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Spiele für Demenzkranke: Aktiv bleiben trotz Demenz

Demenzkranke verlieren nach und nach ihre Fähigkeiten zu kommunizieren und ihren Alltag zu bewältigen. Oft ist das beängstigend und frustrierend, vor allem für Angehörige. Gerade deshalb ist für Menschen mit Demenz Beschäftigung und Aktivität wichtig, um Geist und Körper möglichst lange fit zu halten und ihnen etwas Lebensfreude zurück zu geben. Wir haben einige Beschäftigungen und Spiele für Demenzkranke rausgesucht, die Sie mit Ihren Angehörigen ausprobieren können.

Welche Aktivitäten geeignet sind, hängt natürlich ganz von der betroffenen Person ab. Welche Interessen hat sie? Wie weit ist die Krankheit fortgeschritten? Zu was ist der Erkrankte noch fähig? Dabei kann man an frühere Hobbys anschließen oder auch neue Beschäftigungen ausprobieren. Diese vier Regeln sollten Sie dabei beachten:

  1. Vorlieben und Abneigungen mit einbeziehen: Welche Hobbys hat oder hatte ihr Angehöriger vor der Krankheit? Überlegen Sie was ihm Spaß machen könnte!
  2. Den Betroffenen nicht überfordern: Achten Sie darauf, in welchem Stadium der Demenz der Betroffene sich befindet. Zu was ist er noch in der Lage und zu was nicht mehr?
  3. Fehler tolerieren: Kritisieren Sie Ihren Angehörigen nicht, wenn er Fehler macht oder das Ziel des Spiels nicht erreicht. Motiviert werden Demenzkranke viel mehr durch Lob und Anerkennung.
  4. Den Demenzkranken respektieren: Wenn der Betroffene keine Lust auf eine Beschäftigung hat, sollten Sie ihn nicht drängen. Lassen Sie ihn eventuell erst mal nur zuschauen oder versuchen Sie etwas Anderes.
Memory

Das Suchen von Bilderpaaren hilft dem Kranken sein Gedächtnis zu trainieren. Die Karten sollten groß und leicht erkennbar sein. Die Gestaltung der Karten des „Erinner Dich“ Memories mit bekannten Alltags- und Haushaltsgegenständen ist auf Senioren abgestimmt und regt zum Erzählen an.

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Puzzle

Puzzlen hält nicht nur geistig fit, sondern fördert auch die Motorik. Je nach Stand der Krankheit gibt es speziell für Demenzkranke sogenannte „Groß-Puzzles“ mit gerade mal vier Teilen, die besonders einfach zu lösen sind.

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Vertellekes

Vertellekes ist vielleicht das bekannteste Spiel für Demenzkranke und wird oft bei der Arbeit mit Senioren eingesetzt. Die Grundidee des Spiels ist es zusammen zu Sitzen und den Angehörigen zum Erzählen zu motivieren. Die Mitspieler lösen Rätsel, beantworten Fragen zu ihrem Leben, beenden Sprichwörter oder stellen Dinge pantomimisch dar. Dabei gibt es keine Gewinner oder Verlierer.

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Bunte Mischung

Auch dieses bunte Kartenspiel soll demenzkranke Menschen aktivieren und erfreuen. Zu Themen wie „Damals“, „Natur“ oder „Zuhause“ werden verschiedene Aufgaben gestellt, bei denen gemeinsam Rätsel gelöst, Lieder gesungen oder Gymnastikaufgaben erfüllt werden sollen.

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Sinnesspiele

Fördern Sie die Sinne ihres Angehörigen. Lassen Sie ihn zum Beispiel Sachen riechen, schmecken oder ertasten. Besonders schön ist es, wenn dabei Erinnerungen geweckt werden können. Was war zum Beispiel die Lieblingssüßigkeit Ihres Vaters?

Haushaltstätigkeiten oder Gartenarbeit

Nicht immer sind Spiele die richtige Beschäftigung für den Betroffenen. Viele Menschen mit Demenz haben das Gefühl unnütz zu sein und freuen sich, wenn sie sich an Haushaltsaufgaben beteiligen können. Ob Wäsche zusammenlegen, Geschirr spülen oder einfache Gartenarbeiten – der Betroffene soll das Gefühl haben etwas Sinnvolles zu tun. Dabei kommt es nicht unbedingt auf das Ergebnis an. Auch gemeinsames Kochen oder Backen kann Spaß machen.

Musik machen

Ob gemeinsames Singen oder nur dem Zuhören von vertrauten Liedern: Musik spricht das Gefühlsgedächtnis der Betroffenen direkt an. Das Hören von bekannten Liedern kann fröhliche Erinnerungen an die Jugend wecken und sogar gegen Depressionen helfen. Auch gemeinsam tanzen oder zumindest schunkeln kann aktivieren und Spaß machen.

Gemeinsam Fotoalben ansehen oder anfertigen

Demenzkranke erinnern sich oft noch lange an ihre Kinder- und Jugendzeit. Schauen Sie gemeinsam alte Fotos an und lassen Sie sie erzählen. Auch schön, um dem Betroffenen besondere Momente ihres Lebens in Erinnerung zu rufen, ist das gemeinsame Erstellen eines Fotoalbums. In diesem Erinnerungsalbum können alle Ereignisse und Personen Platz finden, die dem Betroffenen etwas bedeuten, egal ob vergangen oder aktuell.

Gemeinsam spielen, malen, basteln, kochen, vorlesen oder einfach mal Spazieren gehen – das Wichtige ist, dass man es gemeinsam tut. Je weiter die Krankheit fortschreitet, desto mehr geht die Fähigkeit verloren, sich selbst zu beschäftigen. Gemeinsame Tätigkeiten hindern den Demenzkranken daran, dass er sich zurückzieht und isoliert. Auch wenn wenig Zeit ist helfen schon kleine gemeinsame Momente und Aktivitäten dem Betroffenen Fähigkeiten wieder zu entdecken und wieder am Leben teil zu haben.

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