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Generationskonflikte: Welche es gibt und wie man sie lösen kann

Drei Klingelschilder mit dem gleichen Nachnamen sieht man immer seltener. Was Anfang des letzten Jahrhunderts noch normal war, kommt heute fast nur noch auf dem Land vor. Dass drei Generationen unter einem Dach wohnen, ist in der Theorie zwar idyllisch, birgt aber reichlich Stoff für Generationskonflikte.

Eine große Familie ist etwas ganz wunderbares. Doch oft ist gerade das, was sie zusammenhält, Abstand. Mal mehr mal weniger räumlicher und zeitlicher Abstand. Aber gerade wenn sowohl Mütter als auch Väter berufstätig sind, lohnt sich der Schritt, mit den Großeltern zusammen zu ziehen. Praktisch ist es allemal und wahrscheinlich auch sehr schön, aber bei den meisten kracht es regelmäßig.

Der Frust kann auf beiden Seiten aufkommen: Die Eltern sind nicht immer empfänglich für Erziehungstipps und die Großeltern wollen auch den ruhigen Teil des Ruhestandes zu spüren bekommen. Da kommt es schon mal zu Generationskonflikten – wir haben die häufigsten mal zusammen getragen:

– Berufstätigkeit der Tochter/Schwiegertochter

Wenn die Mutter der Enkelkinder berufstätig ist, werden die Großeltern mal mehr mal weniger eingespannt, um bei der Betreuung zu helfen. Das birgt Konfliktpotential – entweder weil sich die Großeltern zu sehr in die Erziehung einbringen oder unterschiedlicher Meinung sind, was Ernährung betrifft. Geht die Mutter der Enkel nicht arbeiten, kann das ebenfalls zu Konflikten führen, weil die Großeltern möglicherweise der Meinung sind, das für ihre eigene finanzielle Sicherheit zu tun.

-Die Enkel wickeln ihre Großeltern um den Finger

Spätestens wenn das erste Mal der Satz „Bei Oma und Opa darf ich das aber“ fällt, ist Konflikt vorprogrammiert. Allerdings muss man wissen, dass Enkelkinder schon sehr früh in der Lage sind, ihre Großeltern um den Finger zu wickeln. Oma und Opa geben nämlich häufiger klein bei. Zuhause wenden sie diese Methode dann auch an, um bei ihren Eltern durchzusetzen.

– Ernährung als Konflikt

Weil die Eltern wissen, dass Großeltern einiges anders machen, sehen sie häufig über so manchen Konflikt hinweg. Ernährung ist aber ein rotes Tuch, vor allem wenn es um Unverträglichkeiten und Vorlieben geht. Das birgt enormes Konfliktpotential.

– Absprachen kommunizieren

Wenn es um Absprachen zwischen Eltern und Großeltern geht, ist eins besonders wichtig: miteinander sprechen! Und das nicht nur zwischen den Generationen, sondern auch untereinander. Wenn der Sohn mit dem Großvater Absprachen trifft, Oma aber davon gar nichts weiß – dann ist Ärger vorprogrammiert. Besser ist, alle einbeziehen.

Vermeiden lassen sich Generationskonflikte nie. Im Grunde gibt es sie so auch gar nicht – das eigentliche Problem ist er mangelnde Kommunikation und fehlende Offenheit. Wer lernt, sachlich Probleme miteinander zu lösen, der kann auch harmonisch miteinander leben.

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