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Unterschied zwischen Pedelec und E-Bike? Hier einfach erklärt!

Unterschied zwischen Pedelec und E-Bike

Das motorisierte Fahrrad kann ein wahrer Segen sein, wenn der Fahrrad begeisterte Enkel mit Oma oder Opa auf Tour gehen möchte, denn: Das Elektrofahrrad springt genau an der Stelle ein, an der der Enkel im wahrsten Sinne des Wortes seine Großeltern hinter sich lassen würde – nämlich auf dem Fahrradweg. Mit der Muskelkraft, der Ausdauer und dem Elan eines quietschfidelen Enkels auf dem Fahrrad mitzuhalten, ist mit dem richtigen Equipment leicht zu bewerkstelligen. Doch so groß wie die Möglichkeiten am Markt sind, so groß kann auch die Verwirrung sein, die Pedelecs, E-Bikes und Co. hinterlassen. Unterschied zwischen Pedelec und E-Bike? Wir machen den Direktvergleich. Transparent und Großeltern-orientiert.

Was ist nun der Unterschied zwischen Pedelec und E-Bike? 

Um zu verstehen, welche Investition für Oma und Opa sinnvoll sein kann, muss grundsätzlich in zwei Varianten des Elektrofahrrads unterschieden werden:

  • Pedelec. Unter dieser Bezeichnung werden Elektrofahrräder geführt, die eine Motorunterstützung anbieten – allerdings nur dann, wenn Oma und Opa selbst in die Pedale treten. Die Motor-Unterstützung geht lediglich bis 25 Stundenkilometer. Wollen Oma oder Opa schneller unterwegs sein, muss dies aus eigener Kraft heraus passieren. Der ADFC erklärt: „Die Definition eines Pedelecs ergibt sich aus Paragraf 1 Absatz 3 des Straßenverkehrsgesetzes. Es ist dem Fahrrad rechtlich gleichgestellt. Man benötigt also weder ein Versicherungskennzeichen noch eine Zulassung oder einen Führerschein. Für sie besteht zudem keine Helmpflicht oder Altersbeschränkung. Dies gilt auch für Pedelecs mit Anfahrhilfe bis 6 km/h.“ (Quelle: ADFC)  Auch wenn das Pedelec streng genommen die richtige Wahl für Großeltern ist, die ihre eigene Muskelkraft einbringen wollen, so wird im Handel doch meist nach einem E-Bike gesucht.
  • E-Bike. Das E-Bike nutzt einen Elektromotor – ganz egal, ob Oma und Opa mittreten oder nicht. Streng genommen ist ein E-Bike eigentlich ein Elektromofa. Gestartet wird der Motor via Schaltknopf oder Drehgriff. Unter einer Maximalgeschwindigkeit von 20 Stundenkilometern und einer Motorleistung von maximal 500 Watt ist die Rede von einem E-Bike. Mit Werten darüber gehören die Gefährte in die Rubrik des Kleinkraftrads. Das bedeutet auch: Ein Kennzeichen, Versicherungspflicht, Betriebserlaubnis und ein Führerschein sind Pflicht.

Welches Produkt das individuell Passende ist, kann also beispielsweise mit Blick auf die individuelle Fitness entschieden werden. Beim Pedelec ist das Mittreten Pflicht, sonst setzt sich der Motor erst gar nicht in Gang. Beim E-Bike reicht ein Knopfdruck aus, um motorisiert mit dem Enkel eine Fahrradtour zu absolvieren.

Details, die der Kaufentscheidung dienen

Der Akku am Gepäckträger ermöglicht einen Fahrradausflug mit Motorunterstützung.

Ist diese Grundentscheidung gefällt, gilt es einen Blick auf die Details des Fahrrads zu werfen. Entscheidend sind die folgenden Vergleichskategorien (Quelle: BILD): 

  • Leistung und Komfort: Akkukapazität, Leistung, Höchstgeschwindigkeit, Reichweite
  • Merkmale und Besonderheiten: Schaltung und Anzahl der Gänge, mit/ohne Anfahrhilfe, Bremsen (hydraulische Scheibenbremsen oder Felgenbremsen), mit/ohne LCD-Display, mit/ohne Beleuchtung, fahrbar mit/ohne Versicherung/Führerschein, Motorsitz und Motor-Unterstützung
  • Gewicht, Belastbarkeit und weitere Vorteile: Rahmen- und Radgröße, maximales Gesamtgewicht, Eigengewicht, weitere Vorteile des Modells

In diesem E-Bike-Vergleich wird auch auf die mögliche Nutzung des E-Bikes verwiesen: „E-Bikes sind eine attraktive Option, wenn es um das Zurücklegen kürzerer Strecken geht. Sie können in vielen Situationen das eigene Auto oder öffentliche Verkehrsmittel ersetzen. Das Fahren mit dem Elektro-Bike ist nicht nur umweltschonend. Es verschafft dem Körper auch Bewegung, ohne ihn dabei zu überfordern.“

Ähnlich wie im Fahrradmarkt ohne Motorunterstützung gibt es auch E-Bikes bzw. Pedelecs in verschiedenen Varianten: Das City-Bike dient zur Fortbewegung im Stadtverkehr. Oma und Opa können so ihre Enkel auch wieder entspannt vom Kindergarten, vom Sport oder von der Schule mit dem Rad abholen. Das Touren E-Bike ist für die abenteuerlustigeren Großeltern die bessere Wahl, allerdings ist ein Mindestmaß an sportlicher, körperlicher Grundausstattung ebenfalls Voraussetzung, um eine Bergtour mit dem Fahrrad meistern zu können.

Diese Anforderungen stellt ein motorisiertes Fahrrad an Oma und Opa

Sicherlich minimiert der Motor am Fahrrad die Muskelkraft, die ganz individuell aufgewendet werden muss, um mit dem Fahrrad von A nach B zu kommen. Allerdings ist es mit oder ohne Motor zwingend erforderlich, sich im Straßenverkehr sicher zu fühlen. Wer mit den Enkeln fährt, darf sich dieser Aufgabe nur stellen, wenn das Fahren allein sicher möglich ist. Gerade bei jüngeren Kindern kann es bei einer Radtour auch zu unvorhersehbaren Situationen kommen, die nur dann gut und sicher zu meistern sind, wenn Oma und Opa entsprechend entspannt an die Fahrradtour rangehen. Plant die Familie hingegen einen Urlaub, zu dem sie die Fahrräder direkt mitnehmen, sind hier wertvolle Tipps zusammengestellt

Tipp:

Gemeinsame Grundregeln im Vorfeld zu definieren, hilft dabei, eine möglichst entspannte Radtour mit den Enkeln zu erleben. Diese Grundregeln können beispielsweise feste Stopp-Punkte umfassen. Während bei jüngeren Kindern jede zu überquerende Straße ein solcher Stopppunkt sein kann, dürfen älteren Kinder auch schon mal so weit fahren, dass Oma und Opa beim Umgucken klein wie ein Punkt am Horizont sind. Spätestens dann ist ein Stopp jedoch Pflicht.

Bilder: pixabay.com © pasja1000, slikviditet (CC0 Public Domain)

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