A A A

Schockanruf: Trickbetrüger setzen auf Angst der Angerufenen

Trickbetrüger werden immer kreativer. In den letzten Jahren haben sich die Maschen von Betrügern immer häufiger gewandelt. Eine, die schon viel diskutiert wurde, ist der sogenannte Enkeltrick. Leider sind es oftmals ältere Menschen, die die Betrüger über den Tisch ziehen wollen. Seit einigen Wochen berichten Medien wieder vermehrt von Trickbetrügern am Telefon, die sich als Polizisten oder Anwälte ausgeben. Sie zielen darauf ab, einen Schock bei den Opfern auszulösen, sodass diese unüberlegt Geld aushändigen. Diese Masche nennen die Polizisten Schockanruf. Im Jahr 2016 wurden rund 600 Fälle von Schockanrufen nur in Hamburg verzeichnet. 2017 sind es bereit schon über 2000 Fälle in der Hansestadt gewesen. Die Polizei warnt vor Schockanrufen und verteilt in Hamburg sogar Warnflyer.

Beispiele für einen Schockanruf

Szenario 1: Ein angeblicher Anwalt ruft an, weil die Tochter einen Autounfall gehabt haben soll und das mit einem unversicherten Auto. Aus diesem Grund müsse man nun eine Zahlung von mehreren Tausend Euro leisten, um einen Gefängnisaufenthalt der Tochter zu verhindern.

Szenario 2: Der Anrufer behauptet, die Polizei habe zwei Einbrecher festgenommen, die Zugangsdaten zu dem Konto des Betroffenen hätten. Um sicher zu gehen, dass man kein Geld verliere, solle man sofort alles in bar abheben und der Polizei überreichen. Ein Polizist beziehungsweise ein Geldabholer sei schon auf dem Weg zu einem nach Hause.

Szenario 3: Ein Familienangehöriger soll einen schweren Unfall gehabt haben. Für die lebenswichtige Operation benötige man aber eine Vorauszahlung in bar.

Die Opfer sollen in Angst versetzt werden

Die Täter setzen auf den Schockmoment. Sie wollen den Verstand der Opfer sozusagen außer Kraft setzen und zum unüberlegten Handeln verleiten. Den Opfern wird vorgetäuscht, dass sich eine geliebte Person in Gefahr befände, die dringend finanzielle Hilfe bräuchte. Indem sich die Betrüger als Polizisten oder Anwälte ausgeben, wollen sie Authentizität vermitteln. Damit die Opfer nicht lange überlegen können, stehen bereits kurze Zeit nach dem Anruf uniformierte Personen vor der Haustür, um das Geld abzuholen.

Was man dagegen tun kann

Die Polizei rät:

  • Seien Sie bei Anrufen von Amtspersonen wie Polizisten misstrauisch. Rufen Sie die betreffenden Angehörigen unter der Ihnen bekannten Rufnummer an und lassen Sie sich den Sachverhalt bestätigen bevor Sie auf Geldforderungen eingehen. Fragen Sie ebenso bei der zuständigen Behörde nach, ob dieser Anruf wirklich von ihnen kam.
  • Geben Sie am Telefon keine Auskunft über Ihre familiären und finanziellen Verhältnisse. Und lassen Sie sich nicht unter Druck setzen. Halten Sie immer erst Rücksprache mit einer Vertrauensperson.
  • Informieren Sie die Polizei, wenn Ihnen ein Anruf verdächtig vorkam. Die Notrufnummer ist auch in solchen Fällen die 110.

Unter dem Motto „Rette dein Erbe“ läuft inzwischen eine Kampagne, mit der über die Maschen der Trickbetrüger informiert werden soll. Vor allem ältere Menschen fallen den Betrügern zum Opfer, da diese oft eine hohe Summe in bar Zuhause bewahren. Auch Banken sind sich der wachsenden Problematik bewusst und schulen ihre Mitarbeiter, sodass diese im Ernstfall erkennen können, wenn jemand wegen eines Trickbetrugs eine hohe Summe abheben möchte.

Artikel drucken

Artikel teilen

Weitere Artikel, die Sie interessieren könnten

Spreizfuß: Alles über Ursachen, Symptome und Behandlung
Gesundheit und Ernährung

Spreizfuß: Ursachen, Symptome und Behandlung

Verformte Schuhe, schmerzhafte Hornhautbildung sowie teilweise starke Schmerzen in den Vorfußballen – das alles sind unschöne Nebenwirkungen eines Spreizfußes. Dabei treten die Beschwerden... weiterlesen

Auf Autoreise mit den Enkelkindern
Reisen

Auf Autoreise mit den Enkelkindern

Ferienzeit ist Reisezeit! Viele Großeltern verreisen mit den Enkeln für ein paar Tage, besonders zur Hauptferienzeit. Damit das Abenteuer und insbesondere die Autoreise mit den Enkelkindern ein... weiterlesen

Vorsicht!

Sie nutzen einen alten Browser!
Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser um diese Seite anzuzeigen.