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Oma-Sein und Mama-Sein - darin liegen die Unterschiede

Oma-Sein und Mama-Sein - darin liegen die Unterschiede

Haben Sie sich als Großmutter auch schon häufiger gefragt, ob Sie sich gegenüber Ihren Enkelkindern anders verhalten als Sie das früher bei den Kindern gemacht haben? Viele Omas haben den Eindruck, dass Sie die Enkel mehr verwöhnen oder eine andere Art von Liebe empfinden. Wir zeigen, worin die Unterschiede zwischen Oma-Sein und Mama-Sein liegen und dass das Wichtigste immer die gemeinsam verbrachte Zeit ist.

Fokus auf den Nachwuchs
Eines ist klar – als Sie Mutter geworden sind, haben Sie ganz sicher alles andere erst einmal dieser neuen Rolle untergeordnet. Das Kind stand im Vordergrund und benötigte natürlich die volle Aufmerksamkeit, gerade in den ersten Monaten. Allerdings mussten auch jede Menge anderer Dinge erledigt werden: Der Haushalt machte sich nicht von selbst und nach einer gewissen Zeit war vielleicht auch bei Ihnen die Rückkehr ins Berufsleben angesagt, um nicht den Anschluss zu verlieren. Somit fehlte dann natürlich die ein oder andere Gelegenheit, sich wirklich ausführlich mit den Kindern zu beschäftigen. Und genau hier kommt die Oma ins Spiel: Während das Mama-Sein bedeutet, Haushalt und Arbeit parallel zur Erziehung organisieren zu müssen, ist das Oma-Sein da ein bisschen einfacher. Grund dafür ist, dass Großeltern häufig nicht mehr oder nicht mehr im vollen Umfang im Berufsleben stehen und auch, was die Organisation des Alltags angeht, gerne mal das ein oder andere Auge zudrücken. Die Zeit mit den Enkeln ist dann eben wirklich Zeit, die man gemeinsam mit Spielen, Vorlesen, Sport oder tausend anderen Dingen verbringen kann, ohne den anstehenden Elternabend, die Hausaufgaben und viele andere scheinbare Kleinigkeiten immer im Hinterkopf zu haben: Enkel-Zeit, die Sie unbedingt bestmöglich auskosten sollten.

„Oma erlaubt aber, dass…“
Wenn Sie diesen Satz auch schon öfter von Ihren Kindern gehört haben, müssen Sie sich in den meisten Fällen keine Vorwürfe machen. Schließlich geht es dabei in aller Regel darum, die Enkel ein bisschen mehr zu verwöhnen, als man es vielleicht mit Sohn oder Tochter gemacht hat. Eigentlich doch ganz in Ordnung, oder nicht? Differenzieren muss man allerdings danach, ob man den Enkeln Dinge erlaubt, die die Eltern so nicht wünschen oder die man nicht untereinander abgesprochen hat. Während das Spielen mit Fingerfarbe, bei dem die Mama im Anblick der vielen schmutzigen Shirts und vielleicht auch Tapeten nur noch die Hände über dem Kopf zusammenschlägt, mit der Oma ein riesengroßer Spaß sein kann, kann das schnell ganz anders aussehen, wenn es um zu viele unerwünschte Süßigkeiten oder ähnliches geht.

Das Enkelkind wieder abgeben
Nun sind wir bei der Sache, die alle Großeltern an ihrem Dasein so sehr schätzen – auch, wenn sie das vielleicht nicht immer auf Anhieb zugeben. Aber seien Sie doch mal ehrlich! Ist nicht die Aussicht, das Enkelkind nach einem ereignisreichen und für alle anstrengenden Tag wieder in die Obhut der Eltern geben zu können, einfach großartig? Ein großer Unterschied zwischen Oma-Sein und Mama-Sein liegt darin, wer sich schließlich um all´die Kleinigkeiten kümmern muss, die noch anstehen – vom Baden bis hin zur Diskussion, wann Schlafenszeit ist. Die begrenzte Zeit, die Sie mit Ihren Enkelkindern verbringen, macht sie umso wertvoller und lässt sich intensiver genießen.

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Der besondere Ratgeber für den Einstieg ins Großeltern-Dasein

Die Journalistin und 4-fache Großmutter Silke Geercken unterstützt in diesem Großeltern-Ratgeber angehende Omas und Opas dabei, in der neuen Rolle anzukommen, Generationenkonflikte zu lösen und das Beste aus der gemeinsamen Zeit herauszuholen.

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Wen habe ich bloß mehr lieb?
Und bin ich als Oma „besser“ als ich es als Mama war? Die Beantwortung dieser Frage ist mehr als müßig. Denn schließlich liebt man jedes Kind und jedes Enkelkind auf eine eigene und ganz besondere Weise. Genießen Sie besser die gemeinsame Zeit, statt sich über solche Fragen Gedanken zu machen.

Oma-Sein vs. Mama-Sein: ein Fazit
Als Oma hat man weniger Verantwortung, aber mehr Spaß – so kann man einfach ausgedrückt die Unterschiede auf den Punkt bringen. Was bei den Eltern so „nebenher“ läuft, spielt für die ältere Generation oft keine Rolle mehr beziehungsweise ist einfach nicht mehr so wichtig, wie man es früher empfunden hat. Und natürlich kann man als Mama das Kind nicht am Ende eines stressigen Tages wieder abgeben, um in aller Ruhe den Feierabend mit einem Glas Wein vor dem Fernseher genießen zu können. Eine Oma kann das sehr wohl! Und braucht diese Zeit für sich auch unbedingt, da die Kinderbetreuung mit zunehmendem Alter immer mehr an den Kräften zehrt. Sind Sie als Oma noch berufstätig, müssen Sie sich wegen eines „enkelfreien“ Wochenendes keine Vorwürfe machen und können sich schon mal auf die nächste gemeinsame Zeit freuen.

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