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Tipps für den Umgang mit den Enkeln für alle, die Großeltern werden

Wir haben Tipps für den Umgang mit den Enkeln zusammengestellt

Lange schon haben Sie sich danach gesehnt, Ihr erstes Enkelkind in den Armen halten zu dürfen. Nun ist es soweit und Sie können es kaum erwarten, auf den neusten Familienzuwachs aufzupassen und zu einer wichtigen Vertrauensperson zu werden. Schließlich spielen Großeltern im Leben ihrer Enkel eine große Rolle. Wir haben Tipps für den Umgang mit den Enkeln zusammengestellt.

Darum sind Großeltern so wichtig

Für Kinder gehören ihre Großeltern neben den Eltern und Paten zu den wichtigsten Bezugspersonen. Sie können sich ihnen anvertrauen und manchmal ist es sogar leichter, mit Oma und Opa über etwas zu sprechen als mit Mama und Papa. Das mag daran liegen, dass Großeltern anders und oftmals entspannter mit den Enkeln umgehen als die Eltern und dabei mehr Ruhe und Gelassenheit an den Tag legen.

Und das hat seinen Grund: Sie müssen sich nicht um alltägliche Konfliktsituationen kümmern. Unaufgeräumte Zimmer, Hausaufgaben erledigen und ähnliches findet nur zwischen Kindern und Eltern statt. Großeltern haben daher eine Art Sonderstatus: sie sind wichtige Bezugspersonen abseits des Alltags. Sie haben mehr Geduld als die Eltern, weil schon Erfahrung mit Kindererziehung haben und viele typische Situationen meistern, wo junge Eltern nicht mehr weiterwissen.

Großeltern haben außerdem mehr Zeit für ihre Enkel, sofern sie schon aus dem Arbeitsleben ausgestiegen sind. Sie können sich intensiv mit ihnen beschäftigen und ihnen viele spannende Geschichten aus vergangenen Zeiten erzählen – zum Beispiel wie sie aufgewachsen sind und was sie als Kinder früher gespielt haben, aber auch Geschichten darüber, was die Eltern in ihrer Kindheit alles angestellt haben. Generell können Enkel vieles von ihren Großeltern lernen, weil sie mit ihrer Lebenserfahrung ein immenses Wissen haben – ob nun über die Vergangenheit, die Natur, alte Hausmittel, Handarbeit oder über Volkslieder und Gedichte aus ihrer Schulzeit.

Sich in die neue Rolle einfinden

Vielen Omas und Opas fällt es anfangs schwer, sich in ihrer neuen Rolle in der Familie zurechtzufinden

Vielen Omas und Opas fällt es zumindest anfangs schwer, sich in ihrer neuen Rolle in der Familie zurechtzufinden: Ihre Kinder haben nun selbst Kinder, sind jetzt selbst Eltern und für die Erziehung verantwortlich. Sie als Großeltern sollten sich daher bei der Erziehung Ihrer Enkel weitestgehend zurückhalten. Auch, wenn Sie mit dem Erziehungsstil der Eltern nicht ganz einverstanden sind und manches selber anders machen würden, sollten Sie das möglichst nicht äußern, damit es nicht zu Konflikten kommt.

Stattdessen erwarten Sie ganz andere Aufgaben. Sobald das Enkelkind auf der Welt ist, sind die Großeltern wieder gefordert. Sie gehören zu den Bezugspersonen des Kindes und haben daher auch eine gewisse Verantwortung, sich um das Kind zu kümmern. Gerade in der Anfangszeit sind die jungen Eltern sicher froh, wenn Sie ihnen mit Rat und Tat zur Seite stehen und ihnen bei schwierigen Situationen helfen.

Nun ist es aber schon eine ganze Weile her, seit Sie ein Baby in Ihrer Obhut hatten. Umso wichtiger ist es, sich bei den Eltern und auf Internetseiten nach Tipps zu erkunden. Was zu Ihrer Zeit als frischgebackene Eltern selbstverständlich war, wurde vielleicht inzwischen durch neue Methoden ersetzt. Wenn Sie regelmäßig für Ihre Enkel sorgen, etwa weil die Eltern beide berufstätig sind, müssen Sie Ihren Alltag ein Stück weit nach den Bedürfnissen des Kindes ausrichten. Den Enkel vom Kindergarten oder der Schule abzuholen, gehört ebenso dazu wie gemeinsam zu spielen.

Tipps für den Umgang mit den Enkeln: Regeln absprechen und einhalten

Einer unserer wichtigsten Tipps für den Umgang mit den Enkeln und den Eltern ist es, klare Absprachen mit den Eltern zu treffen.

Kinder brauchen feste Strukturen und Grenzen, die ihnen nicht immer so gefallen. Als Oma und Opa würden Sie Ihren Enkel am liebsten nach Strich und Faden verwöhnen und ihm so einiges durchgehen lassen. Bis zu einem gewissen Grad ist dagegen auch nichts einzuwenden, schließlich haben Großeltern einen anderen Status als die Eltern und können ihrem Enkel schon das ein oder andere erlauben, was es zuhause vielleicht nicht darf. Aber eine gute Kindererziehung kann nur dann funktionieren, wenn es Regeln gibt, an die sich das Kind halten muss – sowohl zuhause als auch bei Oma und Opa.

Einer unserer wichtigsten Tipps für den Umgang mit den Enkeln und den Eltern ist es, klare Absprachen mit den Eltern zu treffen, was in Ordnung ist und was nicht. Nur so kann Streit vermieden werden.  Das betrifft nicht nur die Frage, was die Enkel bei Oma und Opa zu essen bekommen. Kinder äußern immer wieder neue Wünsche, was sie alles gerne hätten. Da Eltern oft etwas strenger darauf reagieren, sind Großeltern schnell versucht, den Wunsch des Enkels zu erfüllen. Das sollte aber nicht ohne das Einverständnis der Eltern geschehen. Bei teureren Anschaffungen können Sie gemeinsam vereinbaren, dass Großeltern und Eltern einen Teil finanzieren, das Enkelkind aber den anderen Teil selber zusammensparen muss.

Pflichten wie Spielsachen aufräumen gehören ebenfalls zu den Dingen, die Kinder auch bei ihren Großeltern einhalten sollten. Wie die Eltern, sollten die Großeltern mit gutem Beispiel vorangehen anstatt nur vom Kind Ordnung zu verlangen. Am schönsten ist es, nach dem Spielen gemeinsam aufzuräumen und dabei eine Geschichte zu erzählen oder ein Hörbuch zu hören. Auf die Art macht sogar aufräumen Spaß.

Eine gute Beziehung zum Enkel aufbauen

Großeltern freuen sich immer, wenn sie auf ihre Enkelkinder aufpassen und sich mit ihnen beschäftigen dürfen. Doch dass der Familienzuwachs auch gerne zu Oma und Opa geht, ist nicht selbstverständlich. Nur bei einer guten Beziehung zwischen den Generationen wird es gelingen, dass sich Ihr Enkel auch dann noch bei Ihnen wohlfühlt, wenn er den Kinderschuhen längst entwachsen ist.

Um das zu erreichen, ist es wichtig, dass Sie Ihren Enkel von Anfang möglichst regelmäßig sehen und sich mit ihm beschäftigen. Dazu gehören bestimmte Rituale, die Sie und Ihr Enkel pflegen. Wichtig ist auch ein aufrichtiges Interesse daran, was Ihr Enkel schon alles gelernt hat und was er gerne mag. Das können im Kleinkindalter bestimmte Spiele, später dann Freizeitaktivitäten und besondere Fähigkeiten sein. „Coole“ Großeltern wissen immer darüber Bescheid, was gerade im jeweiligen Alter angesagt ist und was nicht.

Besonders gut kommt es an, wenn Sie Ihrem Enkel entgegenkommen und offen sind für die Kommunikationskanäle der neuen Generation. Wenn Sie SMS schreiben und sich zumindest ein bisschen mit Whatsapp und Facebook beschäftigen, wird sich das positiv auf Ihre Beziehung zu Ihrem Enkel auswirken. Bleiben Sie also in Kontakt mit Ihre Enkel – ob nun über neue Kommunikationswege oder ganz klassisch mit Telefonaten und gegenseitigen Besuchen.

Sich mit den Enkeln beschäftigen

Hurra, der Enkel ist wieder zu Besuch! Damit es nicht langweilig wird, sollten Sie wissen, wie Sie die nächsten Stunden mit Ihrem Enkel verbringen möchten. Der Vorteil: Sie als Oma und Opa haben Sie ganz andere Möglichkeiten, sich mit Ihrem Enkelkind zu beschäftigen als die Eltern.

Dadurch, dass Sie nicht mehr berufstätig sind, bleibt mehr Zeit, um gemeinsam zu spielen. Sicherlich haben Sie noch alte Brett- oder Kartenspiele von früher, die es heute vielleicht gar nicht mehr gibt – eine hervorragende Möglichkeit, mit dem Enkel zu spielen und ihm gleichzeitig Wissen über vergangene Zeiten zu vermitteln.

Die Hobbys der Großeltern sind meist auch für die Enkel interessant. Oftmals können die Kinder ganz einfach miteinbezogen werden. Beim Arbeiten im eigenen Garten lernen die Enkel einiges über die verschiedenen Pflanzen und Kräuter, die da wachsen, und können tatkräftig mithelfen. Mit der Schaufel ein kleines Loch für neue Setzlinge buddeln, Pflanzen gießen, Erdbeeren ernten – all solche Dinge können sogar schon die Kleinsten.

Eine Oma, die gern strickt oder häkelt, kann ihrem Enkel das auch beibringen, sobald die feinmotorischen Fähigkeiten dafür ausreichen. Somit kann der Enkel zukünftig zusammen mit der Oma Handarbeiten erledigen und tolle Sachen anfertigen. Genauso spannend ist es, dem Opa beim Bauen und Basteln mit Holz oder anderen Materialien zu helfen und dabei erste Erfahrungen im Umgang mit Werkzeug machen.

Ihre Meinung ist gefragt!

Haben Sie weitere Tipps für den Umgang mit den Enkeln für uns? Dann schreiben Sie uns an info@grosseltern.de

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