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Was im Sommer unternehmen? Ausflugstipps für die Ferienzeit

Sommerferien sind für Kinder eine wunderbare Zeit: 6 Wochen lang die Seele baumeln lassen und etwas im Sommer unternehmen. Nun beginnt die Zeit im Garten, Ausflüge und die Ferien mit den Enkelkindern werden geplant. Ferienzeit ist nämlich auch Enkelzeit. Wenn Kinder Ferien bei Oma und Opa machen, ist einiges zu planen. Und immer wieder fragen uns Omas und Opas: Was im Sommer unternehmen? Den größten Teil der Sommerferien verbringen Kinder zu Hause. Damit hier keine Langeweile aufkommt, haben wir einige Ideen zusammengestellt.

 

 

Was im Sommer unternehmen? Hier unsere Vorschläge:

Tipp 1: Eine blühende Sommerwiese suchen.

Wenn die Wiese gefunden ist, machen Sie ein Foto zum Beweis der vielen Farben. Dann erkunden sie gemeinsam die Wiese, die Blumen, die Gräser. Sie sehen: Grün ist nicht gleich grün. Sammeln Sie doch mit ihrem Enkel unterschiedliche Grüntöne. Zuhause können Sie dann versuchen diese Töne mit Wasserfarben nachzumalen.

Opas können auf einem Grashalm pfeifen, aber kann das auch Ihr Enkel?

Omas haben früher aus Blümchen, meist Gänseblümchen, einen Kranz oder eine Kette gebunden; die Enkelin kann das mit Omas Hilfe auch schnell lernen.

Tipp 2: Mit Murmeln oder kleinen Steinen spielen.

Üben Sie Wurftechniken. Wie? Z.B. können Sie mit einer Kreide eine Startlinie festlegen und – je nach Alter und Geschick Ihres Enkelkindes – näher oder weiter entfernt ein Zielfeld aufmalen. Das können ein Kreis, ein Rechteck oder mehrere Felder mit Zahlen sein. Mit der richtigen Wurftechnik muss (z.B. mit einem Stein oder einem anderen geeigneten Wurfgegenstand) in die Felder geworfen werden. Gewonnen hat der, der am häufigsten getroffen hat oder die meisten Punkte sammeln konnte.

Sie können auch im Rasen spielen. Graben Sie einfach drei oder vier kleine Kuhlen, die unterschiedlich groß sein können. Nun gilt es so geschickt zu werfen, dass man alle Kuhlen füllt.

Oder: Sie nutzen einen Schuhkarton und schneiden zwei hintereinanderliegende Tore hinein. Die Größe der Tore stellt den Schwierigkeitsgrad dar. Sie müssen dann die Murmeln durch die Tore schießen. Wer die meisten Murmeln durch die Tore bekommt, hat gewonnen.

Tipp 3: Sandschippen.

Jeder bekommt einen (alten) Teelöffel, einen Eimer und einen Sandberg (Menge dem Alter des Enkelkindes anpassen). Der Sand muss nun in den Eimer gelöffelt werden. Mit der Stoppuhr wird gemessen, wer dies am schnellsten schafft. Der Sieger bekommt z.B. ein Eis, ein Gummibärchen oder ein schönes Stück Obst.

Tipp 4: Flaschenpost versenden.

Schreiben Sie mit ihrem Enkel einen Brief für die Flaschenpost. Was soll derjenige lesen, der die Flaschenpost findet? Schreiben Sie ihre Telefonnummer auf den Brief, vielleicht ruft ja der Finder der Flaschenpost an. Wenn der Brief geschrieben ist, kommt er in eine Flasche – gut eignen sich Weinflaschen, die mit dem Korken verschlossen werden. Sollten Sie Siegellack haben, kann der Korken damit gesichert werden. Die Flasche kann darüber hinaus noch mit einer Kordel verschönert werden. Ein Zeitungsausschnitt vom Versandtag oder ein Foto von Ihnen und ihrem Enkel kann man auch beifügen. Wenn alles fertig ist, geht es zum nächsten Fluss, See oder ans Meer und die Flaschenpost wird versendet.

Tipp 5: Ein Lagerfeuer machen ohne Zündhölzer und Feuerzeug.

Sicher haben Sie auch die eine oder andere Idee, wie man Feuer machen kann ohne Zündhölzer. Vielleicht versuchen Sie mit Ihrem Enkel auch mal diese: Nehmen Sie einen Beutel aus Klarsichtfolie (Gefrierbeutel beispielsweise) und füllen diesen mit Wasser. Streichen Sie die Folie glatt. Damit haben Sie quasi eine Linse hergestellt. Nun brauchen Sie noch viel Sonne und etwas Stroh oder leicht Entflammbares. Lenken Sie die Sonnenstrahlen durch Ihre Linse auf den Zünder bis er zu glimmen beginnt.

Sie können Feuer auch mit einer Lupe, Ihrer Brille oder Holzbrett und Stock machen. Lassen Sie Ihren Enkel so lange üben, bis es funktioniert.

Aber ACHTUNG: Ihren Enkeln muss klar sein, dass dies kein Spaß ist und zündeln sehr gefährlich sein kann. Aufklärung ist beim Feuermachen sehr wichtig. Und denken Sie daran, dass Sie kein Feuer im Wald oder Waldrand entfachen, sondern nur an einer Feuerstelle oder auf einem befestigten Untergrund.

Tipp 6: Ein kleines Gartenbeet anlegen.

Legen Sie mit Ihrer Enkelin ihr ganz eigenes Gartenbeet an. Sie können dort Blumen und oder Gemüse pflanzen und ihrem Enkelkind die Verantwortung für das Wachsen und Gedeihen übertragen. Sie können auch das Bett mit Steinkieseln umfassen oder einen kleinen Zaun bauen. Sollten Sie keinen Garten haben, dann geht das auch mit einem Blumenkasten oder Pflanztrog. Im Sommer eignen sich zum Pflanzen für den schnellen Erfolg Kapuzinerkresse, Löwenmaul und Sonnenblumen. Als Gemüse wählen Sie Radieschen, Tomaten und Kürbisse. Pfefferminze, Salbei und Thymian verbreiten einen tollen Duft. Ihre Enkelin wird das lieben.

Tipp 7: Eine Vogelscheuche basteln.

Eine Vogelscheuche muss nicht groß sein, sie kann auch auf dem Balkon nützliche Dienste tun. Kleidungsstücke, die weggeworfen werden sollen, weil sie den Enkeln zu klein wurden, gibt es bestimmt im Haushalt. Sie benötigen zwei unterschiedlich lange Stöcke, die zu einem Kreuz zusammengebunden werden. Dann ziehen Sie die Stöcke an. Hose, Hemd, langärmeliges T-Shirt – was eben zur Hand ist – eigen sich gut. Ausgefüllt werden Arme, Beine und Rumpf mit getrocknetem Gras oder mit zerknülltem Zeitungspapier. Als Kopf dient eine aus Zeitungspapier geformte Kugel. Der Kopf kann dann mit Stiften bemalt werden und eine Mohrrübe eignet sich als Nase. Aus Papier wird noch ein Hut gebastelt oder Sie haben eine alte Mütze, Kappe oder einen Topf, der sich ebenso eignet. Die Vogelscheuche stecken Sie ins Beet oder einen Eimer der mit Sand oder Erde gefüllt ist. Nicht vergessen: Fotos machen für die Eltern. Sie werden sehen, das ist ein Riesenspass.

Tipp 8: Flaschenmusik machen.

Eine tolle Idee haben wir von einem Opa bekommen. Er hat aus seinen leeren Flaschen ein Glockenspiel gebastelt und in den Baum gehängt. Darauf spielen nun seine Enkel.

So geht’s: Unterschiedliche Flaschen – Bierflaschen, Wasserflaschen, Schnapsflaschen, große, kleine, dünne, dicke Flaschen – suchen und mit Wasser füllen. Zunächst alle Flaschen halb voll füllen. Über den Füllstand kann dann durch Abschütten oder Hinzugießen der Ton gefunden werden. Mit mehr Wasser wird der Ton tiefer. Es nicht entscheidend den richtigen Ton zu finden, sondern den Ton, der gefällt. Wenn der Ton gefunden ist, den Füllstand mit einem wasserfesten Stift markieren.  Nun eine Schnur um den Flaschenhals hängen und in der richtigen Länge in den Baum hängen. Entweder sortiert nach den Tönen von tief bis hoch oder so, wie es beliebt.

Als Schlegel dient ein Ast oder natürlich auch Schlagzeugstöcke, ein Kochlöffel tut es auch. Auf dem Ast kann man eine Holzkugel befestigen, dann klingt es noch besser.

Die Smartphone Nutzer können ja ein Video aufnehmen und uns senden. Wir würden uns freuen.

Tipp 9: Pfeil und Bogen und/oder ein Zwille/Schleuder selber machen.
Sie benötigen: Äste, Taschenmesser, Brotmesser, Nylonschnur, Paketschnur, Kleber, Fäden.

Im Garten und im Wald finden Sie das benötigte Zubehör. Für den Bogen benötigen Sie einen ca. 120 cm langen, ca. 2 cm dicken, möglichst geraden und elastischen Stock oder Ast. Besonders eignen sich Äste vom Haselnussbaum, der Esche, von der Eibe und der Ulme. Kleiner Hinweis: Der Bogen, den man aus frischen Ästen bastelt, verliert nach ein bis zwei Tagen die Spannkraft (das Holz müsste ein Jahr lagern bevor es bespannt wird). Also mehrere Äste bereit legen oder abgelagertes Holz suchen.

Von den Enden des Stockes müssen Sie mit dem Taschenmesser etwas abschnitzen. Mit einem Brotmesser schneiden Sie nun 5 bis 10 cm vom Ende entfernt eine Kerbe, dort soll später die Schnur

Halt finden. Am besten geeignet ist eine dünne Nylonschnur (Angelschnur). In der Mitte des Astes wird der Griff angebracht. Hierzu etwa 15 cm mit Kleber einstreichen und mit einer Paketschnur umwickeln. Für die Pfeile benötigen wir kürzere Äste (ca. 70 bis 90 cm). TIPP: im Baumarkt gibt es Blumenstäbe aus Holz, die eignen sich auch besonders gut. Die Masse können je nach Größe, Alter der Enkel variiert werden.

Von den Pfeilästen wird dann die Rinde mit einem Messer abgeschabt. Achtung: Immer weg vom Körper arbeiten. Die abgeschabten Zweige können dann mit Filzstiften noch bemalt werden. Für jüngere Enkel empfehlen wir, dicke Wattebällchen um die Pfeilspitze zu legen. Die Watte wird mit einer Serviette umwickelt und diese dann mit zwei Gummis befestigt. Unter die Gummis kann man auch einige kleine Federn stecken.

Für ältere Enkel kann der Ast mit dem Taschenmesser angespitzt werden. ABER ACHTUNG: Nie mit Pfeilen auf Menschen oder Tiere zielen! Das hintere Pfeilende bekommt eine Kerbe, hier werden die Federn befestigt. Dadurch erhöht sich die Flugstabilität des Pfeils. Plastikfedern eignen sich genauso, wie Federn von Vögeln. Und dann kann´s auch schon losgehen. Suchen Sie sich mit Ihrem Enkel ein Ziel und versuchen Sie, dieses zu treffen. Sie wissen ja:  Nur Übung macht den Meister.

Ein Zwille basteln geht natürlich auch. Dies geht schneller. Suchen Sie mit ihrem Enkel einen Astgabel in Y-Form, alleine das kann schon lustig sein. Achten Sie auf besondere Astformen. Und überlegen Sie mit Ihrem Enkel, was die Form wohl darstellt.

Die Astgabel in Y-Form ist gefunden. Nun benötigen Sie noch einen Gummi (Einmachgummi, alter Fahrradschlauch oder Spanngummi aus dem Modellbau). Dieser wird dann zwischen den Ästen befestigt. In der Mitte des Gummis sollten Sie noch ein Stück Leder befestigen um die „Munition“ besser halten zu können. Und schon kann es los gehen. Alte Blechdosen eigenen sich perfekt als Ziel. Einen Turm aufstellen und versuchen, diese abzuschießen. Als Munition eignen sich kleine Gummibälle. Achten Sie darauf, dass die Geschoße nicht zu hart und gefährlich sind.

Auch hier gilt: Niemals auf Menschen oder Tiere zielen!

 

Tipp 10: Kerzen ziehen.

Ein Tipp für einen regnerischen Tag im Sommer. Kerzen ziehen ist eine alte Tradition und Kunst. Sie benötigen: Kerzenreste, Baumwolldochte, Zeitungspapier, einen großen Topf, ein langes schmales Metallgefäß, das länger als die Kerze ist.

Und so geht´s: Die alten Kerzenreste vom Docht befreien. Das Wachs in das längliche Metallgefäß geben und dieses in den Topf mit Wasser stellen. Nun das Wasser erhitzen und das Kerzenwachs im Wasserbad schmelzen. Jetzt den Docht zuschneiden – doppelt so lang wie die neue Kerze sollte er sein – nun den Docht in das heiße Wachs tauchen. Vorher Zeitungspapier auf die Arbeitsfläche legen. Die Dochte auf das Zeitungspapier legen und den Vorgang es Eintauchens und Trocknens so lange wiederholen, bis die Kerze die gewünschte Dicke hat. So lange die Kerze noch formbar ist, die Kerze auf einen glatten Untergrund drücken, um die Standfläche zu formen. Nun nur noch die Kerzen zum Trocknen aufhängen. Wenn sie trocken sind, den Docht kürzen. Optimal sind 10-15 mm. Zu lange Dochte rußen, zu kurze Dochte lassen die Flamme verkümmern.

Unser besonderer Tipp dazu:

  • Weißes Wachs kann man mit Pigmentstäbchen (gibt es im Bastelladen) färben.
  • Mit ätherischen Ölen lassen sich Duftkerzen erzeugen. Einfach in das geschmolzene Wachs das Öl träufeln und mit einem alten Holzstab umrühren.

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