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Lebensweisheiten: Was Oma und Opa uns mit auf den Weg geben

Großeltern geben ihren Enkelkindern immer wieder Lebensweisheiten mit auf den Weg. Viele davon kennen wir selber aus unserer Kindheit und von den eigenen Großeltern. Sie haben sich aber dennoch über die Jahrzehnte gehalten und – man mag es manchmal kaum glauben – auch bewährt. All diese Lebensweisheiten eint, dass sie von einem unheimlich großen Erfahrungsschatz zehren. Wenn man also total niedergeschlagen ist, dass eine Liebe verflossen ist, hilft Omas „Andere Mütter haben auch schöne Söhne“ in dem Moment vielleicht nicht wirklich weiter. Rückblickend weiß man aber, dass das Ende einer Liebe nie endgültig ist, der Liebeskummer besser wird und man doch noch seinen passenden Deckel findet. Mehr Lebensweisheiten haben wir für Sie zusammengetragen.

„Schau dir die Mutter deiner Zukünftigen an, dann weißt du, worauf du dich einlässt.“

Im ersten Moment wirkt der Spruch recht boshaft, allerdings steckt in ihm ein wahrer Kern. Im Alter wird man seinen eigenen Eltern immer ähnlicher. Viele Verhaltensweisen übernimmt man. Nicht mit allen kann man sich arrangieren. Daher soll dieser Spruch eine Warnung an einen jungen Mann sein, sich die Mutter der Auserwählten anzuschauen, um eine Idee davon zu bekommen, welches Verhalten einen nach ein paar Jahren Ehe erwarten. Von der Bedeutung ähnlich ist übrigens: „Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm.“

„Den wahren Charakter eines Menschen sieht man nicht bei der ersten, sondern bei der letzten Begegnung.“

Auch in diesem Spruch steckt ein Fünkchen Wahrheit. Erst, wenn man vielleicht nicht mehr einer Meinung ist, wird das Miteinander schwierig.

„Du kannst oft lieben, aber nur einmal richtig.“

Diese Lebensweisheit hat viele Menschen mit Liebeskummer schon häufig über den Schmerz hinweggerettet. Natürlich nicht im ersten Moment, wenn der Schmerz tief sitzt und das Herz gebrochen ist. Erst wenn man seine große Liebe gefunden hat, die auf Vertrauen, Respekt und Liebe beruht, wird man diesen Spruch verstehen.

„Was du nicht willst, das man dir tut, das füge auch keinem anderen zu.“

Möchte man mit Anstand und Respekt behandelt werden, sollte man den auch seinem Gegenüber entgegenbringen. Das wissen Großeltern schon seit Jahrzehnten. Und er findet auch heute noch immer wieder Anwendung.

„Wenn du den Kern des Apfels mit isst, wächst dir aus den Ohren ein Apfelbaum.“

Zugegeben, diese Weisheit kann man nicht zu ernst nehmen, allerdings haben Generationen von Enkelkindern den schon oft gehört. Er gehört übrigens in die gleiche Kategorie wie „Von zu viel Fernsehgucken bekommt man eckige Augen.“ – beide stimmen nicht.

„Wenn du denkst, es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her.“

Der Mutmacher-Spruch schlechthin! Und nicht selten hat er auch gewirkt, denn wenn wir ehrlich sind wissen wir, dass nach dem Regen der Sonnenschein folgt und sich viel Ärger auch wieder in Luft auflöst.

„Im Bett ist noch keiner erfroren.“

Stimmt mit Sicherheit, heute noch mehr als vor ein paar Generationen. Seinen Ursprung hat dieser Spruch aus einer Zeit, in der es nachts und im Winter im Haus bitterkalt wurde. Fußboden- oder Zentralheizung kannte man noch nicht. Darum ging man frühzeitig ins Bett. Da war es warm.

„Das Geld ist immer schneller weg, als es da ist.“

Eine bittere Erkenntnis, dass man für sein Geld hart arbeiten muss – einen ganzen Monat lang. Das Ausgeben von Geld geht dafür im Bruchteil einer Sekunde. Schade, dass es immer noch nicht umgekehrt funktioniert.

Foto: Sergiu Vălenaș/Unsplash

Noch mehr Lebensweisheiten

Welche Lebensweisheiten kennen Sie noch von Ihren Großeltern? Wenn Sie noch welche auf Lager haben, schreiben Sie uns an redaktion@grosseltern.de und wir fügen die hier noch hinzu.

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