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Dauermüde: Versteckte Müdemacher, die wir vermeiden sollten

Eine gähnende müde Katze

Wir schieben es ja ganz gern mal aufs Wetter, wenn wir müde sind. Trotz ausreichend Schlaf fühlen wir uns trotzdem am Morgen wie gerädert. Doch das Wetter ist in den seltensten Fällen wirklich Schuld. Wer gesund ist, ausreichend schläft und dennoch dauermüde ist, der sollte versteckte Müdemacher in seinem Alltag ausfindig machen und diese beseitigen. Ob Ernährung, Stress oder andere Umstände und Gewohnheiten dahinter stecken – mit unserer Liste können Sie den Müdemachern zu Leibe rücken.

  1. Sie trinken zu wenig
    Unser Körper besteht zu zwei Dritteln aus Wasser. Wenn ihm Flüssigkeit fehlt, arbeiten viele wichtige Körperfunktionen nicht mehr gut. Da die Durchblutung schlechter wird, gelangt zu wenig Sauerstoff zu den Organen. Die Folgen davon: Müdigkeit.
    Achten Sie daher darauf, täglich mehr als zwei Liter zu trinken. Um wirklich nachhalten zu können, was Sie getrunken haben, können Sie die Trinkmengen protokollieren oder sich bereits morgens die zu trinkende Menge bereitstellen. Oder aber Sie trinken zu jeder vollen Stunde ein Glas Wasser – dann kommen Sie ganz sicher auf die richtige Trinkmenge.
    Wie viel Kinder trinken sollen, das erfahren Sie hier.
  2. Sie schlafen unregelmäßig
    Mal gehen Sie um 22 Uhr ins Bett, an einem anderen Tag kommen Sie nicht vor Mitternacht zur Ruhe, am anderen Tag fühlen Sie sich natürlich dauermüde. Das liegt daran, dass unregelmäßiger Schlaf dazu führt, dass unser Körper keinen Rhythmus findet. Leider kann man den Schlafrhythmus aber nicht immer beeinflussen, vor allem, wenn man in Schichten arbeiten gehen muss. Trotz alledem ist es in den Fall ratsam, bei einem Schlafmuster zu bleiben. Also an den Wochenenden oder freien Tagen nicht zu lange schlafen und viel trinken.
  3. Atmen Sie frische Luft!
    Verbrauchte Luft macht müde. Kein Wunder also, dass wir dauermüde sind, denn 90 Prozent unseres Tages verbringen wir in geschlossenen Räumen. Und da reichert sich Kohlendioxid an – das macht müde. Besser ist, in kleinen stickigen Räumen alle ein bis zwei Stunden zu lüften. Wer die Möglichkeit hat, rauszugehen, sollte sich so oft wie möglich an der frischen Luft bewegen.
    Ihnen fehlt Licht!
    Im Winter fühlen wir uns müder als im Frühjahr oder Sommer. Das liegt daran, dass Tageslicht die Produktion des Schlafhormons Melatonin drosselt. Haben wir zu viel des Hormons, weil wir zu wenig Tageslicht abbekommen haben, werden wir müde. 30 bis 60 Minuten Tageslicht im Freien tanken hilft wahre Wunder – vor allem im Winter. Arbeiten im Garten oder ein Hund, der regelmäßig raus muss, helfen dabei, regelmäßig ans Licht zu kommen.
  4. Schalten Sie nach Feierabend unbedingt ab
    Das sagt sich so leicht, aber oft begleiten die Sorgen und Probleme auf der Arbeit viele auch nach Hause. Wer sich auch noch Arbeit mit nach Hause nimmt, der ist schneller müde. Also nur in Ausnahmefällen nach dem Feierabend zu Hause erreichbar sein und berufliche Mails zu Hause einfach nicht mehr abrufen.
  5. Diäten machen müde
    Wer dauerhaft zu wenig isst, der ist auch dauermüde. Schließlich hat unser Körper zu wenig Energie, das führt eben dazu, dass man nicht nur müde, sondern auch reizbar und unkonzentriert ist. Statt radikal zu diäten, sollte man sich an die Richtwerte für die tägliche Ernährung richten. Demnach benötigen Frauen 18.00 Kilokalorien und Männer 2.300 Kilokalorien. Das aber nur, wenn man sich wenig bewegt.
  6. Fast Food macht müde
    In Fast Food stecken neben zu viel Salz auch gesättigte Fettsäuren und Zucker. Unser Körper reagiert darauf wie auf einen Infekt. Man hat mittlerweile festgestellt, dass der Körper nach dem Essen von Fast Food das Immunsystem hochfährt und eine Entzündungsreaktion hervorgerufen wird. Besser ist es, frisch zu kochen. Wer sich dennoch hin und wieder Fast Food genehmigt, sollte Speisen mit geringem Fettgehalt wählen.
  7. Unterforderung macht müde
    Haben Sie schon mal was von Boreout gehört? Laut einer Studie der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und des Bundesinstitutes für Berufsbildung leidet fast jeder siebte Angestellt darunter. Boreout ist das Gegenteil von Burnout und bedeutet, dass man am Arbeitsplatz unterfordert ist. Auf Dauer macht das müde und kann in der Tat zur Depression führen. Besser wäre, wenn man die Freizeit aktiver gestaltet – mit Sport oder neuen intellektuellen Herausforderungen.
  8. Bewegen Sie sich mehr
    Bewegung ist wichtig. Erst mit ihr kommen Kreislauf, Durchblutung und Stoffwechsel richtig in Gang. Wer sich nicht viel bewegt, fühlt sich aber dennoch, als wäre er den ganzen Tag auf den Beinen gewesen. Besser ist es daher, sich regelmäßig zu bewegen. 30 Minuten reichen da auch schon aus.
  9. Ihnen fehlt Selen
    Selen brauchen wir, damit der Organismus seine Zellen schützen kann. Außerdem werden Schilddrüsenhormone damit reguliert. Wenn uns Selen fehlt, sind wir müde nd bekommen weiße Flecken auf den Nägeln. Da wir hierzulande aber in einem Mangelgebiet leben, müssen wir Selen zuführen. Das steckt in tierischen Lebensmitteln wie Fisch und Fleisch. Aber auch in Paranüssen und Kohlgemüse.
  10. Ihnen fehlt auch Eisen
    Frauen leiden per se unter Eisenmangel. Dabei ist es doch so wichtig für unseren Körper. Es ist ein wichtiger Bestandteil des Hämoglobins. Außerdem bindet es Sauerstoff und transportiert es über das Blut in alle Zellen, Organe und Muskeln. Wenn dem Körper Eisen fehlt, sind wir müde. Am besten ist, den Eisenwert im Blut überprüfen zu lassen. Man kann Eisen aber auch über die Nahrung aufnehmen. Es steckt in Rindfleisch, Hülsenfrüchten und Haferflocken. Wem trotzdem noch Eisen fehlt, der kann entsprechende Nahrungsergänzungsmittel zu sich nehmen.
  11. Ihnen fehlt auch Vitamin D
    Es gibt einen Zusammenhang zwischen Vitamin-D-Mangel und ausgeprägter Müdigkeit, hat eine Studie der Universität Zürich herausgefunden. Da der Hälfte der Erwachsenen Vitamin D fehlt, sind wir also auch permanent müde. Der Körper kann Vitamin D selbst bilden, wenn er direkt mit UV-Strahlen in Berührung kommt. Wem Vitamin D fehlt der sollte fettreiche Fische, Eier oder Innereien essen. Im Sommer kann es in der Mittagszeit optimal in unserem Körper produziert werden. Allerdings hemmen Sonnencremes die Bildung.
  12. Das Smartphone macht müde
    Das Licht im Smartphone, in Tablets und anderen elektronischen Geräten ist blau. Dieses blaue Licht bringt unseren Körper durcheinander. Es wirkt unmittelbar auf unseren Körper, da es die Produktion des Schlafhormons Melatonin hemmt. Damit hält uns dieses Licht wach. Besser wäre es, beim Smartphone den Blau-Filter zu aktivieren oder aber – noch besser – vor dem Schlafengehen das Smartphone und andere elektronischen Geräte einfach beiseite zu legen.
  13. Lärm macht uns müde
    Menschen, die in lauten Umgebungen leben, schlafen schlechter. Denn der Lärm führt dazu, dass sich unser Schlaf verändert, wir häufig aufwachen und mehr Stresshormone ausschütten. Besser wären Ohrstöpsel beim Schlafen. Auch in selber Freizeit sollte man darauf achten, den Lärmpegel niedrig zu halten.
  14. Medikamente sind Müdemacher
    Viele Medikamente haben Nebenwirkungen. Dazu gehört, dass man bei der Einnahme des Medikaments dauermüde ist. Zu solchen Medikamenten gehören Blutdrucksenker, Antidepressiva oder Mittel gegen Allergien. Achten Sie daher auf die Dauer und die Dosierung der Einnahme. Wenn der dauermüde Zustand Sie zu sehr belastet, sprechen Sie mit einem Arzt darüber. Er kann überprüfen, ob Sie nicht besser eine andere Wirkstoffkombination erhalten sollten.
  15. Psychischer Stress macht müde
    Druck und Stress lassen uns schlechter schlafen. Das hat eine Studie der Universität Stockholm festgestellt. Je stressiger eine Situation für uns ist, umso mehr leiden wir auch Jahre später unter Schlafproblemen. Wer in seinem Beruf hohem Stress ausgesetzt ist, der sollte daher etwas an seiner beruflichen Belastung ändern, zum Beispiel Zeitdruck minimieren oder Entscheidungsspielräume vergrößern. Damit man sich innerhalb der Familie erholen kann, sollte man dort auch nicht zu viel planen.
  16. Fehlende Wertschätzung führt zur Müdigkeit
    Mangelnde Wertschätzung ist ein wichtiger Faktor des Burnouts. Und das führt zu Schlafproblemen. Um sich nicht permanent für andere einzusetzen ohne Wertschätzung zurück zu bekommen, sollten Sie daher auch mal Nein sagen. Egal ob im Privaten bei der Betreuung der Enkelkinder oder im Beruflichen.

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