A A A

Trotzphase: So gehen Sie als Großeltern am besten damit um

trotzphase

Wir dachten eigentlich, wir hätten das hinter uns gelassen: Das Kind schmeißt sich im Supermarkt auf den Boden und schreit oder bekommt ohne ersichtlichen Grund einen Wutanfall. Kinder in der Trotzphase können sehr anstrengend sein, nicht nur für Eltern, auch für Großeltern. Gerade wenn man viel Zeit mit den Enkelkindern verbringt, ist es hilfreich zu wissen, wie man die Trotzphase gemeinsam und gekonnt übersteht.

Verhalten nicht persönlich nehmen

Nehmen Sie das Verhalten Ihres Enkels nicht persönlich! Das Kind trotzt nicht, um Sie zu ärgern oder weil es Sie nicht mag. Kinder müssen lernen ihre Wut zu steuern und richtig damit umzugehen. Das macht ihnen selbst wahrscheinlich noch mehr zu schaffen als Ihnen.

Wut bewusst zulassen

Manchmal muss man die Wut einfach rauslassen! Genauso wie Erwachsene manchmal beim Autofahren fluchen und sich damit Luft machen, hilft es Kindern mal zu schreien oder mit dem Fuß gegen etwas zu treten. Wichtig ist, dass diese Wut nicht an Anderen ausgelassen wird. Da helfen bestimmte Orte und Dinge für die plötzlich aufkommende Wut: Zum Beispiel ein Sitzsack, auf den man einhauen darf oder eine Brüllecke, in der das Kind mal richtig laut schreien darf.

Verständnis zeigen

Nach einem Wutanfall ist es wichtig, darüber zu reden, was Ihren Enkel so wütend gemacht hat. So zeigen Sie Verständnis und auch Ihr Enkelkind versteht besser, was mit ihm los ist. So lernen Kinder besser mit ihrer Wut umzugehen.

Geduld haben

Kinder werden älter und wollen dementsprechend immer mehr Dinge alleine machen. Dabei geht das Ein oder Andere schon mal schief. Trotzdem sollte man das Enkelkind so viel wie möglich ausprobieren und selber machen lassen. So kann es seine Fähigkeiten verbessern, aus Fehlern lernen und wird selbstbewusster und eigenständiger.

Das Enkelkind ernst nehmen

Ihr Enkelkind befindet sich in einer Entwicklungsphase zu mehr Selbstbestimmtheit und Eigenständigkeit. Deshalb sollten Sie die Gedanken und Gefühle Ihres Enkels ernst nehmen: Gehen Sie auf seinen Willen ein und seien Sie auch mal zu Kompromissen bereit.

Konsequent bleiben

Kompromisse schließen ist wichtig und hilft Ihrem Enkel, das heißt jedoch nicht, dass Sie ihm alles durchgehen lassen sollen. Vor allem bei Geschrei und Getrampel sollte nicht nachgegeben werden, sonst lernt das Kind, dass es damit durch kommt. Wenn einmal nein gesagt wurde, sollte man auch trotz eines Wutanfalls dabei bleiben!

Grundregeln absprechen

Generell gilt in der Trotzphase: Das Kind viel machen lassen, Verständnis zeigen und nicht zu streng sein. Zum Glück können wir das als Großeltern besonders gut. Trotzdem sollte es einige Grundregeln geben, an die sich Ihr Enkelkind weiterhin halten muss. Sprechen Sie mit den Eltern ab, welche Regeln ihnen besonders wichtig sind und setzen Sie diese konsequent durch.

Ablenkung

Besonders bei Wutanfällen in der Öffentlichkeit hilft häufig nichts anderes als Ablenkung: „Siehst du den coolen Bagger da vorne?“, „Hilfst du mir die Einkäufe aufs Band zu legen“ oder „Sollen wir zusammen Rolltreppe fahren?“ können das Enkelkind schnell auf andere Gedanken bringen.

Keine leeren Drohungen

Was man auf keinen Fall tun sollte, ist Drohungen auszusprechen. Sätze wie „Wenn deine Eltern kommen, gibt es richtig Ärger!“ oder „Wenn du dich so verhältst, darfst du nie mehr zu Oma und Opa!“ helfen dem Kind nicht. Sie verunsichern es viel mehr und machen ihm Angst.

Artikel drucken

Artikel teilen

Weitere Artikel, die Sie interessieren könnten

Gesundheit und Ernährung

Großeltern erhöhen Krebsrisiko der Enkel

Großeltern erhöhen Krebsrisiko der Enkel: Großeltern, die schlechte gesundheitsbeeinträchtigende Angewohnheiten haben, können damit das Krebsrisiko ihrer Enkelkinder beeinflussen. Das hat eine... weiterlesen

Vorsicht!

Sie nutzen einen alten Browser!
Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser um diese Seite anzuzeigen.