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Mit den Enkeln gesund bleiben: Tipps für einen vitalen Alltag

Sind Oma und Opa vital, fällt ihnen der Umgang und die Freizeitgestaltung mit dem Enkel leichter.

Die Geburt des ersten Kindes ist für Eltern ein besonderes Erlebnis. Frischgebackene Eltern richten ihre ganze Aufmerksamkeit auf die Gesundheit und das Wohlergehen ihres Nachwuchses. Sehr schnell stoßen junge Eltern aber auch an Grenzen. Das Kind schreit nächtelang, die Eltern kommen kaum in den Schlaf. Und wenn das Kind dann später die ersten Wochen in der Kita betreut wird, sind Infekte meist nicht sehr weit. In diesen Momenten sind die Großeltern gefragt. Deren Hilfe verschafft Eltern eine Atempause, oft wäre ein geregeltes Arbeiten im Büro ohne Oma und Opa nicht denkbar. Umgekehrt haben die Enkel allerdings auch einen positiven Effekt auf die Großeltern: Mit den Enkeln gesund bleiben – so lautet die Devise. Wir erklären, wie das funktioniert.

 

Großeltern werden mit der Geburt ihres ersten Enkels vor Herausforderungen gestellt. Plötzlich müssen sie für ihre Kinder wieder stärker da sein. Und brauchen selbst Kraft und Energie, um mit dem kleinen Wirbelwind mithalten zu können. Kinder entdecken ihre Welt teils sehr stürmisch und vergessen Gefahren. Sind Oma und Opa vital, fällt ihnen der Umgang und die Freizeitgestaltung mit dem Enkel leichter. Wie lässt sich der Alltag so gestalten, dass ein hohes Maß an Vitalität erhalten bleibt?

Mit den Enkeln gesund bleiben: Wir haben Tipps für einen vitalen Alltag zusammengestellt.

Gemeinsame aktive Freizeitbeschäftigung

Gemeinsame aktive Freizeitbeschäftigung

Großeltern verbringen sehr gern Zeit mit ihren Enkeln. Diesem Wunsch kommt – wenn auch eher ungewollt – die moderne Berufswelt entgegen. Eltern, die beide in Vollzeit beschäftigt sind, haben beispielsweise in den Ferien schnell ein Problem, wenn es um das Thema Kinderbetreuung geht. Jugendliche beschäftigen sich meist allein oder sind mit Freunden unterwegs.

Zwischen der Einschulung und dem 12./13. Lebensjahr spielen die Großeltern meist eine wichtige Rolle und können den Anspruch an die eigene Aktivität in der Freizeit mit der Betreuung ihrer Enkel hervorragend verbinden.

  • Wandern: In der Pubertät sind Jugendliche eher mäßig begeistert, wenn es ums Wandern mit den Großeltern geht. Kinder lassen sich von der Aussicht, auf Kletterfelsen herumzutoben, oft sehr viel schneller mitreißen. Wanderausflüge sollten allerdings kindgerecht gestaltet werden. Häufigere Pausen sind hier genauso wichtig, wie die Tatsache, dass 20 Kilometer für ein fünfjähriges Kind doch etwas viel sind.
  • Schwimmen: Hier treffen die Vorlieben von Kindern und den Großeltern sehr direkt aufeinander. Obwohl Jahrzehnte zwischen den Generationen liegen, sind Schwimmbad oder Baggersee bei beiden oft beliebt. Großeltern müssen sich bezüglich einer Sache aber im Klaren sein. Der Nachwuchs will nicht nur seine Bahnen ziehen, sondern im Wasser toben. Und muss dabei (zumindest bis er selbst sicher schwimmen kann) beaufsichtigt werden. Trotzdem lässt sich beides kombinieren und Großeltern können hier etwas für die Ausdauer tun, ohne die eigenen Gelenke zu stark zu belasten.
  • Zoobesuch & Co.: Aktive Freizeitbeschäftigungen müssen nicht automatisch direkt mit Sport und viel Bewegung in Verbindung stehen. Der Zoobesuch ist das beste Beispiel. Hier liegt der Fokus ganz klar auf dem gemütlichen Spazieren durch das Zooareal – und dem Eintauchen in besondere Erlebniswelten. Moderne Tierparks sind schon lange nicht mehr mit dem zu vergleichen, was vor 40 Jahren als Zoo galt. Mittlerweile sind aus den Zoos Erlebnisparks mit einem besonderen Anspruch geworden.

Die aktiven und quirligen Enkel führen vielen Großeltern oft ganz deutlich vor Augen, dass die eigene Fitness und Kondition über die Jahre gelitten hat. Vor allem, wenn gemeinsame sportliche Aktivitäten auf dem Tagesplan stehen, sollten sie jedoch ausreichend fit sein, um sich angemessen um die Kleinen kümmern zu können.

Wer ohnehin etwas für seine Gesundheit tun will oder auch sein Gewicht reduzieren möchte, findet in der Aussicht auf gemeinsame Stunden mit den Enkeln oft die notwendige Motivation. Neben Bewegung und einer an den individuellen Bedarf angepassten Ernährung gehört die Motivation zu den wichtigsten Faktoren einer erfolgreichen Diät und eines gesunden Lebensstils. So sorgen die Enkel nicht selten dafür, dass sich der eine oder andere noch einmal in einem Sportverein anmeldet oder eine Ernährungsumstellung angeht. Ausreichend fit macht die Zeit mit den Kindern dann gleich viel mehr Spaß.

Gesund kochen mit den Enkeln

Nicht nur für die Großeltern selbst, auch bei den Kindern muss auf eine ausgewogene Ernährung geachtet werden. Dabei gelten sie allgemein als eher schwierig in Bezug auf Obst und Gemüse. Im Regelfall handelt es sich hierbei allerdings um ein Klischee. Auch Erwachsenen schmeckt nicht alles. Großeltern, die für ihre Enkel fit und gesund bleiben wollen, können Spaß mit den Enkeln und gesunde Ernährung einfach kombinieren.

Gemeinsam zu kochen stärkt letztlich nicht nur die Verbindung. Hieraus ergibt sich eine ganze Palette verschiedener Vorteil. Ein Aspekt betrifft die Tatsache, dass Kinder beim Kochen lernen, mit den Lebensmitteln umzugehen. Leider haben immer weniger Heranwachsende in Deutschland einen Bezug zu Lebensmitteln bzw. den Produkten. Sprich: Es gibt Kinder, die haben noch nie einen Kohlrabi oder Rotkohl roh in Händen gehalten. Beim Kochen mit den Großeltern erfahren Kinder zugleich mehr über die Zubereitungsarten und schulen ihre Motorik – Stichwort Messer und Gabel.

Ernährung: Was ist für Kinder gesund?

Prinzipiell können Großeltern ihren Enkelkindern anbieten, was sie selbst von ihren Eltern bekommen haben. Allerdings muss an diesem Punkt eines klar sein: Es gibt Lebensmittelallergien, welche den Alltag sehr stark einschränken. Bei Großeltern ist allerdings davon auszugehen, dass sie relativ gut Bescheid wissen.

Wenn Enkelkinder häufiger bei ihren Großeltern essen oder einfach über zehn Tage bis zwei Wochen zu Besuch sind, geht es um Abwechslung und gesunde Kost.

Gern wird davon ausgegangen, dass Kinder einfach kleine Erwachsene sind. Diese Sichtweise muss dringend revidiert werden. Der im Wachstum befindliche Körper stellt an die Ernährung nun mal andere Ansprüche. Gebraucht werden zum Beispiel größere Mengen:

  • Kalzium
  • Vitamin D
  • Eiweiß.

Zudem ist der Nachwuchs immer in Bewegung. Dies setzt natürlich eine entsprechend hohe Zufuhr an Kohlenhydraten voraus.

Wie viel Kalorien brauchen Kinder

Im Vergleich zu Erwachsenen unterscheidet sich der Energiebedarf eines Kindes erheblich. Laut einer Veröffentlichung der DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) brauchen Kleinkinder mit bis zu 1.300 kcal pro Tag noch relativ wenig Kalorien. Bei Jugendlichen steigt der Bedarf mit dem Alter sehr stark an. Körperlich sehr aktive Heranwachsende benötigen teils mehr als 3.000 kcal am Tag.

Dieser hohe Energiebedarf stellt eine gewisse Herausforderung dar – speziell im Zusammenhang mit der gewohnten Verteilung der Mahlzeiten. Letztlich ist es bei Kindern oft so, dass bei Hunger gegessen wird. Großeltern sollten das „Naschen“ außerhalb der Mahlzeiten (gerade, wenn es sich um einen Apfel oder Ähnliches handelt) nicht zu streng sehen.

Das Thema Kinderlebensmittel

Braucht man Kinderlebensmittel?

Der Handel bietet immer mehr Kinderlebensmittel an – und wirbt dafür mit Botschaften wie besonders vitaminreich oder ohne Zuckerzusatz. In der Praxis braucht es bei einer ausgewogenen Ernährung, die von Haus aus viel Obst und Gemüse beinhaltet, keine solchen speziellen Lebensmitteln.

Zumal sich in der Vergangenheit gezeigt hat, wo hier die Tücken liegen. Auch wenn die Lebensmittel vielleicht keinen Zuckerzusatz enthalten – Säfte und Fruchtmus ist von Natur aus durch den Fruchtzucker etwas „süßer“. Generell sollte der Blick auf die Inhaltsstoffe auch für Großeltern dazugehören.

Als vitaler Mensch Vorbild für die Enkel sein

Die Rolle der Großeltern hat sich über die Jahre verändert. Eines sind sie für ihre Enkel aber geblieben: Vorbilder. Und diese Funktion bringt Verantwortung. Denn Großeltern sind Vorbilder auch im Hinblick auf eine gesunde Lebensweise. Anhand deren Beispiel kann der Nachwuchs erkennen, wie fit und mobil auch im Alter geblieben werden kann oder wie schnell es mit der Gesundheit bergab geht.

Großeltern werden sich fragen müssen, inwiefern sie ihren Enkel einen gesunden Lebensstil vorleben oder ihnen eher das Gegenteil vermitteln. Vitalität ist etwas, dass auch im Kopf beginnt und dessen Grundlagen teils sehr weit vor der Geburt des ersten Enkelkindes gelegt werden.

Fazit: Mit den Enkeln gesund bleiben

Gesundheit ist alles! Mancher mag dieses Motto für abgedroschen halten. Wie wichtig Gesundheit ist, spüren viele meist erst im Fall einer Krankheit. Nicht jedes Leiden lässt sich verhindern. Allerdings kann viel dafür getan werden, dass Vitalität auch im hohen Alter noch erhalten bleibt. Wem kommt diese zugute? Natürlich in erster Linie den Großeltern selbst. Aber auch die Enkel werden von Oma und Opa, die körperlich noch mithalten, deutlich profitieren. Ein vitaler und gesunder Alltag ist keine unmögliche Herausforderung. Letztlich kommt es darauf an, dieses Ziel auch erreichen zu wollen. Die bewusste Ernährung ist ganz sicher ein Schlüssel zum Erfolg. Auf der anderen Seite hängt viel davon ab, ob Großeltern bereit sind, sich mit den Enkeln an frischer Luft und in der Natur zu bewegen. Zusammen gibt es so viel zu entdecken.

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