A A A

Großeltern sind für Enkel in der Pubertät so wichtig

Großeltern sind für Enkel in der Pubertät wichtig

Die Pubertät ist für viele Jugendliche sehr aufregend. In dieser Zeit wenden sich auch oft von Erwachsenen ab und die wichtigsten Ansprechpersonen sind die Freunde.  Man ist das erste Mal unglücklich verliebt und ist auf der Suche nach seinem eigenen Kleidungsstil und individuellen Musikgeschmack. Den Jugendlichen fällt es oft schwer, in dieser Phase mit den Eltern über ihre Probleme und Erfahrungen zu sprechen. Oma und Opa können dann zu wichtigen Ansprechpersonen für die Enkel in der Pubertät werden, weil sie oft entspannter reagieren als die Eltern.

Großeltern als Ruhepol

Wenn sich das Enkelkind in der Pubertät mit den Eltern streitet, weil er oder sie zu spät nach Hause gekommen sind oder heimlich Alkohol getrunken hat, können Großeltern eine wichtige Rolle einnehmen. Bei Oma und Opa müssen sich die Enkel meist keine Sorgen machen, dass sie Ärger kriegen. Im Gegenteil können die Enkel mit ihnen oft enstpannter reden, als mit den Eltern, denn sie reagieren bei vielen Dingen gelassener. Jugendlichen tut es gut zu wissen, dass sie eine erwachsene Bezugsperson haben, mit der sie über alles reden können, ohne Ärger zu kriegen. Großeltern sind als Gesprächspartner für sie immer da, ohne erziehen zu wollen und können auch mal ruhig vermitteln, wenn der Enkel mal über die Stränge geschlagen hat. Großeltern strahlen dabei oft eine Gelassenheit aus, die den Enkeln guttut.

Großeltern können Lebenserfahrung teilen

Großeltern haben nicht den selben Erziehungsauftrag wie die Eltern und dürfen auch mal die ein oder andere brisante Geschichte aus ihrem Leben dem Enkel erzählen, ohne sich Sorgen zu machen, dass sie an Autorität verlieren. Mit ihnen können die Enkel Erfahrungen teilen, die sie vor den Eltern verschweigen würden, weil sie Angst vor den Konsequenzen haben. Und im Gegensatz zu den Freunden des Enkels, haben Großeltern schon all die Erfahrungen in der Pubertät erlebt und mit den eigenen Kindern nochmal durchgemacht. Für pubertierende Jugendliche ist es wichtig auch eine erwachsene Bezugsperson in dieser aufregenden Phase zu haben, mit der sie ihre Erfahrung austauschen und Fragen stellen können, die nur ein Erwachsener beantworten kann.

Großeltern als Vermittlungsinstanz

Wenn die Eltern das Gefühl haben, bei ihrem pubertierenden Kind gegen eine Wand zu rennen, können Großeltern als Vermittler helfen. Wichtig ist nur, dass die Großeltern sich nicht selber in der Rolle des Erziehenden wiederfinden und dass sie ihren Enkel bedingungslos akzeptieren sowie immer das Positive in ihm sehen. Sie hören ihrem Enkel geduldig zu, ohne ihm ins Wort zu fallen. Das gibt dem Jugendlichen Vertrauen, sich zu öffnen. Großeltern können aber auch dabei helfen, dass ihr Enkel einen anderen Blickwinkel auf die Dinge werfen und so manche Reaktionen der Eltern besser nachvollziehen kann. Wie wichtig der Austausch zwischen Großeltern und Enkel sein kann, zeigt der Roman „Hallo Opa – Liebe Mirjam“ auf bezaubernde Weise.

Für Jugendliche in der Pubertät sind Großeltern oftmals die einzigen Erwachsenen, die ihnen keine Vorschriften machen und sie sind auch in diesem Alter wichtig für die Enkel. Auch wenn es oft den Eindruck erweckt, dass der Kontakt zu dem Enkel in dieser Phase verloren geht. Jugendliche brauchen mehr Freiraum und es ist ganz normal, dass sie sich zurückziehen. Dass sie seltener zu Besuch kommen, verschlechtert nicht unbedingt die Großeltern-Enkel-Beziehung. Auch Konflikte mit dem Enkel in der Pubertät lassen sich nicht immer vermeiden, doch mit ein paar Tricks können Sie diese vielleicht schon von Vornherein vermeiden.

Artikel drucken

Artikel teilen

Weitere Artikel, die Sie interessieren könnten

Vorsicht!

Sie nutzen einen alten Browser!
Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser um diese Seite anzuzeigen.