A A A

Kinderkrankentage für Großeltern: Wie ist das geregelt?

Bei einem kranken Kind wird Fieber gemessen

Die Kinderkrankentage wurden zum Ende des Jahres angepasst. Das bedeutet, dass sozialversicherungspflichtigen Eltern mehr Kinderkrankentage zustehen. Das macht in Summe zehn Tage mehr. Da sich diese Tage auf beide Elternteile gleichmäßig aufteilen, sind das bei einem Tag pro Elternteil 15 statt 10 Tage. Bei zwei Kindern sind es 25 statt 20 Tagen und bei drei und mehr Kindern sind es 30 statt 25 Tage, die man als Arbeitgeber bei der Krankenkasse einreichen kann. Alleinerziehende erhalten die doppelte Anzahl. Was ist aber, wenn die Kinderkrankentage aufgebraucht sind oder das Enkelkind bei den Großeltern lebt – können diese, sofern sie noch arbeiten, auch Kinderkrankentage bei der Krankenkasse einreichen?

Mit dieser Frage haben wir uns genauer beschäftigt und dazu recherchiert. In der Tat haben nur leibliche Eltern einen Anspruch auf Kinderkrankengeld. Allerdings besitzen auch Stiefeltern, Adoptiv- oder Pflegeeltern sowie Großeltern einen Anspruch auf Kinderkrankengeld, wenn das Kind bei ihnen lebt und sie für den Unterhalt des Kindes sorgen. Voraussetzung ist, dass das Kind mit der Person ein vergleichbares Verhältnis hat wie zu den Eltern.

Das heißt, wenn das Kind bei den Eltern lebt und noch berufstätige Großeltern bei Krankheit einspringen sollen, können seitens der Großeltern keine Kinderkrankentage geltend gemacht werden. Trotz der familiären Bindung, haben Großeltern also keinen Anspruch auf Kinderkrankengeld.

Schade, dass sich Großeltern nicht genauso einbringen dürfen. Schließlich würde es Eltern sehr entlasten, wenn auch die Großeltern bei einem kranken Enkelkind einspringen könnten – und das nicht nur in Zeiten von Corona. Da würden wir uns wünschen, dass diese Regelungen aufgebrochen werden und es für Familien einfacher wird, Arbeit und Familie zu vereinbaren. Stimmen Sie gern ab, wie Sie das sehen!

Foto von Kelly Sikkema auf Unsplash

Artikel drucken

Weitere Artikel, die Sie interessieren könnten

Linus will nicht heiraten und bei Mama und Papa bleiben
Großelternkolumne

Linus will nicht heiraten

Mein Enkel Linus (5) und ich haben eine Freundin besucht, als er in der vergangenen Woche bei uns war. Und fast regelmäßig bei jedem Besuch müssen wir kurz zu „Anton“, das ist der Hund... weiterlesen

Vorsicht!

Sie nutzen einen alten Browser!
Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser um diese Seite anzuzeigen.