfall aus dem Gurt herausrutschen. Achten Sie auch unbedingt darauf, dass Ihr Enkel den Gurt nicht unter dem Arm entlang laufen lässt. Bei Kindern ab fünf Jahren sollte der Gurt optimaler weise – wie bei einem Erwachsenen – über das Schlüsselbein laufen.

Die wichtigsten Tipps für die optimale Sicherheit:

  1. ISOFIX ist das modernste System zur Befestigung von Kindersitzen in Fahrzeugen. Durch die genormte Steckverbindung wird der Kindersitz direkt mit dem Fahrzeug verbunden, so wird ein hohes Maß an Sicherheit gewährleistet. Lesen in der Bedienungsanleitung Ihres Kfz nach, wo sich die ISOFIX-Befestigungspunkten befinden.
  2. Verwenden Sie keine gebrauchten, deutlich veraltete Kindersitze. Bei einer Verkehrskontrolle müssen Sie für einen veralteten Sitz Bußgeld bezahlen. Erkennen können Sie veraltete Modelle an den Prüfnormen ECE 44/01 und 44/02.
  3. Gurtbänder dürfen nicht verdreht sein.
  4. Gurte immer möglichst straff am Körper anlegen. Dicke Kleidung wie z.B. Anoraks vermeiden, damit der Gurt möglichst eng am Körper liegen kann.
  5. Sitzkissen, optimal mit Rückenlehne, nur mit einem Dreipunktgurt verwenden. Gurthaken sorgen für eine korrekte Gurtumlenkung über dem Becken.
  6. Der sicherste Platz für Ihr Enkelkind im Auto ist hinten auf dem mittleren Rücksitz. Dort ist der Enkel von den Seitenwänden am weitesten entfernt und dadurch bei einem Aufprall am besten geschützt. Allerdings nur dann, wenn dieser Sitz über einen Dreipunktgurt verfügt. Wichtig: Beckengurte sind nicht geeignet! Dann setzen Sie Ihren Enkel auf einen seitlichen Rücksitz. Optimaler weise hinten rechts, dann kann Ihr Enkelkind sicher aussteigen.

So kann jede Fahrt sicher losgehen.

Bildquelle: GTÜ  / pixelio.de

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