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Medienerziehung: Wo liegen die Grenzen beim Thema Social-Media-Kanäle für Kinder?

Medienerziehung: Wo liegen die Grenzen beim Thema Social Media?

Kaum ein anderes Thema ist wohl so umstritten und wird so viel diskutiert wie die Sozialen Netzwerke. Für unseren Nachwuchs nimmt die Bedeutung von Plattformen wie TikTok oder Instagram immer weiter zu und bestimmt ihren Alltag. Dennoch birgt die Nutzung auch einige Risiken, die man nicht unterschätzen sollte. Wir haben die Möglichkeiten und Gefahren der unterschiedlichen Social-Media-Kanäle für Kinder betrachtet und klären auf, wie der Umgang gestaltet werden sollte, um Kinder vor möglichen Gefahren zu schützen.

Darum lieben Kinder und Jugendliche Social Media Apps

Social Media Plattformen sind bei Kindern und Jugendlichen äußerst beliebt. Das liegt nicht zuletzt daran, dass sie sich hier ungestört austauschen können, ohne dabei von Erwachsenen überwacht zu werden. Die Online-Netzwerke bieten die Möglichkeit, neue Freunde kennenzulernen, Kontakte zu knüpfen, sich über Interessen und Hobbys auszutauschen und vor allen Dingen, sich zugehörig zu fühlen. Die so entstehenden Online-Communitys bilden dadurch einen wichtigen Bestandteil des Alltags und helfen bei einer schnellen und einfachen Kontaktaufnahme.

Diese Social-Media-Kanäle für Kinder sind besonders angesagt

Inzwischen gibt es eine Vielzahl verschiedener Netzwerke und Apps im Social Media Umfeld. Um den eigenen Kindern den richtigen Umgang beizubringen, ist es unerlässlich für, sich über Social Media zu informieren und up-to-date zu bleiben. Wir liefern einen kleinen Einblick und stellen die wichtigsten Plattformen vor:

  •  TikTok: Ist aktuell vermutlich die beliebteste Social Media App und wird hauptsächlich für Video-Content genutzt. Dazu gehören Clips, in denen sich die Uploader beim Lip Sync, Schminken oder Tanzen filmen. Ebenso beliebt sind witzige Videos.
  • Instagram: Auf der Plattform, die zu Facebook gehört, werden hauptsächlich Fotos gepostet. Inzwischen erfreuen sich aber – wie auf TikTok – Kurzvideos, die sogenannten Reels, großer Beliebtheit.
  • What’s App: Ist der bekannteste Messenger-Dienst und wird vor allen Dingen für das Versenden von Kurz- oder Sprachnachrichten genutzt.
  • YouTube: Seit Jahren gehört die Videoplattform zu den beliebtesten Netzwerken im Bereich der Sozialen Medien. Dort finden sich zahlreiche Videos – von Musik über Dokumentationen, bis hin zu sogenannten Fails oder Do it yourself Tutorials. Zudem gibt es viele Inhalte, die Kinder beim Lernen unterstützen und ihnen den Schulstoff noch näherbringen.

Vor- und Nachteile von Social Media
Selbstverständlich lauern in den Sozialen Netzwerken nicht nur Risiken und Gefahren. So lernt der junge Nutzer, Kontakte zu knüpfen, zu pflegen und sich über Gedanken und Meinungen auszutauschen. Dies stärkt die Kommunikationsfähigkeit und erweitert ihren sozialen Horizont, da sie lernen müssen, sich mit anderen Ansichten auseinanderzusetzen. Außerdem können sie ihre eigene Identität festigen. Zudem bieten Plattformen wie Instagram und Co. eine gute Möglichkeit, sich über Politik oder andere Themen zu informieren.

Doch leider nehmen die potentiellen Gefahren in den Netzwerken immer weiter zu. Neben Cybermobbing oder Hasskommentaren, sind insbesondere die Kontakte zu Fremden ein großes Problem. So geschieht es immer häufiger, dass Erwachsene Kontakt zu Kindern aufnehmen und ihnen Inhalte zusenden, die nicht altersgerecht sind. Des Weiteren kann der soziale Druck, immer wieder neue Inhalte zu posten, mehr Follower zu generieren oder Likes zu erhalten, bei Kindern FOMO auslösen.

So können Eltern und Großeltern die Mediennutzung steuern

Eltern sollten sich Gedanken darüber machen, wie sie die Mediennutzung gestalten. Dazu gehört es, Zeiten festzulegen, in denen die Social Media Apps genutzt werden dürfen und ebenso, in welchen Situationen diese tabu sind. Zudem sollte man berücksichtigen, dass Kinder im Alter von 6 Jahren maximal 30 Minuten pro Tag mit der Nutzung von Medien – egal ob Social Media, Computer oder TV – beschäftigt sein sollten. Dies lässt sich unter anderem über Kinderschutz-Apps lösen oder Eltern suchen regelmäßig das persönliche Gespräch und reden offen über Dinge, die die Kinder gesehen oder gelesen haben.

Mediennutzung laut Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZGA)

Für die Mediennutzungsdauer gibt es entsprechend dem Alter von Kindern folgende Regeln, die als Orientierung dienen können:

  • Kinder im Alter von 0 bis 3 Jahren: keine Bildschirmmedien nutzen
  • Kinder im Alter von 3 bis 6 Jahren: höchstens 30 Minuten täglich
  • Kinder im Alter von 6 bis 10 Jahren: höchstens 45 bis 60 Minuten täglich

Quelle: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

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