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Was wird aus der Rente? Rentenkommission berät über die Zukunft der Babyboomer

Was wird aus der Rente?

Auch wenn es sich vielleicht anders anfühlt: Die Rentensituation ist derzeit in Ordnung. Die Rente steigt jährlich, der Beitragssatz ist so gering wie zuletzt in den 1990er Jahren. Aber was wird aus der Rente, wenn die Babyboomer-Generation ab 2025 in Rente geht? Eine Expertenkommission soll bis 2020 Lösungen finden. Derweil schlägt ein Forschungsinstitut die Rente mit 69 Jahren vor.

Es gibt gute und schlechte Nachrichten. Aber zunächst die gute Nachricht: Im Juli steigen die Renten um mehr als drei Prozent. Der Rentenanstieg ergibt sich aus der guten Situation auf dem Arbeitsmarkt und der Lohnentwicklung bei den Beschäftigten. Auch in den kommenden Jahren soll die Rente stabil bleiben. Die schlechte Nachricht: Der demographische Wandel konfrontiert uns bald mit einer unausweichlichen Situation. Die geburtenstarken Jahrgänge der 1960er Jahre gehen ab 2025 in Rente. Dann zahlen immer weniger Arbeitnehmer für immer mehr Rentner in die Kasse ein.

Für diese absehbare demographische Entwicklung hat die Große Koalition eine Kommission beauftragt. Das zehnköpfige Experten-Team soll untersuchen, an welchen Stellschrauben gedreht werden soll. In Frage kommen das Rentenniveau, der Beitragssatz, das Renteneintrittsalter und der Steuerzuschuss zur Rentenkasse. Bei einem ungünstigen Verhältnis von Rentnern und Beschäftigten führt kaum ein Weg daran vorbei, die Beiträge, die Steuerzuschüsse oder das Eintrittsalter zu erhöhen.

Rente mit 69 Jahren

Derweil hat der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) das private Wirtschaftsforschungsinstitut Prognos beauftragt, die unterschiedlichen Handlungsoptionen durchzurechnen. GDV und Prognos schlagen eine schrittweise Erhöhung des Eintrittsalters auf 69 Jahre vor. Das aktuelle Eintrittsalter von 65 Jahren und sieben Monaten soll bis 2029 ohnehin auf 67 Jahre steigen.

Bis März 2020 sollen die Experten Lösungsansätze vorlegen, wie die staatliche Rente nach 2025 gesichert bleiben kann. Eine erschwerende Tatsache kommt hinzu: Wenn die Expertenkommission ihre Vorschläge vorlegt, steht die nächste Bundestagswahl an. Für eine derart wichtige und große Reform ist das eine ungünstige Zeit. Die Kommission soll möglichst politisch unabhängig sein. Den Vorsitz übernehmen die ehemaligen Bundestagsabgeordneten Gabriele Lösekrug-Möller von der SPD und Karl Schiewerling von der CDU. Unter den anderen Mitgliedern sind Vertreter von Gewerkschaften, Arbeitgebern und Wissenschaft.

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