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Zahl der Babys nach künstlicher Befruchtung steigt: 20.000 Kinder dank dieser Behandlung geboren

Die Zahl der Babys, die dank künstlicher Befruchtung entstehen, ist gestiegen. 2015 entstanden 20.000 Babys nach dieser Behandlung – das sind dreimal mehr als noch vor vier Jahren. Das berichtet ‘spiegel.de’ und beruft sich damit auf das Deutsche IVF-Register. In diesem Register werden alle Behandlungen erfasst – auch jene, die nicht zum Erfolg führen.

Wenn der Kinderwunsch wächst, es aber auf normalem Weg nicht klappen will, dann hilft häufig nur noch die künstliche Befruchtung. 2011 wurden etwa 7000 Kinder nach künstlicher Befruchtung geboren. 2015 waren es also schon 20.000 Babys. Der Anstieg resultiert laut Medienbericht daraus, dass immer mehr Paare den Weg der künstlichen Befruchtung einschlagen. Aber auch die Medizin und damit die Erfolgsquote besseren sich.

Experten schätzen, dass derzeit sechs Millionen Frauen und Männer in Deutschland ungewollt kinderlos sind. Es gibt hierzulande 134 Kinderwunsch-Kliniken, die künstliche Befruchtung anbieten. Bei der künstlichen Befruchtung werden der Frau Eizellen entnommen und im Labor mit den Samenzellen des Mannes befruchtet. Die befruchtete Eizelle wird später wieder eingesetzt. Und dann hofft man, dass sich die Eizelle weiterentwickelt und zu einer intakten Schwangerschaft führt. In Deutschland werden der Frau zwei Eizellen übertragen. In anderen Ländern wird nur eine Eizelle übertragen. Bei zwei Eizellen ist die Wahrscheinlichkeit einer Zwillingsschwangerschaft natürlich höher.

Leider ist nicht garantiert, dass es bereits beim ersten Versuch auch wirklich klappt. Laut IVF-Register von 2010 werden 19 von 100 Paaren im ersten Behandlungszyklus schwanger. Im zweiten sind es 15 Paare von den verbliebenen 81 Paaren, im dritten sind es dann 13 von 66 Paaren, die ein Kind erwarten. 47 Paare dürfen sich also nach einer künstlichen Befruchtung über die Geburt eines Kindes freuen. 53 Paare leider nicht.

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