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Feentüren als Verbindung zu zauberhaften Wesen & Fantasiewelten

Eine geheimnisvolle Tür

Wissen Sie, was Feentüren sind? Feentüren können auf eine langjährige Tradition in vielen Ländern der Welt zurückblicken. Die mystischen Wesen der Feen, Kobolde und Waldgeister anzuziehen und zu beschwören ist vor allem in Irland und Island, aber auch in den USA, in Kanada, Neuseeland, in den skandinavischen Ländern und in Australien und Großbritannien ein liebenswerter Brauch. Die kleinen Feen- und Wichteltüren, Dekorationen und Schmuckelemente laden zum Träumen ein. Wer liebt sie nicht, die zauberhaften Wesen aus den alten Fabeln und Märchen? Sie begleiten die Kindheit unserer Kinder und Enkelkinder und lassen uns auch als Erwachsene wieder herrlich in Fantasiewelten verschwinden.

 

Traditionelle Schmuckelemente

Seit Jahrhunderten bieten die Feentüren und ähnlicher Wandschmuck dekorative Einblicke in das Leben der Fabelwesen. Die Menschen schenken ihrem Umfeld einen Hauch Fantasie. Mit schöpferischer Kraft wurden die niedlichen Türen, Fenster und Ähnliches geschaffen. Designs wie aus dem Märchenreich zeigen schöne Farbtöne und ein ausgeklügeltes Know-How. Es entstehen immer neue Variationen von kleinen Häusern, Türchen oder Fenstern, die im Innen- und Außenbereich ihren Platz finden. Als Blickfang und als Schabernack haben die Feentürchen ihre Nutzung über so lange Zeit erhalten können. Immer mehr Menschen begeistern sich für den Gedanken, dass Fabelwesen Zaubereien und Glück ins Haus bringen. Eine Feentür verspricht den magischen Zugang zu einer neuen Welt, der Welt der Magie. Die alten Geschichten über die Kobolde und Feen erzählen sich heute noch die älteren Leute im Dorf.

 

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Träumen mit offenen Augen

Man muss kein Experte sein, wenn man den Wert der kleinen Dekorationen erkennen will. Die unmittelbare Verflechtung der häuslichen Umgebung mit einer Natur und Zauberwelt draußen zeigt die Verbindung der Iren und Isländer zu ihrem Umfeld. Die Naturliebe und das Heimatgefühl sind in diesen Völkern sehr ausgeprägt. Man kann in der romantischen Landschaft gar nicht anders, man träumt mit offenen Augen von Feen und Fabelwesen. Die märchenhafte Welt der einfachen Leute war geprägt von Aberglauben und Tradition. Die Feentüren zeigten sich als magische Wege die schwere Arbeit auf dem Lande und die oft großen Sorgen zu vergessen.

Kindererziehung mit Fantasie

Beispiel einer Feentür
Beispiel einer Feentür. Quelle Tinyfoxes

Die Feentüren wurden zu besonderen Zwecken eingesetzt in der Kindererziehung. Man gab den kleinen Fabelwesen die Macht, sich Geschenke und Briefe an der Feentür abzuholen. Kinder wurden aufgefordert, ihre Ängste, Probleme und Sorgen den Feen aufzuschreiben. Diese mit kindlicher Sorgfalt angefertigten Briefe holte sich dann die Fee und konnte mit den Eltern die anstehenden Probleme der Kinder lösen.

Man erfuhr von so vielen Dingen, die ansonsten gar nicht bemerkt worden wären. Eltern konnten ihre Kinder besser verstehen, wenn sie die Tagebücher an die Feen lasen. Mit kleinen Tricks wurden so die Kinder darauf vorbereitet, dass sie sich öffnen und von ihren Ängsten und Sorgen erzählen. Eltern hatten die Gelegenheit, viele Probleme schon im Ansatz zu lösen oder in der Entstehung zu zerstören. Besonders für introvertierte Kinder waren die Feentüren eine Offenbarung. Wer seine Gedanken niederschreibt, vertieft sein Verständnis für die Situation und ist einer Lösung schon sehr nahe.

Verschlossene, schüchterne Kinder hatten so die Gelegenheit, ihre Probleme an die Feen heranzutragen und sich dort die wichtige Unterstützung zu holen, die die Kinder brauchten.

 

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Feen-, Wichtel- und Elfentüren

Die Fabelwesen hatten einen hohen Stellenwert im täglichen Leben. Allerdings hatten die Wesen auch in der feierlichen Ausstattung von Festen einen angestammten Platz. Zu Hochzeiten, Taufen und Geburten bekamen die Fabelwesen an den Feentüren Geschenke abgelegt.

Diese süße Tradition sollte die Teilnahme am Fest, die Einladung in künftige Aktivitäten und die Annäherung an alte Tradition festigen Bei Umzügen und Taufen galten die Feen als Quelle der Weisheit und sie stellten einen sehr hohen Anspruch an neue Familienmitglieder dar. Eine Huldigung der Tradition war unvermeidlich, wer sich in der Familie etablieren wollte, huldigte den Feen und Gnomen.

Segensreiche Verbindungen mit der Fabelwelt

Der Haussegen war insbesondere in Irland eine wichtige Sache. Die Feen und Kobolde behandelte man so wie man einen besten Freund behandelt. Mit kleinen Geschenken und Aufmerksamkeiten konnten die Feen dazu gebracht werden, den Segen über das Haus auszusprechen. Feenglitzer gilt als eines der stärksten Mittel gegen Sorgen und Kummer. Die Wesen, die als Hausgeister gern dort wohnten, bekamen auf Scheuerleisten, in den Kommoden, auf Regalen und ähnlichen Standorten ihre Eingangstür ins Zauberreich. Die netten Gesten der kleinen Geschenke und Briefe an die Fabelwesen, bieten häufig Stoff zum Reden und zum gemeinsamen Gestalten der Umwelt. Die fleißigen Zauberwesen haben nichts von ihrem Zauber verloren. Schöne Gedanken vor dem Einschlafen haben viele positive Aspekte: Die Verbundenheit mit den Fabelwesen gab den Menschen die Gelegenheit zu kleinen Nettigkeiten und schönen Gesprächen. Man hatte bei der schweren Arbeit auf dem Lande immer etwas zu erzählen. Die alten Lieder und Geschichten halten die dörfliche Gemeinschaft lebendig und verleihen den traditionsbewussten Völkern einen zauberhaften Charme.

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