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Nicht waschen zwischen den Jahren: Was ist dran am Aberglauben?

Zwischen dem 24. Dezember und dem 6. Januar sollten Sie besser keine Wäsche waschen! Kennen Sie diesen Aberglauben auch noch? Früher ging man davon aus, dass in diesem Zeitraum nämlich dunkle Mächte über die Lande hinwegfegen. Wenn sich nun eine Hexe oder ein Dämon in der Wäscheleine oder einem Wäschestück verfangen würden, sollten sie Unheil über die Besitzer bringen. Auch heute noch halten sich zahlreiche Menschen daran.

Die Nächte in diesem Zeitraum werden als Rauhnächte oder Rauchnächte bezeichnet. Es sind sechs im alten und sechs in neuem Jahr – also genau zwölf. Häufig beginnen die Rauhnächte auch schon früher, nämlich zur Wintersonnenwende. In diesen Nächten, so glaubte man, seien die dunklen Mächte viel stärker als sonst und fänden den Weg in die irdische Welt viel leichter.

Eine andere Überlieferung geht davon aus, dass Frau Holle in diesen kalten Nächten ein Wäschestück von der Leine nehmen und zu einem Leichentuch machen würden. Die Folge: Jemand aus der Familie stirbt. Vor allem die Frauen, so glaubte man, könnten von den dunklen Mächten eingenommen werden. Denn schließlich waren sie es, die die Wäsche auch aufhangen. Darum ruhte man früher an diesen Tagen. Die Arbeit wurde komplett eingestellt, um sicher zu gehen, ja nicht betroffen zu sein.

Nun hat sich dieser Aberglaube über die Jahrhunderte gehalten. Noch heute ist es so, dass die Tage zwischen den Jahren bis zum 6. Januar rein, ruhiger ablaufen als sonst. Auch wenn heute vielleicht nicht mehr jeder an Hexen, Dämonen oder Frau Holle glaubt – ruhiger sind die Tage nach Weihnachten aber immer noch. Heute aber aus anderen Gründen.

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