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Milien: Was Sie gegen die Grießkörner tun können

Milien, auch bekannt unter den Namen Grießkörner oder Hirsekörner, sind für den Betroffenenen oftmals ein großer Störfaktor. Die kleinen Pusteln schmerzen oder jucken zwar nicht, durch ihre weißlich-beige bis gelbliche Farbe heben sie sich jedoch deutlich erkennbar von der Haut ab, was sie für den Geschädigten zu einem Kosmetikproblem macht. Falls auch Sie mit Milien zu kämpfen haben, finden Sie in unserem Artikel Tipps zur Pflege und zu verschiedenen Behandlungsformen.

Symptome für Milien

Die fiesen Grießkörner treten häufig urplötzlich über Nacht auf. Sie wachen auf, blicken in den Spiegel und wundern sich über die verfärbten kleinen Pocken. Fälschlicherweise werden sie von vielen Menschen mit Pickeln verwechselt. Milien kann man jedoch eher mit kleinen, harten Knötchen vergleichen, die sich immer weiter verhärten, wenn sie unbehandelt bleiben. Am häufigsten treten sie im Gesicht auf, insbesondere um die Augen und an der Schläfe, aber auch der Genitalbereich kann von ihnen betroffen sein. Sie entstehen an den Ausgängen von Schweißdrüsen oder an den Follikeln von Körper- und Gesichtsbehaarung. Wenn Sie sich unsicher sin, ob es sich bei den kleinen Flecken um Milien handelt, vereinbaren Sie am besten einen Termin mit Ihrem Hautarzt, denn nur das geschulte Auge eines Fachmanns kann Ihnen genau sagen, um welche Art von Hautirritation es sich in Ihrem Fall handelt.

Was genau sind Milien? 

Die gute Nachricht zuerst: Bei den Pocken handelt es sich keineswegs um ein medizinisches, sondern ausschließlich um ein kosmetisches Problem. Das bedeutet allerdings auch, dass die Kosten einer Behandlung nicht von der Krankenkasse übernommen werden. Bei einem Milium handelt es sich um eine gutartige Zyste. Es entsteht, wenn abgestorbene Hautzellen nicht von der Haut abgestoßen und so unter ihrer Oberfläche eingeschlossen werden. Hier bildet sich schließlich eine Zyste, eingeschlossen in eine Hülle. Sie besteht zu einem großen Teil aus dem körpereigenen Protein Keratin und zu einem kleinen Teil aus Talg. Man unterscheidet Milien in zwei Kategorien:

Primäre Milien:

Hierunter versteht man die Milien, die, wie beschrieben, unerwartet und plötzlich an Hautstellen auftreten, die nicht vorbelastet sind.

Sekundäre Milien:

So werden Milien definiert, die auf erkrankter Haut entstehen. Es kommt nicht selten vor, dass sie sich auf einem Sonnenbrand bilden oder aus einer Gürtelrose heraus entstehen.

Was sind die Ursachen für Milien? 

Die genaue Ursache für die unschönen Grießkörner wurden bisher leider noch nicht entdeckt. Häufig sind Menschen betroffen, deren Verwandte ebenfalls verstärkt unter Hautproblemen leiden. Deswegen wird vermutet, dass das wiederholte Auftreten von Milien in den Genen liegt. Außerdem sind Frauen sehr viel häufiger betroffen als Männer, insbesondere während der Schwangerschaft oder in den Wechseljahren, weswegen ebenfalls ein hormoneller Zusammenhang vermutet wird.

Wie werden Milien behandelt?

Der größten Fehler den man machen kann, ist, die Milien genauso zu behandeln wie herkömmliche Pickel und zu versuchen, sie auszudrücken. Dabei ist nämlich nicht nur die Erfolgschance gleich null. Sie können Ihrer Haut mit dem Versuch auch erheblich schaden, verletzen schlimmstenfalls die kleinen Adern darunter und provozieren eine Entzündung. Die Behandlung sollte ausschließlich von einem Hautarzt durchgeführt werden. Hierbei gibt es zwei Möglichkeiten:

1. Operatives Entfernen der Milien

Die Milien lassen sich relativ schnell und einfach operativ entfernen. Der Arzt verwendet hierbei ein spezielles Milienmesser und ritzt jedes Milium einzeln mit einem winzigen Schnitt ein. Anschließend lässt sich das Talg-Keratin-Gemisch ganz einfach herausdrücken. Es bleiben kleine Hautverletzungen, die in der Regel innerhalb von ein paar Tagen verheilen. Bei dieser Methode wird pro Milium abgerechnet: Hier können Sie mit circa 20 Euro für jeden Einstich rechnen.

2. Entfernen der Milien durch eine Laser-Therapie

Alternativ lassen sich die Milien auch mit einer Laser-Therapie entfernen. Der Laser entzieht dem Milium innerhalb eines Bruchteils einer Sekunde die Feuchtigkeit und die Zyste trägt sich durch den rapiden Wasserverlust ab. Wo sie vorher saß, bleibt für ein paar Tage eine dünne Schicht an verhärtetem Gewebe, welches dann von alleine abfällt. Die Laser-Therapie ist die beliebtere Variante, da sich hier in der Regel keine Narben bilden. Eine Sitzung beim Hautarzt kostet ungefähr 80 Euro.

Wie Sie Milien vorbeugen können 

Da die Ursachen für Milien nicht vollständig geklärt sind, gibt es leider keine Methode, die das Ausbleiben der lästigen Pusteln garantiert. Auch eine umfangreiche Hautpflege ist kein Schutz gegen Milien. Trotzdem reduzieren Sie mit dem regelmäßigen Nutzen von Hautreingungsprodukten mit gewissen Inhaltsstoffe das Risiko. Wir haben ein paar Tipps für Sie zusammengestellt:

Die Pflege auf Ihren Hauttyp abstimmen
Jeder Hauttyp ist unterschiedlich. Was dem einen hilft, kann bei dem anderen wiederrum eine fettende oder auch austrocknende Wirkung erzielen. Eine gründliche Reinigung ist jedoch in jedem Fall wichtig. Insbesondere wenn Ihre Haut zu einer übermäßigen Talgproduktion neigt, sollten Sie Ihr Gesicht am besten zweimal täglich reinigen. Versuchen Sie Reinigungsprodukte zu finden, die Ihre Haut nicht allzu sehr austrocknet, denn trockene Haut begünstigt die Milienbildung. Verwenden Sie deswegen zusätzlich feuchtigkeitsspendende Produkte. Achten Sie hierbei auf Lipide und Inhaltsstoffe wie Hyaluronsäure, denn diese hydratisieren ohne reichhaltig zu sein.

Geben Sie auf Ihre Haut Acht
Sekundäre Milien können Sie vorbeugen, indem Sie gut auf Ihre Gesundheit Acht geben. Dazu gehört vor allem im Sommer, sich regelmäßig mit Sonnenschutz einzucremen. Auch eine Impfung gegen Windpocken gehört zudem in jeden Impfpass.

AHA-Peelings anwenden
Das chemische Peeling mit Alpha-Hydroxysäuren, kurz gesagt AHA-Peeling, beugt nicht nur Milien vor, sondern hilft auch gegen unreine und ölige Haut. Es trägt dazu bei, dass abgestorbene Hautzellen abgetragen werden, wodurch bei regelmäßiger Anwendung erst gar keine Anhäufung der Hautzellen entsteht. Dies gibt Ihnen einerseits einen frischen Teint und wirkt außerdem auch der Milienbildung entgegen.

Cremes mit Retinol verwenden
Den Wirkstoff Retinol findet man häufig in Cremes und Lotionen gegen Akne. Er wirkt wie ein Peeling für Ihre Haut und macht sie weich. Bitte beachten Sie, dass Ihre Haut durch den Wirkstoff lichtempfindlicher ist und Cremes deswegen ausschließlich abends aufgetragen werden sollte. Am nächsten Tag sollte zudem ein Sonnenschutzmittel benutzt werden.

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